Wetter, Klima und Reisezeit in Marokko

Das Atlasgebirge teilt Marokko in zwei unterschiedliche Klimazonen. Während im Nordwesten mediterran-maritimes Klima vorherrscht, wird der Südosten durch kontinentales Klima bestimmt. Entlang der Küsten sind die Sommer trocken und heiß und die Winter hingegen mild und feucht.

Die durchschnittliche Tagestemperatur liegt im August bei 23 Grad Celsius, im Januar sind es 12 Grad Celsius. Mittlere Temperaturmaxima sind 26 Grad Celsius in Casablanca und 29 Grad Celsius in Tanger. Die jährlichen Niederschlagsmengen variieren stark und nehmen von Norden nach Süden deutlich ab. In Tanger fallen etwa 900 mm Jahresniederschlag, in Agadir sind es nur noch rund 200 mm pro Jahr.

Je weiter Sie ins Landesinnere gelangen, desto ausgeprägter werden Sie das Kontinentalklima erleben, da hier die ausgleichende Wirkung des Meeres immer mehr abnimmt. In Marrakesch sind 45 Grad Celsius im Sommer keine Seltenheit, wobei die Temperaturen im Winter mitunter auch auf 0 Grad Celsius abfallen können. Mit Ausnahme der Westhänge des Atlasgebirges, die jährlich über 1000 mm Niederschlag abbekommen, herrscht im Landesinneren generell Trockenheit mit maximal 250 mm Niederschlag pro Jahr.

Südlich des Atlasgebirges, in den Randzonen der Sahara, dominiert extrem trockenes und heißes Wüstenklima. Lediglich einige Oasen ermöglichen hier den Anbau landwirtschaftlicher Produkte durch Bewässerung. Während des Sommers weht der Schirokko-Wind, der heiße und staubige Luft aus der Sahara bringt. Der Hohe und der Mittlere Atlas bilden mit ihren Höhenzügen eine eigene Klimazone. Oberhalb von 1000 Metern fällt während der Wintermonate regelmäßig Schnee und hier können Sie von Dezember bis März sogar Ski fahren. Sie sollten dabei aber bedenken, dass es keine präparierten Pisten, wie man sie etwa in den Alpen vorfindet, gibt und Abfahrten im Atlas daher nur für geübte Skifahrer zu empfehlen sind. Der Transport erfolgt in der Regel mit Eseln. Falls Sie sich trotz dieser Aussichten für einen Skiurlaub in Marokko entscheiden, können allerdings Sie mit Abenteuer pur rechnen. Sie haben außerdem die einzigartige Möglichkeit, nach einer Skitour am Morgen den Nachmittag bei oft sommerlichen Temperaturen in den Kulturstädten Marrakesch, Fèz oder Meknes zu verbringen.

Für eine Rundreise durch Marokko bieten sich im Frühjahr die Monate April und Mai oder im Herbst der Oktober und November an. Gerade im Süden und Osten sind die Sommermonate viel zu heiß und für Reisende aus Europa nicht zu empfehlen.

Der Norden und der Westen lassen sich von Mai bis Oktober gut bereisen. An den Küsten sorgen Atlantik und Mittelmeer für Abkühlung. Die Lufttemperatur liegt zwischen 22 und 26 Grad Celsius. Ein Bad im Atlantik bietet bei 18 bis 23 Grad Celsius Wassertemperatur eine angenehme Erfrischung. Die touristische Hauptsaison fällt in die Monate Juli und August.

Die unterschiedlichen Klimazonen ermöglichen jedoch zu jeder Jahreszeit den passenden Urlaub. Eine Bergtour sowie Trekking mit Maultieren und Skiern sind im Hochgebirge auch im Sommer bei frischen Temperaturen möglich. Entlang des Mittelmeers und des Atlantiks bieten die marokkanischen Strände nicht nur im Sommer viele Attraktionen. Agadir verwöhnt Sie mit 200 Sonnentagen im Jahr und einem zehn Kilometer langen Strand, der auch in den kühleren Monaten zum Verweilen einlädt. Außerdem verfügt die Stadt über vier Golfplätze und einen Nationalpark, sodass zu jeder Jahreszeit für jeden das Richtige zu finden ist.

Die Städte sind während der Sommermonate generell stickig und daher empfiehlt sich eine Städtereise, etwa nach Marrakesch, eher für den Herbst oder das Frühjahr. In diesen Jahreszeiten sind die Temperaturen noch angenehm warm und Sie können darüber hinaus davon ausgehen, dass die Stadt nicht von Touristen überlaufen ist.

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