Uxmal - Maya-Ruinen ungestört genießen

Die Maya-Ruinen von Uxmal befinden sich im nördlichen Bereich der mexikanischen Halbinsel Yucatán und gehören seit 1996 zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Mexiko Uxmal
Uxmal - Maya-Ruinen ungestört genießen

Uxmal ist eine ehemalige Maya-Stadt, die nach Chichen Itzá die größte bisher bekannte Ansiedlung des alten Volkes auf der Yucatán-Halbinsel ist. Die Ausgrabungsstätte befindet sich rund 80 Kilometer südlich von Mérida im Inselinneren. Uxmal eignet sich aufgrund der großen Entfernung zu den touristischen Zentren Playa del Carmen und Cancún nicht als Ziel für einen Tagesausflug von diesen Orten. Aus diesem Grund bleibt die Ausgrabungsstätte von großen Besuchergruppen weitestgehend verschont. In Uxmal haben Sie die Gelegenheit, die Kultur und Architektur der Mayas vergleichsweise ungestört zu genießen und die charaktervolle Ausstrahlung der einzelnen Pyramiden, Tempelanlagen und Wohnkomplexe ungestört zu bewundern. Der Übersetzung nach bedeutet der Name Uxmal so viel wie "dreimal gebaut". Die Bezeichnung deutet darauf hin, dass die Siedlung mehrfach um – bzw. ausgebaut wurde. Die Stadt erlebte ihre Blütezeit im 9. und 10. Jahrhundert. Ein bis zwei Jahrhunderte später teilte sie das Schicksal vieler anderer Maya-Städte und wurde komplett verlassen.

Das gewaltigste Gebäude in der alten Maya-Stadt ist der sogenannte Gouverneurspalast, der sich auf einer Plattform erhebt. Die Fassade des Bauwerks besitzt eine Länge von nahezu 100 Metern und verfügt über gut erhaltene Reliefs und Stuckarbeiten im Puuc-Stil. Im Inneren des Gebäudes befinden sich 14 Räume von unterschiedlicher Größe. Die Türstürze bestanden einst aus dem äußerst widerstandsfähigem Chicozapote-Holz. Das bemerkenswerteste Relikt des Bauwerks ist eine Steinfigur auf der Terrasse. Sie zeigt zwei Jaguare, deren Körper miteinander verschmolzen sind. Die Steinfigur stellt einen alten Thron dar, der dem damaligen Herrscher als Sitzplatz gedient haben mochte. Der Gouverneurspalast ist mit zahlreichen aufwendigen Steinarbeiten verziert worden. Masken, Schlangenköpfe und Hieroglyphen befinden sich am oberen Teil der Fassade und der umlaufenden Mauer. Der Palast liegt eingebettet in einen ganzen Gebäudekomplex, der sich auf derselben Plattform befindet. Er ist über zwei Treppen zu erreichen, die am nördlichen Rand auf die Ebene führen.

An den Gebäuden von Uxmal haben zahlreiche Steinmetzarbeiten und Reliefverzierungen die Zeit verhältnismäßig unbeschadet überstanden. Allgegenwärtig sind Darstellungen des Regengottes Chaac, der im Leben der Mayas eine bedeutender Rolle gespielt haben muss. Am Eingang der Maya-Stadt werden Sie von einem Tempel mit der Bezeichnung "Haus des Zauberers" begrüßt. Der Tempel besitzt eine Höhe von 39 Metern und wurde insgesamt fünfmal überbaut und aufgestockt. Bis heute ungeklärt ist die Bestimmung des sogenannten Nonnenvierecks. Dabei handelt es sich um vier Palastbauten, die in allen vier Himmelsrichtungen um einen Platz angeordnet wurden. Auffällig sind die zahlreichen Darstellungen des Regengottes an den Außenfassaden. Der Komplex umschließt insgesamt 74 Zimmer. Zu den eindrucksvollsten Bauwerken in Uxmal gehört die Hauptpyramide. Sie besitzt einen Grundriss von 80 × 80 Metern und befindet sich an der Rückseite des Gouverneurspalastes.

Das Zentrum der Maya-Stadt ist nahezu komplett restauriert und für Besucher zugänglich. Weitaus größere Teile des Komplexes liegen verborgen im Wald und können nicht besichtigt werden. Am Eingang der Anlage befindet sich ein Besucherzentrum mir einem kleinen Museum. Wenn Sie Uxmal nicht auf eigenen Faust besuchen wollen, können Sie sich einem geführten Ausflug anschließen, der zweimal täglich in Mérida startet. Darüber hinaus halten die Busse des öffentlichen Nahverkehrs von und nach Campeche an der Ausgrabungsstätte. Mehrere Hotels liegen in unmittelbarer Nähe der alten Maya-Stadt. Gegebenenfalls können Sie die Unterkünfte als Übernachtungsmöglichkeit nutzen. Die Besucher verteilen sich in der weitläufigen Anlage schnell und lassen Ihnen genügend Raum für eine ausführliche Besichtigungstour. Jeden Abend taucht eine Light and Sound Show die alten Gebäude in ein geheimnisvolles Licht. Die Show ist im Eintrittspreis inbegriffen und gehört bei der Mehrzahl der geführten Touren zum Standardprogramm nach dem Abendessen. Die Lichtinszenierung wird begleitet von Klängen einer Buschtrommel, die den mystischen Effekt der Vorführung verstärken soll.

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