Masai Mara Nationalpark - Teil der Serengeti

Der Masai Mara Nationalpark in Kenia ist ein Teil der Serengeti und schließt sich an den südlich gelegenen Serengeti Nationalpark in Tansania an.

Kenia Masai
Masai Mara Nationalpark - Teil der Serengeti

Der Masai Mara Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.500 Quadratkilometern und liegt im Süden Kenias. Das Areal gilt als eine der tierreichsten und landschaftlich reizvollsten Regionen des ostafrikanischen Landes. Namensgeber für den Park war der Stamm der Massai, die große Bereiche rund um den Nationalpark besiedeln. Die Landschaft ist von weiten, grasbewachsenen Ebenen gekennzeichnet, aus denen vereinzelt frei stehende Akazien aufragen. Entlang des Maraflusses gehen die Grasebenen in eine Baumsavanne über. Einzelne Erhebungen, die als Inselberge bezeichnet werden, durchbrechen an einigen Stellen den einförmigen Charakter der Grassavanne. Die Fläche des Masai Mara Nationalpark erstreckt sich auf einer durchschnittlichen Höhe zwischen 1.500 und 1.700 Metern. Die Niederschläge verteilen sich mit einem deutlichen Ost-West-Gefälle recht unterschiedlich. Die größten Niederschlagsmengen fallen während der Regenzeit im Westen des Nationalparks.

Alljährlich zwischen Juli und September ist der Masai Mara Nationalpark Schauplatz eines überwältigenden Naturspektakels. Wenn die Trockenzeit die Wasserquellen in der Serengeti versiegen lässt, begeben sich Millionen Savannenbewohner auf eine endlos lange Reise, um in weiter nördlich gelegenen Gebieten Nahrung und Wasser zu finden. Millionen Gnus, Zebras, Antilopen und Gazellen durchqueren in endloser Schlange die grasbewachsenen Ebenen der Serengeti, um in den grünen Regionen der Masai Mara neue Nahrungsquellen zu erschließen. Begleitet wird der Tross von Löwenrudeln, die unterwegs auf leichte Beute hoffen. Wenn Sie diesem atemberaubenden Naturschauspiel beiwohnen wollen, sollten Sie als Ausgangspunkt für Ihre Safaris eine Lodge in der Nähe der Wanderwege der Wildtiere auswählen. Auch ohne die gewaltige Migrationsbewegung der Tiere verfügt der Masai Mara Nationalpark über eine artenreiche Vielfalt in der Tierwelt. In dieser Region bestehen beste Aussichten, innerhalb weniger Tage mit Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn die sogenannten "Big Five" des afrikanischen Kontinents zu Gesicht zu bekommen.

Den Schutzbemühungen der kenianischen Regierung ist es zu verdanken, dass im Masai Mara Nationalpark eine große Elefantenpopulation existiert. Wohl wissend, dass die Dickhäuter eine bedeutende touristische Attraktion und damit Einnahmequelle sind, sind die Anstrengungen zum Erhalt einer großen Anzahl Tiere entsprechend nachhaltig. Dadurch kam es zwischen den Jahren 1977 und 1987 zu einem Anwachsen der Bestände von rund 700 Elefanten auf mehr als 1.100 Exemplare. Den Status eines Nationalparks besitzen in der Masai Mara rund 500 Quadratkilometer im Inneren des Areals. Die äußeren Bereiche sind Siedlungsgebiet der Massai und werden von den Angehörigen der Volksgruppe als Weideland genutzt. In diesen Regionen können Sie auch außerhalb der gekennzeichneten Wege und Straßen mit einem geländegängigen Fahrzeug fahren. Diese Art der Erkundung ist beliebt bei Besuchern, die abseits der touristischen Pfade auf Entdeckungsreise gehen wollen. Allerdings birgt diese Praxis in der Regenzeit die Gefahr des Steckenbleibens im aufgeweichten Untergrund.

Die Masai Mara lässt sich im Wesentlichen in drei unterschiedliche Bereiche gliedern. Im Osten erhebt sich mit den Ngama Hills eine Bergkette, die bis auf eine Höhe von rund 2.100 Metern ansteigt. In dieser Region stehen die Aussichten auf die Beobachtung von Nashörnern besonders gut. Der mittlere Teil der Masai Mara zieht sich bis zum Mara-Fluss hin, der sich von Nord nach Süd durch den Park schlängelt. Westlich des Flusses geht die flache Savanne allmählich in eine hügelige Berglandschaft über. Die Erhebungen bieten hervorragende Aussichtspunkte, von denen Sie einen fantastischen Überblick über einen Großteil des Nationalparks haben. Zahlreiche Lodges und Camps mit unterschiedlichem Komfort erwarten sie im Masai Mara Nationalpark. Vom einfachen Zeltlager bis zur luxuriösen Lodge mit Swimmingpool und Beobachtungsterrasse finden Sie für jedes Budget die passende Übernachtungsmöglichkeit. In den Lodges nehmen Safaris unter der Führung erfahrener Guides ihren Anfang. Meist werden die Ausflüge in den frühen Morgenstunden und am Nachmittag durchgeführt, da zu diesen Zeiten die meisten Wildtiere aktiv sind.

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