Wetter, Klima und Reisezeit in USA Osten

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind im Vergleich zu Deutschland ein sehr großes Land. Neben verschiedenen Zeitzonen treffen Sie dort auch, je nachdem wo Sie sich aufhalten, auf mehrere Klimazonen. Da sich der Osten der USA über mehrere Staaten mit unterschiedlichen geografischen sowie klimatischen Gegebenheiten erstreckt, ist es nicht möglich, eine für die gesamte Region ideale Reisezeit zu nennen.

Der Osten der USA ist reicher an Niederschlag als beispielsweise der Westen. Generell herrschen an der Ostküste klimatische Verhältnisse, die in etwa mit den Wetterbedingungen in Mitteleuropa vergleichbar sind. Die gemäßigten klimatischen Verhältnisse mit adäquaten Niederschlagsmengen und seltenen Wetterextremen wie Überschwemmungen oder Trockenheit schaffen nicht nur ideale Bedingungen für die Landwirtschaft, sondern sind auch zum Reisen ideal.

Allerdings gehen die globalen Klimaveränderungen auch an den USA nicht spurlos vorüber. So wird der Osten der Vereinigten Staaten vermehrt von extrem trockenen Sommern heimgesucht und falls es einmal regnet, dann ausdauernd. Die Regenschauer werden oft von Stürmen begleitet, die Hurrikan-Ausmaße erreichen können. Extrem kalte Winter können dafür sorgen, dass das Leben – vor allem in Metropolen wie New York City und Boston – für mehrere Tage komplett zum Stillstand kommt.

Innerhalb einiger Staaten an der Ostküste kann sich das Klima bereits auf kurzen Distanzen wesentlich unterscheiden. In New York, das auf dem gleichen Breitengrad wie Rom liegt, ist es beispielsweise in den Sommermonaten sehr warm und das Thermometer klettert nicht selten auf über 30 Grad Celsius. Etwas weiter Richtung Landesinnerem, zum Beispiel in den Appalachen, ist das Klima schon wesentlich kühler, was in erster Linie auf die Höhenlage zurückzuführen ist.

In den Appalachen ist vor allem eine Reise im Herbst lohnenswert. Hier finden Sie mit dem "Appalachian Trail" einen der längsten Fernwanderwege der Welt. Eine Wanderung auf dem Trail ist besonders während des "Indian Summer" lohnenswert, der sich vor allem durch sonnige Herbsttage und bunt leuchtende Blätter in den Laub- und Mischwäldern entlang der Strecke auszeichnet. In dieser trockenen Wetterphase ist es warm, aber nicht mehr so heiß oder schwül wie im Sommer. Die besten Monate, um den Indian Summer zu erleben, sind Oktober und November.

So heiß die Sommer in dieser Gegend sind, so kalt sind vor allem im Norden der Ostküste die Winter. Diese Jahreszeit kann im Dezember und Januar nicht nur eisige Temperaturen, sondern auch extreme Schneefälle mit sich bringen. Maßgeblich für die schneereichen Monate ist der polare Jetstream, der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt und in Verbindung mit den Tiefs vor der atlantischen Küste für das extreme Klima sorgt. Falls Sie die nördlichen Staaten des amerikanischen Ostens – also Maine, New Hampshire, Massachusetts, Vermont oder New York – im Winter besuchen, können Sie im Central Park oder Rockefeller Center in New York City Schlittschuh laufen und in den Bergen von Vermont Wintersport betreiben.

Der Sommer bietet sich für ausgedehnte Touren entlang der Küste an – in Connecticut, Rhode Island, Massachusetts und Maine können Sie an traumhaften Stränden Urlaub machen.

Beachten Sie bei einer Reise in die USA, dass Temperaturen in Fahrenheit und nicht in Celsius angegeben werden. Null Grad Celsius entsprechen dabei 32 Grad Fahrenheit. Da die Formel für die Umrechnung ziemlich kompliziert ist, ist es am einfachsten, diese mit einem entsprechenden Programm im Internet vorzunehmen – oder als grobe Orientierung: – 30, und durch 2 teilen.

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