Sal

Sonne, Strand und Meer – die sonnenverwöhnte Insel Sal besitzt kilometerlange Sandstrände, kristallklares Wasser und eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur.

Kapverden Sal
Kapverden Sal

Sal gehört zur Nordgruppe der Kapverdischen Inseln und ist Teil einer Inselkette, die als "Inseln über dem Wind" bezeichnet werden. Gemeinsam mit der Insel Boa Vista zählt sie zu den meistfrequentierten Reisezielen auf den Kapverden. Das Eiland entstand vor etwa 50 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität. Erosion sorgte dafür, dass Vulkankegel und Lavafelder weitestgehend abgetragen wurden. Heute wird das Landschaftsbild der Insel Sal von flachen Kalksteinplateaus und Dünenlandschaften geprägt. Vereinzelt ragen verwitterte Vulkanschlote aus den flachen Ebenen auf. Während im nördlichen Bereich der Insel felsige Basaltküsten überwiegen, die von dunklen Lavasandstränden unterbrochen werden, ziehen sich in den südlichen Bereichen ausgedehnte Dünenlandschaften und helle, feinsandige Strände an der Küste entlang. Sal ist, abgesehen von einzelnen Oasen mit Dattelpalmen, eine vegetationsarme Insel. Es dominieren wüstenartige Trockentäler und steinübersäte Ebenen.

Die Insel Sal war lange Zeit ein Zentrum des Salzabbaus und die Salinen Costa de Fragate nordöstlich von Santa Maria erinnern noch heute an diese Zeit. Die Gründung der Salinen geht auf den portugiesischen Geschäftsmann Antonio Martins zurück, der sich ab dem Jahr 1830 am lukrativen Salzhandel beteiligte. Für einen schnelleren Transport des Salzes zum Hafen von Santa Maria ließ der Portugiese eine Eisenbahnlinie bauen. Die Waggons waren mit Masten und Segel ausgestattet und wurden durch den konstant wehenden Nordostpassat angetrieben. Über die Salinen wird heute nur noch der Eigenbedarf der Inselbewohner gedeckt und sie sind zu einer Touristenattraktion geworden. In den Salinen von Pedra de Lume gönnen sich alljährlich zahlreiche Inselbesucher ein Bad im warmen Wasser. Die Salzseen liegen im Inneren eines Vulkankraters, der sich unterhalb des Meeresspiegels befindet. Das Wasser der lagunenartigen Seen besitzt einen hohen Salzgehalt und in Abhängigkeit von der Hautverträglichkeit wird eine Badezeit zwischen 15 und 20 Minuten empfohlen.

Buracona ist eine reizvolle Felsenbucht im Norden von Sal, die aus Basaltgestein geformt wurde. Die Besonderheit dieses Ortes besteht in einem Loch im Vulkangestein, durch das zur Mittagszeit die Strahlen der Sonne bis zum Grund der Bucht fallen. Die hellen Sonnenstrahlen zeichnen die Gestalt eines blauen Auges auf die Wasseroberfläche. Dieser magische Anblick verlieh der Bucht die Bezeichnung "Blaues Auge". Nur wenige Schritte entfernt befindet sich ein natürlich entstandenes Meerwasserschwimmbecken, das bei ruhiger See zu einem entspannten Bad einlädt. Im Winter brechen sich in der Bucht unter lautem Getöse die Wellen des Atlantischen Ozeans am Felsgestein. Die Bucht "Blaues Auge" ist über eine holprige Schotterpiste zu erreichen, die am besten mit einem allradgetriebenen Fahrzeug befahren wird.

Zu den populärsten Touristenorten auf der Insel Sal gehört die Stadt Santa Maria an der Südküste des Eilands. Binnen weniger Jahre wurde aus einem unbedeutenden Fischerdorf ein touristisches Zentrum auf den Kapverden. Zahlreiche Hotels und Appartementanlagen entstanden an den feinsandigen Stränden seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Mit seinen kilometerlangen, bis zu 200 Meter breiten Stränden hat sich Santa Maria zu einem populären Badeort entwickelt. Im Ort erwarten Sie zahlreiche Restaurants, Cafés und Souvenirläden, die in schmucken, pastellfarbenen Häusern untergebracht sind. Wahrzeichen der Stadt ist das aufwendig restaurierte Waagenhaus an der Landungsbrücke. Früher wurde dort das Salz vor der Verschiffung nach Europa abgewogen und heute befinden sich zahlreiche Souvenirläden in diesem Bereich.

Östlich von Santa Maria befindet sich eine kleine Lagune, die noch als Geheimtipp unter Badeurlaubern gilt. Im seichten, knietiefen Wasser genießen Sie ein entspanntes Bad abseits der tosenden Wellen des Atlantiks und selbst die jüngsten Feriengäste können in der Lagune gafehrlos im handwarmen Wasser planschen. Die Lagune liegt am Grijinja Strand vor einer traumhaften Bergkulisse. Die gleichnamige Strandbar existiert zwar nicht mehr, allerdings blieben die Sonnendächer nach der Geschäftsaufgabe zurück, die den Besuchern während des Badeaufenthaltes Schatten spenden.

Sal verfügt über einen internationalen Flughafen, der als Ankunftsort von zahlreichen europäischen Charterfluggesellschaften genutzt wird. Er liegt unweit der Stadt Palmeira, deren Hafen eine große Bedeutung für den Im- und Export des westafrikanischen Inselstaates der Kapverden hat. Rund fünf Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich ein einzigartiger Tauchspot mit artenreichen Korallenriffen und tiefen unterseeischen Grotten. Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum von Sal ist die Inselhauptstadt Espargos. Dort befinden sich zahlreiche Einrichtungen wie ein Gesundheitszentrum, Banken, Apotheken und Restaurants. Die rund 10.000 Einwohner von Espargos leben heute hauptsächlich vom Tourismus.

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