Arbeiten in Gambia

Gambia gehört zu den ärmsten Ländern der Erde. Das Land besitzt keine nennenswerten Bodenschätze und es gibt keine ausgeprägte industrielle Fertigung.

Wichtigster Industriezweig in Gambia ist die Landwirtschaft. Knapp 70 Prozent aller Einwohner arbeiten in diesem Bereich. Es folgen der wirtschaftlichen Bedeutung nach der Tourismussektor und die Fischerei. Die besten Aussichten, eine Arbeit in Gambia zu finden, bestehen im Tourismussektor. Wegen des nahezu vollständigen Fehlens industrieller Infrastrukturen bestehen in der Industrie kaum Aussichten auf einen Arbeitsplatz. Ausländische Unternehmen unterhalten in Gambia nur vereinzelt Niederlassungen.

In Gambia sind zahlreiche Hilfsorganisationen tätig, die in dem westafrikanischen Land medizinische oder gesellschaftliche Projekte unterstützen oder selbst organisieren. Diese Organisationen suchen hin und wieder Mitarbeiter für die unterschiedlichsten Projekte. Die Tätigkeit beruht in den meisten Fällen auf Freiwilligkeit und wird nicht vergütet. Die Einkommen in Gambia liegen weit unter westeuropäischen Standards. Mehr als die Hälfte aller Einwohner haben nach statistischen Erhebungen weniger als einen US-Dollar am Tag zum leben. Die Preise für Lebensmittel sind entsprechend moderat. Wer eine Arbeit in Gambia aufnimmt, sollte sich um eine Auslandskrankenversicherung und eine Rentenversicherung in Deutschland kümmern.

Eine andere Möglichkeit, in Gambia dauerhaft mit einer Beschäftigung Fuß zu fassen, besteht im Aufbau einer eigenen Farm. Es gibt viel brachliegendes Land in Gambia und zahlreiche Dörfer sehen die Ansiedlung eines hellhäutigen Europäers als Bereicherung für die Dorfgemeinschaft. Über die Landvergabe wird im Dorf entschieden. Dabei spielen die Sympathie und die anschließende Nutzung des Landes eine große Rolle. Wer plant, das zugesprochene Land zu kommerziellen Zwecken zu nutzen, etwa um eine Lodge zu errichten, muss einen höheren Preis entrichten. Beim Aufbau einer Farm wird das Land mit etwas Glück sogar kostenlos vergeben. Wichtig ist die schnelle Einzäunung des Areals, denn freilaufende Ziegen, Rinder und Esel können großen Schaden anrichten. Darüber hinaus muss ein eigener Brunnen gegraben werden, um sich von der dörflichen Wasserversorgung unabhängig zu machen.

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