Impfungen und Gesundheit auf den Kapverden

Bei der Einreise in den afrikanischen Inselstaat Kap Verde ist eine Impfung gegen Gelbfieber zwingend vorgeschrieben, sofern die Einreise aus Infektionsgebieten erfolgt. Bei direkter Anreise aus Mitteleuropa ist dieser Impfschutz nicht erforderlich.

Vor einer Reise auf die Kapverden wird empfohlen, den Standardimpfschutz nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zu überprüfen. Ist der Impfschutz abgelaufen, sollten eine Auffrischung des Impfschutzes gegen Keuchhusten, Diphterie, Tetanus und Polio erfolgen. Gegebenenfalls sollten in die Vorsorge der Impfschutz gegen Mumps, Masern, Röten und Influenza einbezogen werden. Bei einem Langzeitaufenthalt auf der Inselgruppe werden Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie gegen Typhus empfohlen.

Die Ausbreitung der Ebola-Epidemie in einigen Ländern Westafrikas hat auf den Kapverden zu einem Einreiseverbot für Reisende aus Liberia, Guinea, Nigeria, Senegal und Sierra Leone geführt. Obwohl auf dem Archipel bislang keine Fälle einer Ebola-Erkrankung registriert wurden und die Ausbreitung der Epidemie wegen der isolierten Lage des Landes unwahrscheinlich ist, kann ein Übergreifen der Ebola-Epidemie nicht ausgeschlossen werden. Das Auswärtige Amt informiert auf seiner Webseite ständig über den aktuellen Stand.

Im Jahr 2010 kam es auf den Kapverden zum Ausbruch einer Dengue-Fieber-Epidemie, in deren Verlauf einige Personen an der Erkrankung starben. Dengue-Fieber wird durch Stechmücken übertragen. Präventivmaßnahmen der Regierung mit einer aktiven Mückenbekämpfung und gesundheitlicher Aufklärung führten zu einer Eindämmung der Gefahr und es werden nur noch vereinzelt Fälle einer Erkrankung gemeldet. Derzeit gibt es weder einen geeigneten Impfschutz noch eine Prophylaxe gegen Dengue-Fieber. Aus diesem Grund sollte während des Aufenthaltes jederzeit auf einen ausreichenden Mückenschutz geachtet werden.

Ein geringes Malariarisiko besteht nur auf der Hauptinsel Santiago im Zeitraum von August bis November. Eine Prophylaxe mit Medikamenten wird nicht empfohlen. Das Risiko einer Durchfallerkrankung und einer Darminfektion durch Salmonellen ist auf allen Inseln des Archipels vorhanden. Eine umfangreiche Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene beugt den Erkrankungen vor. Die intensive Sonneneinstrahlung auf den Kapverden darf unter keinen Umständen unterschätzt werden. Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor gehören aus diesem Grund zu jeder Jahreszeit ins Reisegepäck.

Die medizinische Versorgung auf den Kapverdischen Inseln ist unterentwickelt und nicht mit europäischen Standards zu vergleichen. Eine fachgerechte Notfallhilfe und Kliniken mit adäquater technischer Ausstattung gibt es nur in der Hauptstadt Praia auf der Insel Santiago und in Mindelo auf der Insel São Vicente. Bei schwerwiegenden Erkrankungen auf anderen Inseln des Archipels wird unter ungünstigen Umständen eine Evakuierung per Flug auf die Kanarischen Inseln oder das europäische Festland erforderlich. Eine Auslandskrankenversicherung sollte vor Reiseantritt unbedingt abgeschlossen werden. Sie übernimmt die Kosten für einen eventuell fälligen Krankenrücktransport und die Behandlungskosten, falls die Dienste eines Privatarztes in Anspruch genommen werden.

Stand: September 2014

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/. Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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