Feiertage, Events und Festivals in Gambia

Obwohl die politische und wirtschaftliche Bedeutung Gambias ab Mitte des 17. Jahrhunderts eng mit der aufkommenden Sklaverei verknüpft war, gilt seit der Kolonialzeit der Sonntag als wöchentlicher Ruhetag. Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird dieser auf den folgenden Montag verschoben, der dann arbeitsfrei ist.

Der Freitag ist der muslimische Gebetstag und strenggläubige Moslems halten nach dem Mittagsgebet (oder auch Freitagsgebet genannt) ihre Geschäfte geschlossen. Da in Gambia oft und sehr gern gefeiert wird, gibt es neben den weltlichen und religiösen Feiertagen noch unzählige Feste auf regionaler Ebene. Die vielen verschiedenen in Gambia ansässigen Volksgruppen, die zumeist auch ihre eigenen Traditionen und Sprachen pflegen, organisieren ihre Feste und Veranstaltungen meist lokal oder regional, mit wenig Budget und in kleinem Rahmen.

Die Menschen Gambias sind sehr gastfreundlich. Deshalb werden Fremde, Besucher und Touristen mit offenen Armen empfangen und in die Festlichkeiten vorurteilsfrei einbezogen. Überregionale Volksfeste, die vergleichbar mit dem Deutschen Oktoberfest Gäste aus allen Teilen der Welt anlocken, hat Gambia zwar nicht zu bieten, lohnend ist aber selbst der Besuch eines einfachen Wochenmarktes. Hier lernen Sie durch den direkten Kontakt und eine unkonventionelle Konversation oft in kurzer Zeit mehr über Land und Leute, als bei lauten und organisierten Massenveranstaltungen. Weiterhin finden in der Weihnachtszeit sowie an den islamischen Feiertagen Koriteh und Tabaski in den großen Städten Veranstaltungen statt. Ganzjährig gibt es Tänze und akrobatische Straßenaufführungen zu sehen.

Gambia ist ein muslimisches Land und obwohl nur circa zehn Prozent der Bevölkerung Christen sind, haben neben den muslimischen Feiertagen auch christliche Feste einen Platz im Feiertagskalender des Landes. Dies ist der britischen Kolonialgeschichte des Landes geschuldet.

Die muslimischen Feiertage sind der Milad al-Nabi (Geburtstag des Propheten), der Koriteh (Ende des Ramadan) und der Tabaski (Opferfest). Tabaski gehört neben dem Koriteh zu den bedeutendsten Festen im gambischen Leben. Es ist in seiner Bedeutung vergleichbar mit dem christlichen Weihnachtsfest. Als christliche Feiertage gelten Neujahr, Karfreitag, Ostermontag, Mariä Himmelfahrt und Weihnachten. Landesspezifische Feiertage sind der Unabhängigkeitstag am 18. Februar und der Revolutionstag am 22. Juli. Wie überall auf der Welt wird auch in Gambia am 1. Mai der Tag der Arbeit gefeiert.

Islamische Feiertage werden nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Deshalb kann es im täglichen öffentlichen Geschäftsablauf zu Unterbrechungen sowie Änderungen (zum Beispiel bei Öffnungszeiten) und deshalb zu Einschränkungen für Sie kommen. Außerhalb der Hotels sind dann tagsüber viele Restaurants geschlossen und der Genuss von Alkohol und Zigaretten nur eingeschränkt möglich oder gar verboten. Es kann sein, dass Sie dann auch innerhalb von Hotelanlagen Ihre Mahlzeiten oder Getränke nur im Hotelrestaurant oder auf dem Zimmer einnehmen können.

Während des Eid al-Fitr und des Eid al-Adha kann es ebenso zu Beeinträchtigungen kommen. Diese muslimischen Feste haben aber keine bestimmte Zeitdauer und können je nach Region zwischen zwei und zehn Tage dauern. Christliche Feiertage, wie Weihnachten und Neujahr, werden wie anderswo auch zu festen Terminen gefeiert, teilweise beruhen auch sie aber auch auf den Mondphasen, wie zum Beispiel die österlichen Feiertage Karfreitag und Ostermontag. Internationale, meist aus westlichen Kulturkreisen stammende Bräuche wie beispielsweise Halloween oder Karneval werden in Gambia kaum, und wenn dann nur von Einwanderern oder innerhalb von Hotelanlagen, gefeiert.

TOP