Auswandern nach Kenia

Das dauerhafte Auswandern nach Kenia ist ein Schritt, der gut geplant und strategisch vorbereitet werden muss.

Auswandern nach Kenia
Auswandern nach Kenia

Länder in Ostafrika nehmen in der Gunst auswanderungswilliger Europäer eher eine Nischenposition ein. Im Jahr 2001 entschlossen sich rund 320 Deutsche, nach Kenia auszuwandern. Hauptgrund für die Wahl des ostafrikanischen Landes als neuer Lebensmittelpunkt sind die faszinierenden Landschaften mit tropischen Traumstränden und artenreichen Nationalparks. Für die Einreise nach Kenia besteht für deutsche Staatsangehörige Visumspflicht. Das Visum wird an sämtlichen Grenzstationen erteilt und besitzt eine Gültigkeit von 12 Wochen. Wer plant, sich dauerhaft in Kenia aufzuhalten, benötigt eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis, die schwierig zu bekommen ist.

Größte Hürde für Auswanderungswillige stellt die Aufnahme einer Tätigkeit in dem ostafrikanischen Land dar. Dazu wird eine offizielle Arbeitserlaubnis benötigt, die nur auf Antrag eines zukünftigen Arbeitgebers ausgestellt wird. Dieser muss bei den kenianischen Behörden nachweisen, dass für die ausgeschriebene Stelle kein einheimischer Arbeitnehmer infrage kommt. Die Erteilung einer Arbeitserlaubnis bezieht sich zumeist nur auf einen Zeitraum von zwei Jahren und kann anschließend verlängert werden. Wird die Arbeitserlaubnis zum dritten Mal erteilt, besteht die Möglichkeit, eine permanente Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Als Auswanderer sind Sie verpflichtet, sich beim Immigrationsamt Kenias zum Zwecke der Registrierung zu melden. Ist ein längerer Aufenthalt geplant, verlangen die Behörden unter Umständen einen Nachweis über die eigene finanzielle Absicherung.

Die Lebenshaltungskosten liegen in Kenia weit unter dem europäischen Durchschnitt. Einheimische Lebensmittel sind besonders preiswert. Importprodukte sind zwar erhältlich, aber entsprechend teurer. Das Gesundheitswesen in Kenia ist vergleichsweise unterentwickelt. Eine ausreichende medizinische Versorgung ist lediglich in Nairobi und den Urlaubsregionen an den Küsten gewährleistet. Malaria ist die am häufigsten auftretende Krankheit im Land. Kenia wird immer wieder von Dürren und Überflutungen heimgesucht, die nicht selten eine Nahrungsmittelknappheit nach sich ziehen. Unter- bzw. Mangelernährung und die damit verbundene Schwächung des Immunsystems sind in der kenianischen Bevölkerung die häufigsten Ursachen für Erkrankungen.

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