Wetter / Klima / Reisezeit in Namibia

Das Klima in Namibia kann, je nachdem in welchem Landesteil Sie sich befinden, sehr unterschiedlich sein. Während in den Wüsten – in der Namib und in der Kalahari – das ganze Jahr über warme bis heiße Temperaturen herrschen und selbst die Wintermonate oft Temperaturen von 25 Grad und mehr erreichen, kann es im Hochland im Landesinneren sowie an der Küste im Winter ungemütlich kühl werden.

Wetter Namibia
Das Wetter in Namibia

Ungemütlich kühl wird es in der Kalahari und der Namib allerdings auch – und zwar vor allem in den Winternächten, wenn die Temperaturen auf unter null Grad sinken können und man bei Frost aufwacht. Tagsüber klettert das Thermometer dann unter der starken Sonneneinwirkung mitunter wieder auf 25 bis 30 Grad.

Sollten Sie also vorhaben, Namibia im südlichen Winter zwischen Juni und September zu besuchen, machen Sie sich auf große Temperaturschwankungen gefasst und nehmen Sie auf jeden Fall Kleidung für alle Witterungsverhältnisse mit.

Das Wetter in Swakopmund und generell an der Küste wird in erster Linie durch den sehr kalten Benguela-Strom bestimmt. Die Wassertemperaturen erreichen selten mehr als 15 Grad – was hartgesottene Schwimmer und Surfer aber nicht davon abhält, sich in die Fluten zu begeben – und auch die Luft kann selbst im Sommer empfindlich kühl sein. Oft steht dichter Nebel über der Küste und die Sonne kommt dann erst gegen Mittag durch.

Das Klima im Caprivi-Streifen im Nordosten des Landes ist tropisch und es herrscht – im Gegensatz zum restlichen Namibia – eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Das tropische Klima hat hier Regenwälder und Flusslandschaften entstehen lassen – der Caprivi-Streifen unterscheidet sich daher auch landschaftlich stark vom Rest des Landes, das in weiten Teilen von Wüsten und Steppen geprägt ist.

Aufgrund seiner unterschiedlichen klimatischen Zonen und mit rund 300 Sonnentagen im Jahr ist eigentlich das ganze Jahr über eine gute Reisezeit für Namibia. Die besten Zeiten sind aber der südliche Herbst, Winter und Frühling, da die vorherrschenden Temperaturen dann moderat sind. Die Sommertemperaturen in Namibia sind für viele Reisende und auch für viele Namibier zu heiß. Die Einheimischen "fliehen" dann gerne an die Küste, nach Swakopmund oder Walvis Bay, falls sie die Möglichkeit dazu haben. Daher sind im Sommer – und hier vor allem in der Ferienzeit über Weihnachten und Neujahr – viele Unterkünfte ausgebucht. Auch viele Nationalparks und Sehenswürdigkeiten sind überlaufen – besonders während der südafrikanischen Sommerferien von Mitte Dezember bis Ende Januar und auch Ende April/Anfang Mai und es empfiehlt sich daher, Unterkünfte und Touren lange im Voraus zu buchen.

Falls man in Namibia von einer Regenzeit sprechen kann, dann findet diese zwischen November und Februar statt – wobei hier zwischen der kleinen und der großen Regenzeit unterschieden wird. Die kleine Regenzeit im Dezember weist wesentlich mehr Niederschlag als die große Regenzeit im November und Januar auf. Die Regengüsse können dann ausgesprochen heftig ausfallen und verwandeln dann ganze Landstriche in blühende Landschaften. Die ausgetrockneten Flussbetten können die Wassermassen nicht aufnehmen und verwandeln sich binnen kürzester Zeit in reißende Ströme. Da die klimatischen Veränderungen auch an Namibia nicht spurlos vorbeigehen, kann die Regenzeit allerdings sehr trocken ausfallen.

Falls Sie in erster Linie nach Namibia kommen, um auf Safari zu gehen, dann ist die optimale Reisezeit außerhalb der Regenmonate. In dieser Zeit bekommen Sie die meisten Tiere zu Gesicht. Einerseits kommen die Tiere in der trockenen Zeit vermehrt an die Wasserlöcher, da sie sonst kein Wasser finden, und andererseits lassen sie sich in der trockenen Landschaft auch viel leichter erspähen und beobachten. So schön eine blühende Landschaft auch sein mag, das Grün bietet guten Sichtschutz und die Tiere sind dann oft zwischen den Gräsern und Büschen verborgen.

Sollten Sie kein Freund von kurzen Tagen und langen Nächten sein, dann empfiehlt sich ein Besuch im Sommer, denn im Winter wird es in Namibia bereits um 18:00 Uhr dunkel.

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