Wetter Klima und Reisezeit für Südafrika

Südafrika ist mit sehr viel Sonnenschein gesegnet – im Sommer regnet es nur selten und auch die Winter werden wegen des sich verändernden Weltklimas zunehmend trockener. Je nachdem, in welchem Landesteil Sie sich befinden, können die Witterungsverhältnisse sehr unterschiedlich sein. Weite Teile des Landes werden von einem subtropischen Hochdruckgürtel beeinflusst, der in den betreffenden Regionen ganzjährig für ein angenehm warmes und ausgeglichenes Wetter mit viel Sonnenschein sorgt.

Während die Küste zwischen der Gegend südlich von Durban bis an die mosambikanische Grenze mit subtropischem Klima verwöhnt und es hier das ganze Jahr über angenehm warm bis tropisch heiß ist, können die Winter in anderen Teilen des Landes mitunter empfindlich kalt sein. So erreicht Durban beispielsweise eine durchschnittliche Jahrestemperatur von rund 20 Grad und eine Gesamtniederschlagsmenge von knapp 1.000 Millimeter/Jahr bei einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit.

In Johannesburg, das fast 1.700 Meter über dem Meeresspiegel liegt, herrscht völlig anderes Klima vor. Heiße und trockene Sommern in denen hin und wieder sintflutartige Regengüsse niedergehen können, wechseln sich mit beißend trockener Kälte in den Wintermonaten ab.

Auch die Kap-Region bleibt von den kalten Wintertemperaturen nicht verschont, so dass manchmal auf dem Tafelberg einige Schneeflocken fallen. Schneebedeckte Berge sind in der Weingegend außerhalb Kapstadts keine Seltenheit und auch in den Drakensbergen, die zentral im Landesinneren liegen und eine natürliche Grenze zu Lesotho bilden, fällt im Winter regelmäßig Schnee. Hier kann man sogar Skifahren. Von Frühjahr bis Herbst eignet sich diese Gegend ideal für ausgedehnte Bergtouren und mehrtägige Wanderungen. Die Tage sind angenehm warm und in den Nächten aufgrund der Höhenlage kühl. Klären Sie vor einer Wanderung unbedingt die Witterungsverhältnisse, da das Wetter in den Bergen schnell umschlagen kann und der Regen häufig von dichtem Nebel und Wolken begleitet wird, in denen man schnell die Orientierung verlieren kann. Dies gilt übrigens auch für andere Gegenden Südafrikas. Gerade Tafelberg, Lions Head und Devils Peak in Kapstadt sind bekannt für Wetterkapriolen und dichten Nebel, der scheinbar wie aus dem Nichts aufzieht.

An der Westküste Südafrikas verläuft der aus der Antarktis kommende Benguelastrom. Dieser kalte Strom sorgt dort für Wassertemperaturen von unter 15 Grad und ist ausschlaggebend für das extrem trockene und eher kühle Klima entlang der Westküste, das ganz im Gegensatz zu dem vom warmen Agulhasstrom und dem indischen Ozean beeinflussten Klima der Ostküste steht.

Ein Kontrast zu den Küsten bildet das heiße Wüstenklima im Norden Südafrikas an der Grenze zu Namibia. In dieser Region befindet sich auch die Kalahari-Wüste, die im Vergleich zu anderen Wüsten mit rund 250 Millimeter/Jahr eine relativ hohe Niederschlagsmenge aufweist, in der aber trotzdem ein überwiegend extrem heißes und trockenes Klima herrscht.

Da Südafrika zur Gänze auf der Südhalbkugel liegt, sind die Jahreszeiten den unseren entgegengesetzt. Eine Reise durch Südafrika ist das ganze Jahr über möglich und je nachdem, wie Sie Ihre Route planen, können Sie auch im Winter den südafrikanischen kalten Temperaturen entkommen.

Generell empfiehlt sich ein Besuch Südafrikas jedoch eher im Sommer oder wenigstens im Frühjahr und Herbst. Besonders, wenn Sie kein Freund von kurzen Tagen und langen Nächten sind, sollten Sie Südafrika nicht im Winter besuchen, denn dann wird es um 18.00 Uhr dunkel. Die Sommermonate sind mitunter von Touristen recht überlaufen – viele dem Winter überdrüssige Europäer kommen dann nach Südafrika, um die Wärme und Sonne zu genießen.

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