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Anne-Frank-Haus - eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten der Niederlande

Anne-Frank-Haus - Gedenkstätte und Museum

Das Anne-Frank-Haus in Amsterdam ist ein Museum und eine Gedenkstätte, die an das Leben des jüdischen Holocaust-Opfers Anne Frank erinnert.

Anne Frank Haus und Holocaustmuseum
Anne Frank Haus - Gedenkstätte und Museum

Anne Frank war ein deutsches Mädchen jüdischer Abstammung, das im Jahr 1934 gemeinsam mit ihren Eltern in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch das nationalsozialistische Regime zu entkommen. Jahrelang hielt sich die Familie in einem Hinterhaus im Zentrum von Amsterdam versteckt. Während dieser Zeit schrieb Anne Frank ihre Erlebnisse und Gedanken in einem Tagebuch nieder. Im Mai 1940 wurden die Niederlande von deutschen Truppen besetzt und die Judenverfolgung nahm in Amsterdam ihren Anfang. Das Haus in der Prinsengracht 263 diente der Familie als Versteck, bis sie im Jahr 1944 einem Verrat zum Opfer fielen und von den Nationalsozialisten verschleppt wurden. Nach einem Aufenthalt im KZ Auschwitz wurde Anne Frank zu Beginn des Jahres 1945 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert, wo sie im Frühjahr 1945 an einer der zahlreichen Epidemien, die in dem Lager grassierten, verstarb. Ihr Vater Otto Frank überlebte als Einziger den Krieg.

Das Haus in der Prinsengracht 263, in dem heute das Anne-Frank-Museum untergebracht ist, stammt ursprünglich aus dem Jahr 1635. Im Jahr 1740 erhielt die der Gracht zugewandte Fassade ihr heutiges Aussehen. Am 1. Dezember 1940 bezog Familie Frank das Haus und nach dem Einsetzen der Judenverfolgung lebten in einem Versteck im hinteren Gebäudeteil acht Personen zwei Jahre lang auf einer Fläche von 50 Quadratmetern zusammen. Anne Frank verfasste damals ihr Tagebuch, das später verfilmt werden sollte. Die persönlichen Gegenstände der Familie wurden beschlagnahmt und an deutsche Familien verteilt. Das Tagebuch konnte von zwei ehemaligen Angestellten der Firma des Vaters in Sicherheit gebracht und somit vor dem Zugriff der Nationalsozialisten bewahrt werden. Das Museum im Haus in der Prinsengracht 263 wurde im Jahr 1960 eingerichtet. Während die benachbarten Häuser in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts abgerissen wurden, blieben die Gebäude mit den Nummern 263 und 265 durch den Kauf mithilfe von Spendengeldern unversehrt.

Heute sind die Räume in den Häusern Prinsengracht 263-265 ein Museum und können im Originalzustand besichtigt werden. Auf Wunsch von Otto Frank blieben die Räume unmöbliert. Lediglich einige persönliche Dinge sind in den Ausstellungsräumen zu sehen. Darunter befindet sich eine Fotosammlung mit berühmten Filmstars, die einst Anne Frank gehört hatte. Auf der Tapete sind die Markierungen zu erkennen, mit deren Hilfe Otto Frank das Wachstum seiner Tochter festhielt. Außerdem befindet sich eine Karte in den Räumen, auf der Otto Frank den Vormarsch der alliierten Truppen eintrug. Zu den wichtigsten Exponaten der Dauerausstellung gehören die Tagebücher von Anne Frank und ein rekonstruiertes Bücherregal, das damals den Zugang zum Versteck der Familie im Hinterhaus verbarg.

Das Anne-Frank-Museum gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Amsterdam und verzeichnet einen ungebrochenen Besucherstrom. Rund eine Million Menschen besuchen alljährlich die Ausstellungsräume in der Prinsengracht. Nach umfangreichen Renovierungs- und Umbaumaßnahmen im Jahr 1999 besteht das Museum aus einem ganzen Gebäudekomplex und beherbergt heute einen Buchladen und ein Café. Die ehemaligen Büroräume wurden in den originalgetreuen Zustand der 40er Jahre versetzt. Bestandteil der Ausstellung ist unter anderem eine Dokumentation über die Verfolgung und Unterdrückung der Juden durch die Nationalsozialisten. Im Anne-Frank-Museum wird darüber hinaus der Oscar aufbewahrt, den die Schauspielerin Shelley Winters als Darstellerin der Auguste van Pels in der Verfilmung "Das Tagebuch der Anne Frank" erhielt. Den Oscar spendete die Schauspielerin dem Museum. Der Eingang in die Ausstellungsräume befindet sich in der Prinsengracht 267. Im Inneren gehen die Besucher zunächst in das Nachbarhaus mit der Nummer 265, in dem sich damals das Geschäft Keg's Koffiehandel befand. Diesen Laden erwähnt Anne Frank unter anderem in ihrem Tagebuch. Prinsengracht 263 ist das Gebäude, in dem sich die Firma Opekta befand und das der Familie als Versteck diente.

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