Okavango - im Norden Namibias

Die Kavango-Provinz mit der Provinzhauptstadt Rundu liegt relativ abgeschieden vom Rest des Landes im Norden Namibias. Die schlechten Straßenverhältnisse ebenso wie die extrem langen Distanzen schrecken viele Touristen davon ab, die Kavango-Region in ihre Namibia-Rundreise mit aufzunehmen.

Namibia Okavango  - eine Löwin
Namibia Okavango - eine Löwin

Die Region profitiert jedoch ebenso wie die benachbarte Provinz Caprivi von der Komplettierung des Trans-Caprivi Highways, der eine Reise in beziehungsweise durch den Nordwesten Namibias erheblich erleichtert. Der Großteil der Touristen, die hierherkommen, nutzt die Region als Ausgangspunkt für einen Besuch des Okavango im benachbarten Botswana, das nach einer für diese Region relativ kurzen Fahrt erreicht werden kann.

Die Kavango-Provinz wird vom gewaltigen Okavango-Strom durchflossen, der aus Angola im Norden kommt und weiter südlich in Botswana in das weltbekannte Okavango-Delta mündet. Die undurchdringliche Sumpflandschaft des Okavango-Deltas gehört nicht umsonst zu den bekanntesten und meistbesuchten Flussdeltas der Welt: Der in den Tropen entspringende wasserreiche Okavango versickert hier auf einer Fläche von über 20.000 Quadratkilometern in unzähligen Kanälen, Seen und Flüssen und schafft somit eine einzigartige Landschaft, die als Kulisse für atemberaubende Begegnungen mit der artenreichen Tierwelt dient.

Das Okavango-Delta ist äußerst fruchtbar und dient einem reichen Wildbestand als Heimat und Futter- beziehungsweise Wasserstelle zugleich. Schilfbänke und Schwemmland tragen zur abwechslungsreichen Landschaft bei, die ihresgleichen sucht.

Obwohl das Okavango-Delta von zahlreichen Touristen besucht wird, können Sie hier trotzdem nach wie vor eine ungeahnte Ruhe finden, die nur von den Geräuschen der Natur durchbrochen wird. Ausflüge und Erkundungstouren im Okavango-Delta werden vorzugsweise in Mokoros, den traditionellen Einbaum-Booten der verschiedenen hier heimischen Ethnien, welche die Gegend erst vor rund 200 Jahren besiedelt haben, unternommen und in der Regel mit Safaris zu Fuß kombiniert. Zwar sieht man zu Fuß weniger Tiere als im Jeep, dafür ist man der Wildnis viel näher als sonst und nimmt die Umgebung ganz anders wahr als vom Schutz eines Autos aus. Geschlafen wird bei diesen kombinierten Safaris in Zelten, die alle mitten im Delta liegen.

Das Okavango-Delta ist Naturschutzgebiet und es besteht ein Bauverbot. Lediglich einige Luxus-Lodges befinden sich so tief im Delta, dass sie nur per Flugzeug erreichbar sind. Auf den unterschiedlichen Zeltplätzen sind Sie auch nachts der Natur besonders nahe und können unvergessliche Begegnungen mit nachtaktiven Tieren erleben, während sich über Ihnen der afrikanische Sternenhimmel ausbreitet. Die Milchstraße scheint hier so nah, dass der Himmel selbst bereits ein Erlebnis darstellt.

Namibia Okavango
Namibia Okavango

Im Winter, zwischen Mai und September, sind die Tage kurz und warm und die Nächte lang und kühl – mit Sonnenuntergang wird es dunkel und in den klaren Nächten kühlt es sofort ab. Trotz der kurzen Tage ist die Wintersaison die beste Zeit für Safaris in das Okavango-Delta, denn obwohl im Winter Trockenzeit herrscht, ist der Wasserstand dann am höchsten, denn die Fluten des Okavangos kommen aufgrund der dichten Vegetation entlang des Flusslaufs verlangsamt im Delta an. Die Wasserarme, in die sich der Okavango hier verzweigt, führen dann genügend Wasser, um mit den Mokoros befahren werden zu können. Die traditionellen Einbaum-Boote bieten zwei Personen und einem Bootsführer Platz, der Sie trocken ins Camp oder bei Ausfahrten sicher über die weitverzweigten Wasserarme des Okavango-Deltas bringt. Vom Mokoro aus haben Sie eine einzigartige Perspektive auf die Sie umgebende Natur und hautnahe Begegnungen mit der Tierwelt sind garantiert.

Die Regenzeit im Sommer – von Oktober bis April – bietet sich weniger für Besuche im Okavango-Delta an. Nicht nur die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit erreichen teilweise unerträgliche Werte, auch die Moskitos treten zu Millionen auf und machen einem das Leben schwer. Außerdem sinkt der Wasserspiegel und das Delta verwandelt sich in ein grünes und fruchtbares Schwemmland, das nur erschwert zu navigieren ist.

Aufgrund des Aufeinandertreffens zweier klimatischer Zonen – Wüste und Feuchtgebiet – sind Tier- und Pflanzenwelt im Okavango-Delta von einer einzigartigen Vielfalt und Faszination, die Sie sich keinesfalls entgehen lassen sollten.

Zu Ihrer Orientierung finden Sie hier unsere Namibia Karte

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