Gambia - Impfungen und Gesundheitsvorsorge

In Gambia ist eine gewisse medizinische Grundversorgung gewährleistet, sie ist allerdings nicht mit den europäischen Standards zu vergleichen. Die Versorgung mit modernen technischen Gerätschaften ist schwierig und die hygienischen Bedingungen sind oft problematisch. Gerade im Landesinneren fehlt es an Fachpersonal, welches nach europäischen Standards ausgebildet ist. Ein größeres staatliches Krankenhaus ist zum Beispiel das Royal Victoria Hospital in Banjul. Weiterhin gibt es ein Krankenhaus in Farafenni und das Bansang Hospital, das allerdings über 300 Kilometer landeinwärts liegt. Nahe der britischen High Commission in Fajara befindet sich ein recht gut ausgestattetes medizinisches Forschungszentrum.

Allen Reisenden nach Gambia wird dringend empfohlen, sich um einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Rettungsrückflugversicherung zu kümmern. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland kommen für die in Gambia entstehenden Kosten für ärztliche Versorgung und Heilbehandlungen nicht auf. Üblicherweise verlangen die Ärzte und Krankenhäuser vor Ort von den Touristen den Rechnungsbetrag für die Behandlung im Voraus.

Eine gut ausgestattete Reiseapotheke sollte jeder Tourist dabei haben. Sie sollten insbesondere Medikamente gegen Magen- und Durchfallerkrankungen, Sonnenschutzmittel und Insektenspray mit sich führen. Jede gute Apotheke berät Sie ausführlich und stellt Ihnen ein entsprechendes, dem Reiseziel angepasstes Paket zusammen. Achten Sie auf die Zoll- und Einfuhrbestimmungen.

Neben der auch in Deutschland üblichen Grundimmunisierung gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Masern wird eine Impfung gegen Hepatitis A und Gelbfieber dringend angeraten. Weiterhin besteht die Gefahr von Cholera, Hepatitis B, Meningokokken, Tollwut, Typhus, Zeckenbissfieber und Malaria. Achten Sie besonders auf Hygiene und sauberes Wasser. Darüber hinaus ist Aids/HIV in Gambia ein großes Problem. Minimieren Sie Infektionsrisiken, indem Sie sich aktiv schützen. Nicht nur ungeschützte sexuelle Kontakte, auch unsaubere Spritzen, Kanülen und Bluttransfusionen stellen hier ein großes Risiko dar.

Stand: Juni 2012

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/.

Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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