Wetter, Klima und Reisezeit in Ägypten

Ägypten liegt zwar direkt am Nil und ist teilweise von Meer umgeben, es befindet sich jedoch innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels. Das bedeutet, dass es hier dauerhaft trocken ist und über das gesamte Jahr verteilt nur wenig Niederschlag fällt. Vor allem im mittleren Bereich des Landes ist Regen ausgesprochen selten.

In Ägypten lassen sich grundsätzlich fünf unterschiedliche Klimagebiete voneinander unterscheiden. An der etwa 700 Kilometer langen Mittelmeerküste finden Sie sehr warme Sommer und milde Winter mit Durchschnittstemperaturen von bis zu 20 Grad. In der Nacht können die Temperaturen im Winter auf bis zu acht Grad sinken.

Nicht nur der nördliche Küstenstreifen sondern auch das Nildelta unterliegt einem mediterranen Einfluss. Hier kommt es hin und wieder zu vereinzelten Niederschlägen. In der Hauptstadt Kairo regnet es allerdings kaum – im Schnitt nur etwa zweimal im Jahr. Im Sommer erwarten Sie hier hohe Temperaturen mit bis zu 42 Grad Celsius. Der Süden des Landes ist sogar noch ein wenig heißer. Hier können Temperaturen von über 42 Grad Celsius erreicht werden.

Grundsätzlich ist das trockene Klima Ägyptens jedoch besser verträglich als die Wetterlage in anderen Ländern, die zusätzlich zu den hohen Temperaturen über eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit verfügen. Die höchsten Temperaturen erreicht das Land im Frühjahr und Sommer. Je nachdem, in welcher Region in Ägypten Sie sich aufhalten, können auch die Nächte sehr warm mit um die 28 Grad Celsius sein.

Im Norden des Landes, zum Beispiel in Städten wie Alexandria, ist das Klima für Europäer etwas angenehmer, denn die Temperaturen liegen hier im Schnitt zwei bis drei Grad unter denen im Süden des Landes und es weht immer eine leichte vom Meer kommende Brise. Außerdem können hier im Winter auch stärkere Winde wehen und das ganze Jahr über kann es zu Niederschlägen kommen. Die rund 30 Regentage in Ägypten fallen zumeist vorwiegend auf die Regionen an der Küste. Hier ist es in den Sommertagen angenehmer als im Herzen des Landes oder in den großen Ballungszentren, wo die Luft oft steht. Besonders im oberen Nildelta, rund um die Stadt Alexandria, können Sie vor allem nachts mit erfrischenden Temperaturen rechnen.

Die Wintertemperaturen in Ägypten können bis auf fünf Grad Celsius sinken. Typisches Herbst- und Frühjahrswetter ist in Ägypten kaum vorhanden. Die Übergänge sind fließend und die klassischen Jahreszeiten wie in Europa gibt es hier nicht.

Wenn Sie einen Urlaub in Ägypten planen, sollten Sie Ihre Reise nach Möglichkeit weder in den Hochsommerwochen noch in den Wintermonaten planen. Nicht nur ist es im Sommer oft unerträglich heiß, sondern oft auch überlaufen. Die beste Reisezeit, vor allem zur Besichtigung der monumentalen Sehenswürdigkeiten, ist der Frühling. Besonders von April bis Anfang Mai, wenn es meist weder zu heiß noch zu kühl ist, ist die perfekte Gelegenheit, um die Kultur und die Menschen Ägyptens kennenzulernen. In diesen Wochen können Sie ohne zu schwitzen die Pyramiden und Tempel aus der Pharaonenzeit den ganzen Tag besichtigen.

Ebenfalls eine gute Reisezeit ist der Herbst. Im Oktober sind die Temperaturen zwar noch sehr warm, jedoch nicht mehr unerträglich heiß. Das sind die idealen Voraussetzungen, um in Ägypten einen Badeurlaub zu genießen. Selbst im November können Sie noch mit Tagestemperaturen um die 25 Grad rechnen. In den Abendstunden kühlt es jedoch bereits auf etwa 18 Grad ab.

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