Namibia - Impfungen und Gesundheitsvorsorge

Für Reisen nach Namibia sind keine Impfungen erforderlich, der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt jedoch Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio sowie Hepatitis A und B. Falls Sie aus einem Gelbfieber-Gebiet einreisen, wird bei der Ankunft ein Nachweis über eine gültige Gelbfieberimpfung verlangt.

Eine Malaria-Prophylaxe (z. B. mit Lariam) macht nur dann Sinn, wenn Sie vorhaben, in die tropischen Gebiete im Norden des Landes, wie etwa Etosha Nationalpark oder Caprivi-Streifen, zu reisen. Es ist jedoch selbst bei Einnahme einer Malaria-Prophylaxe anzuraten, sich durch entsprechende Kleidung und/oder Mückenspray vor Stichen zu schützen, da eine Prophylaxe einerseits unangenehme Nebenwirkungen hervorrufen kann und andererseits keinen hundertprozentigen Schutz verspricht.

Aids ist wie überall in Afrika ein weitverbreitetes Problem. Nach offiziellen Zahlen liegt die HIV-Prävalenz in Namibia bei über 15 Prozent, vermutlich jedoch noch erheblich höher. Sie sollten sich daher bei Geschlechtsverkehr unbedingt schützen, um keinerlei Risiko einzugehen. Leider können auch unsaubere Spritzen und Kanülen sowie Bluttransfusionen ein erhebliches Risiko bergen.

Eine weitere Gefahr können Schlangenbisse darstellen, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich von einer Schlange gebissen zu werden, sehr gering ist. In der Regel sind Schlangen keine aktiven Angreifer, dennoch ist es empfehlenswert, nicht barfuß im Busch herumzulaufen. Im unwahrscheinlichen Fall eines Schlangenbisses binden Sie die gebissene Stelle sofort ab, um eine Ausbreitung des Gifts auf den restlichen Körper zu verhindern und suchen Sie so rasch wie möglich einen Arzt auf.

Die medizinische Versorgung ist im Allgemeinen gut, speziell in den größeren Städten und Ortschaften. Die meisten Ärzte in Namibia sind Allgemeinmediziner – für Spezialbehandlungen muss man in der Regel nach Südafrika reisen. In Windhoek, Otjiwarongo und Swakopmund gibt es Privatkliniken, die eine umfassende medizinische Versorgung anbieten. Die Apotheken verfügen vor allem in den größeren Ortschaften über ein gutes Sortiment an gängigen Medikamenten, die meist sehr viel preiswerter sind als in Europa.

Stand: Juni 2012

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/.

Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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