Die Kalahari - eine wüstenähnliche Savanne

Die Kalahari ist eine wüstenähnliche Savannenlandschaft, die sich über die Länder Botswana, Südafrika und Namibia im südlichen Afrika erstreckt.

Die wüstenähnliche Kalahari
Die wüstenähnliche Kalahari

In Namibia bedeckt die Kalahari weite Teile im Osten des Landes und ist Heimat zahlreicher Tier- aber auch Pflanzenarten, was sie zu einem beliebten Ziel für Safaris macht.

Neben dem südafrikanischen Nordkap ist die die Kalahari die einzige Gegend weltweit, in der der auch in Europa zunehmend beliebte Rooibos- (oder Rotbusch-)Tee wächst. Widerstandsfähige Pflanzen wie Akazien und Dornbüsche dominieren das Landschaftsbild – nur sie haben die Chance, in dem trockenen Klima dauerhaft zu überleben. Nach einem Regenfall ändert sich das Bild jedoch und die Wüste erblüht. Falls Sie in der Kalahari also in einen Regenschauer geraten, dann können Sie sich glücklich schätzen, denn es ist ein ungewöhnliches Schauspiel, wenn die sonst so eintönige Landschaft plötzlich in voller Farbenpracht erblüht.

Die Fauna der Kalahari hat neben zahlreichen Antilopenarten Löwen, Giraffen und Zebras sowie die süßen Erdmännchen zu bieten, um nur einige zu nennen. Unzählige Vogelschwärme machen das "Angebot" komplett und laden in der Kalahari zum Erkunden und Staunen ein. Am auffallendsten sind hier sicherlich die Webervögel – jedoch nicht etwa, weil sie sich besonders farbenprächtig präsentieren. Vielmehr sind es ihre außergewöhnlichen Nestkonstruktionen, die bis zu zwei Meter Durchmesser erreichen können, die Aufmerksamkeit erregen. Bei einer Fahrt durch die Kalahari werden Sie zahlreiche solcher architektonischen Kunstwerke bestaunen können, die oft ganze Kolonien mit mehreren hundert Vögeln beherbergen.

Die Kalahari ist außerdem Heimat der Buschmänner, auch als San bekannt, die dort seit rund 20.000 Jahren als nomadische Jäger und Sammler ansässig sind. Neben einigen Bantu-Stämmen, wie den Tswana, Kgalagadi und Herero, lebt auch eine kleine europäisch-stämmige Minderheit in dieser unwirtlichen, jedoch wunderschönen, Gegend. Die Ansiedlungen sind klein und liegen weit verstreut in den Weiten der Kalahari-Wüste.

Große Teile der Kalahari sind in verschiedene Nationalparks unterteilt, so zum Beispiel der Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark an der Grenze zwischen Namibia und Südafrika. Kgagalagadi ist ein anderer, weit weniger bekannter Name für diese faszinierende Wüsten- und Steppenlandschaft mit ihren charakteristischen orangefarbenen Sandflächen.

Erkunden lässt sich die Kalahari oder einer ihrer Nationalparks am besten bei einer Safari, die Sie entweder in einer geführten Gruppe oder auf eigene Faust im Mietwagen unternehmen können. Da weite Teile der Kalahari erst 1998 für den Tourismus geöffnet wurden, verspricht eine Fahrt dorthin noch wahre Abenteuer auf wenig befahrenen Wegen. Falls Sie sich also dazu entschließen, eine individuelle Safari auf eigene Faust in die Kalahari zu unternehmen, sollten Sie sich auf mitunter schwierige Straßenverhältnisse – Sandpisten und Schlaglöcher – einstellen und auf jeden Fall einen geländegängigen Allradwagen mieten. Vergessen Sie außerdem nicht, ausreichend Lebensmittel und vor allem Wasser mitzunehmen. Übernachten können Sie auf einfachen Zeltplätzen, die jedoch immer mit Sanitäranlagen ausgestattet sind – auch wenn diese keinen Luxus versprechen: Eimerduschen und Plumpsklos, mehr sollten Sie in der Regel nicht erwarten. In diesen wirklich nur mit dem Grundlegenden ausgestatteten Nachtlagern erwartet Sie jedoch ein Luxus, den Sie anderswo lange suchen müssen: der Sternenhimmel Afrikas und die Geräusche der Wildnis – sei es nun Löwengebrüll in der Ferne oder einfach nur das Singen der Zikaden. Ursprünglicher als in einem einfachen Zeltlager in der Kalahari können Sie es kaum haben. Falls Sie aber auch in diesem abgelegenen Teil der Erde nicht auf den gewohnten Komfort verzichten möchten, oder sich auch einfach einen besonderen Luxus gönnen wollen, stehen Ihnen zahlreiche Lodges oder Luxus-Zeltlager zur Auswahl.

Egal, wofür Sie sich entscheiden: Ein Erlebnis, das Sie sich in keinem Fall entgehen lassen sollten, ist eine geführte Wanderung durch den Busch der Kalahari-Wüste, bei der lokale Buschmänner nicht nur als Führer agieren, sondern Ihnen auch jahrtausendealte Überlebenstricks und Jagdtechniken beibringen.

Zu Ihrer Orientierung finden Sie hier unsere Karte Namibia

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