Etosha-Pfanne - Heimat zahlreicher Tierarten

Die Etosha-Pfanne im Norden Namibias ist ein ausgetrockneter See riesigen Ausmaßes und Heimat zahlreicher Tierarten, was das Gebiet zu einem beliebten Ziel für Safaris macht.

Namibia - Etosha - Oryx Antilopen
Namibia - Etosha - Oryx Antilopen

Neben den beeindruckenden Sanddünen von Sossusvlei ist die Etosha-Pfanne mit dem Etosha Nationalpark daher das beliebteste Reiseziel von Namibia-Besuchern. Der lehmhaltige Boden weist einen besonders hohen Salzgehalt auf, was dazu führt, dass der Boden seine charakteristische weiße Färbung annimmt; daher rührt auch der Name, denn "Etosha" bedeutet in der Sprache der hier traditionell ansässigen Ovambo so viel wie "großer weißer Platz".

Es handelt sich bei dem Gebiet um eine zur Kalahari gehörende "Salzpfanne", wie sie in Afrika häufig zu finden sind. Der durchschnittliche jährliche Niederschlag in der Etosha-Pfanne beträgt rund 400 bis 450 Millimeter. Der Niederschlag nimmt den extrem hohen Salzgehalt des Bodens auf und wird dadurch fast doppelt so salzhaltig wie Meerwasser. In besonders regenreichen Perioden ist die Etosha-Pfanne Schauplatz eines faszinierenden Naturschauspiels, denn das Wasser zieht neben zahlreichen anderen Vogelarten Tausende von Flamingos an, welche die Landschaft in ein rosarotes Meer aus Federn verwandeln.

Der Etosha Nationalpark nimmt fast die gesamte Fläche der Etosha-Pfanne ein und ist nicht nur ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Vogel-, sondern auch für unzählige andere Tierarten, die hier einen geschützten Lebensraum finden.

Der Nationalpark, der nach dem "Kavango Zambezi Transfrontier Park" der zweitgrößte in Afrika ist, wurde 1973 komplett eingezäunt und es wurden zahlreiche künstliche Wasserstellen gebohrt, was den Wildbestand erheblich steigerte. Nicht nur die bereits genannten Flamingos können Sie hier bestaunen; Zebras, Nashörner und zahlreiche Gazellen-Arten finden hier ebenso eine Heimat wie die mächtigen Elefanten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts waren alle Elefanten aus der Gegend von Etosha verschwunden, aber beinahe 70 Jahre später begannen sie wieder zuzuwandern. Heute beträgt ihre Zahl wieder rund 1.500 – durch gezielte Tötung wird darauf geachtet, dass der Bestand nicht überhandnimmt. Die Nashörner hingegen – speziell die Spitzmaulnashörner, die beinahe vom Aussterben bedroht waren – stehen unter besonderem Schutz und es wurde eine Spezialeinheit gegründet, die gezielt gegen organisierte Wilderei vorgeht. Dadurch konnte der Bestand dieser Giganten, der 1970 bei nur mehr knapp 50 Tieren lag, auf über 300 im Jahr 1990 gesteigert werden. Die Wilderei stellt im Etosha Nationalpark wie in den meisten anderen Nationalparks in Afrika ein zunehmendes Problem dar, und vor allem Elefanten und Nashörner werden von organisierten Banden erlegt, um ihnen die Hörner abzuschneiden. Diese werden dann für gutes Geld verkauft, denn in zahlreichen Ländern, vor allem in Asien, werden dem Horn spezielle heilende Wirkungen nachgesagt.

Natürlich sind auch Löwen und andere Großkatzen, darunter Geparden und Leoparden, hier beheimatet und der große Artenreichtum in der Etosha-Pfanne verspricht eine aufregende Safari. Vor allem an einem der zahlreichen Wasserlöcher können Sie sichergehen, einen oder mehrere Vertreter der beeindruckenden afrikanischen Tierwelt zu sichten.

Auch für Ornithologen und Hobby-Vogelkundler lohnt sich ein Besuch der Etosha-Pfanne, ist sie doch Heimat von mehr als 300 Vogelarten, darunter verschiedene Adlerarten aber auch Falken, Störche und Webervögel – und diese finden Sie, anders als die Flamingos, auch außerhalb der Regenzeit.

Der Etosha Nationalpark liegt rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Windhoek und ist gut mit dem eigenen Fahrzeug erreichbar und auch zu durchqueren. Insgesamt fünf Unterkünfte, von einfachen Zeltplätzen bis zur Luxus-Lodge, stehen zur Übernachtung innerhalb des Nationalparks zur Auswahl. Drei der Unterkünfte haben ihre eigenen Wasserstellen, die nachts beleuchtet sind und zahlreiche Tierarten anlocken.

Sie können den Etosha Nationalpark auf eigene Faust oder im Rahmen einer geführten Namibia Reise erkunden. Fall Sie eine individuelle Safari im eigenen Auto einer geführten Tour vorziehen, sollten Sie beachten, dass nur der östliche Teil des Nationalparks frei zugänglich ist. Der westliche Teil kann nur mit registrierten Führern und von Übernachtungsgästen des exklusiven Dolomite-Camps besucht werden.

Zu Ihrer Orientierung finden Sie hier unsere Namibia Karte

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