Verkehrsnetz in Gambia

Die Infrastruktur Gambias ist historisch bedingt mit dem Gambia-Fluss verbunden. Er war der Haupthandels- und Transportweg zum Hinterland. Der Gambia-Fluss ist knapp 400 Kilometer ins Landesinnere mit dem Schiff befahrbar.

Hochseeschiffe können, bedingt durch ihren Tiefgang, den Gambia knapp 200 Kilometer weit befahren. Jedoch wird er seit den 1980er-Jahren meist nur noch für den touristischen Passagierverkehr genutzt. Für Transportzwecke spielt er eigentlich keine Rolle mehr. Über den Fluss fahren einige Fähren, die für Personen und Kraftfahrzeuge eine wichtige Verbindung zwischen dem Nord- und dem Südteil des Landes darstellen.

Der öffentliche Personenverkehr hat sich fast ausschließlich auf die Straße verlagert. Das Straßennetz ist dünn, weniger als ein Drittel davon ist asphaltiert. Die beiden wichtigsten Hauptverkehrsadern sind die nördlich des Gambia-Flusses verlaufende North Bank Road und die etwas bedeutendere South Bank Road, die von Banjul über Brikama bis nach Basse Santa Su durch das ganze Land verläuft. Diese Straßen werden von Buschtaxis (Minibussen) abgefahren, die Sie durch einfache Handzeichen anhalten können. Weiterhin übernehmen gelbe und grüne Taxis den Personennahverkehr, wobei die grünen staatlich lizenziert sind und auch als Touristen-Taxis fungieren.

Der Schienenverkehr ist nicht erwähnenswert. Der einzige Flughafen Gambias befindet sich etwas außerhalb von Banjul.

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