Mama Afrika – Frauenmuseum und Kunstzentrum

Das Mama Africa Women’s Museum and Art Centre ist ein Kunstzentrum und Frauenmuseum in der gambischen Stadt Batokunku.

Mama Afrika
Mama Afrika

Das Mama Africa Women’s Museum and Art Centre wurde von der gambischen Künstlerin Isha Fofana mit dem Ziel gegründet, die Geschichte der afrikanischen Frauen nachzuzeichnen und ihnen auf diesem Weg Anerkennung zukommen zu lassen. Isha Fofana wurde im Jahr 1965 geboren und lebte zwischen 2000 und 2008 in Deutschland. Die Künstlerin eröffnete 2006 in Köln mit der Galerie "Mama Afrika" ein Begegnungszentrum für Liebhaber afrikanischer Kultur. Ein Jahr später wurde sie zur offiziellen Vertreterin der Künstler Gambias ernannt. Im Jahr 2008 trat die gambische Künstlerin der "International Artist Association" bei und kehrte in ihr Heimatland zurück. In Gambia gründete sie die gemeinnützige Organisation "Mama Africa" und eröffnete im Jahr 2010 in der Stadt Batokunku das Frauenmuseum und Kunstzentrum. Isha Fofana ist Mitglied in zahlreichen internationalen Künstlervereinigungen und darüber hinaus Aufsichtsratsvorsitzende des National Centre for Arts & Culture.

Im Mama Africa Women’s Museum and Art Centre in Batokunku haben Sie die Gelegenheit, tief in die Kultur und Kunst des afrikanischen Kontinents einzutauchen. Im Frauenmuseum werden zahlreiche Ausstellungsstücke gezeigt, die eindrucksvoll die Verbindung von Kunst und Alltag in Gambia dokumentieren. In der umfangreichen Sammlung werden Kochutensilien, Musikinstrumente, traditionelle Kleidung, Masken und Schmuckstücke gezeigt. Mit dem Museum verfolgt die Künstlerin das Ziel, den afrikanischen Frauen Wertschätzung und Anerkennung zuteilwerden zu lassen. Neben kunstvoll gearbeiteten Alltagsgegenständen werden historische Exponate aus verschiedenen Zeitepochen präsentiert. Die Räumlichkeiten können Sie auf eigene Faust betreten und erkunden oder sich einer Führung anschließen. Sie erfahren auf einem Rundgang durch das Museum interessante Details zur Geschichte der Frauen in Afrika und erhalten einen Einblick in das alltägliche Leben in Gambia. Insbesondere in den ländlichen Regionen im Landesinneren ist der Alltag gambischer Familien entbehrungsreich und erfordert viel Kreativität bei der Herstellung einfacher Haushaltsgegenstände.

In dem Komplex ist neben dem Frauenmuseum ein Kunstzentrum untergebracht. In diesem Bereich können Sie die Gemälde und Zeichnungen von Isha Fofana bewundern. Die Bilder faszinieren durch ihre farbenfrohe Gestaltung einzelner Szenen. Die schlanken schwarzen Figuren vor einem farbgewaltigen Hintergrund machen die Gemälde zu unverwechselbaren Kunstwerken. Die ausdrucksstarken Bilder erzählen Geschichten aus dem Alltagsleben der gambischen Frauen, das oft zwischen Unterdrückung, Hoffnung und Glück schwankt. Neben den eindrucksvollen Bildern sind zahlreiche Skulpturen der Künstlerin im Kunstzentrum ausgestellt. Viele von ihnen befinden sich in einer schön gestalteten Gartenanlage. Hier finden das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen statt, die sich mit afrikanischer Kunst und Kultur beschäftigen, wie die Nacht der afrikanischen Geschichten und verschiedene Kunstkurse. Isha Fofana ist Leiterin des Projektes "Girls in Art". Sie ermöglicht es jungen gambischen Frauen in Kunstkursen verschiedene Techniken und Fertigkeiten beim Töpfern, Malen, Schnitzen und künstlerischem Gestalten zu erlernen. Auf diese Weise werden junge Frauen in die Lage versetzt, selbst Einkommensmöglichkeiten zu generieren.

Im Außenbereich der Gartenanlage können Sie Ihren Rundgang für den Genuss einer Tasse Kaffee oder Tee unterbrechen. In einer reizvollen Umgebung befindet sich hier ein kleines Café mit angeschlossenem Bistro. Hier haben Sie die Gelegenheit, die landestypische gambische Küche kennenzulernen. Die Ideen von Isha Fofana in Bezug auf Design und Innendekoration können Sie in der Musu Kunda Art Residence bewundern. Dabei handelt es sich um sechs offene Appartements mit eigener Terrasse, die von der Künstlerin gestaltet wurden. Beim Bau wurde auf umweltfreundliche Materialien und ökologische Stromerzeugung aus Solarenergie geachtet. Einen entspannten Abschluss findet der Besuch im Mama Afrika Frauenmuseum und Kunstzentrum mit einem Bummel zum ruhigen feinsandigen Strand, der sich nur drei Gehminuten von dem Areal entfernt befindet. "Mama Africa" ist ein außergewöhnlicher Ort für kreative Workshops, afrikanische Kunst und fesselnde Veranstaltungen. Der Eintritt in das Museum und Kunstzentrum kostet 50 Dalasi.

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