Wetter, Klima und beste Reisezeit Kapverden

Das Klima auf den Kapverden ist mild-ozeanisch und ganzjährig trocken. Die Inselgruppe liegt wie der Inselarchipel der Kanaren im Einflussbereich des Nordostpassats.

Wetter Kapverden
Wetter Kapverden

Auf der Inselgruppe der Kapverden herrscht mildes Klima, das stark von ozeanischen Einflüssen geprägt ist. Der stetig wehende Nordostpassat lässt die hohen Temperaturen im Sommer erträglich und angenehm erscheinen. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind gering und betragen meist nicht mehr als 5 °C. Die Luftfeuchtigkeit auf den Inseln schwankt im Jahresvergleich nur mäßig und liegt bei rund 70 Prozent. Auf den Kapverden gibt es keine deutliche Ausprägung der Jahreszeiten. Grundsätzlich wird zwischen Winter und Sommer unterschieden, wenngleich die Tagestemperaturen nur geringfügig schwanken.

Das ganze Jahr über herrscht auf den Inseln der Kapverden trockenes Klima. Eine kurze Regenzeit beginnt im August und endet im Oktober. Zu dieser Zeit kann es kurzzeitig zu heftigen Regenfällen kommen, die trockene Flusstäler und Bachläufe binnen kurzer Zeit mit Wasser füllen. Die höchste Niederschlagswahrscheinlichkeit liegt in den Nachmittagsstunden. In der Hauptstadt Praia auf der Insel Santiago liegt die durchschnittliche jährliche Regenmenge bei 260 mm. Der August und der September sind mit fünf bzw. sechs durchschnittlichen Regentagen die niederschlagsreichsten Monate im Jahresvergleich. Von November bis Juli herrscht, von wenigen Ausnahmen abgesehen, durchgängig sonniges Wetter.

Der Winter zieht sich auf den Kapverden von Januar bis April hin. In dieser Jahreszeit liegen die Tageshöchsttemperaturen zwischen 21 und 23 °C. In den Morgenstunden können die Werte unter die 18-Grad-Marke fallen. Der meist böige Nordostpassat lässt die Temperaturen an den Küsten im Januar und Februar deutlich kühler erscheinen. Ab Mitte März steigen die Tagestemperaturen spürbar an und der Wind lässt etwas nach. Warme Bekleidung ist bis April in den Abendstunden oft erforderlich.

Der Mai und der Juni bilden die klassische Nebensaison auf den Inseln der Kapverden. Selbst an den flachen Küsten der östlichen Inseln weht der Passat nur schwach und Niederschläge fallen nicht. Die Temperaturen klettern tagsüber auf Werte um 27 °C und die Wassertemperaturen liegen zwischen 22 und 24 °C. Ende Juni beginnt der Hochsommer auf dem Inselarchipel und die Temperaturen steigen auf Werte von 30 °C. Ende Juli wird es zunehmend schwül und die Luftfeuchtigkeit steigt spürbar an. Im Juli und August herrscht an den Stränden der Kapverden Hochbetrieb, denn in dieser Zeit befinden sich die meisten Feriengäste auf den Inseln. Im August erreichen die Wassertemperaturen Werte von bis zu 26 °C und ein Sprung in die Fluten des Atlantischen Ozeans ist eine willkommene Erfrischung.

Der September ist der feuchteste Monat auf den Kapverden und der Himmel ist oft bedeckt. Regenfälle erwecken die Vegetation auf den kargen Inseln zum Leben und selbst halbwüstenähnliche Regionen präsentieren sich im grünen Gewand. Grundsätzlich ist die Flora und Fauna auf der Inselgruppe vergleichsweise artenarm. Pflanzen, die an lange Trockenperioden gewöhnt sind, dominieren weitestgehend das Landschaftsbild. Einige wenige Mangrovensümpfe befinden sich in den östlichen Bereichen einiger Inseln. Säugetiere gab es auf den Kapverdischen Inseln bis zum Eintreffen der ersten Siedler praktisch nicht. Zu den einheimischen Reptilien gehören Skinke und Geckos und einige Strände werden von Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht.

Einen großen Einfluss auf das Wetter und Klima hat der Nordostpassat, der ganzjährig mehr oder minder intensiv weht. Aus diesem Grund ist es an den nördlichen und östlichen Seiten einer Insel meist 2-3 °C kühler als im Windschatten in den westlichen und südlichen Regionen. Eine Ausnahme bilden die flachen Inseln Boa Vista und Sal, über die der Wind nahezu ungehindert hinwegstreichen kann. Ein Wetterphänomen, das vor allem im Dezember und Januar auftritt, ist ein heißer trockener Wüstenwind, der als Bruma seca bezeichnet wird. Er trägt Unmengen an feinem Saharastaub im Gepäck und überzieht ganze Regionen des Archipels mit einer rötlichen Staubschicht. Gelegentlich kommt es aufgrund der Sandstürme zu Beeinträchtigungen des Flugverkehrs.

Die beste Reisezeit für die Kapverden hängt von den geplanten Aktivitäten und den bevorzugten Freizeitbeschäftigungen ab. Die Inseln Boa Vista und Sal sind hervorragend für einen Strandurlaub geeignet, denn die Wassertemperatur sinkt selbst in den Wintermonaten nicht unter die 20-Grad-Marke ab. Zwischen Juni und August liegt die beste Zeit für einen Badeurlaub. Danach wird es unangenehm schwül und die Regenwahrscheinlichkeit nimmt zu. Zum Wandern und für Trekking-Touren eignet sich die Zeit zwischen April und Juni sowie zwischen November und Dezember am besten, wenn sich die Tagestemperaturen auf einem angenehmen Level eingependelt haben.

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