Krüger Nationalpark - Wildschutzgebiet der "Big Five"

Der Krüger Nationalpark ist mit einer Fläche von 20.000 Quadratkilometern das größte Wildschutzgebiet Südafrikas. In dem riesigen Wildreservat sind mehr als 140 Säugetierarten beheimatet, unter ihnen die sogenannten "Big Five" des afrikanischen Kontinents.

Krüger Nationalpark
Krüger Nationalpark - Schutzgebiet der "Big Five"

Der Park wurde im Jahr 1898 durch den ehemaligen Präsidenten Paul Kruger unter dem Namen Sabie Game Reserve gegründet. Ziel war es, die wild lebenden Tiere dauerhaft zu schützen und die Vielfalt der Fauna zu erhalten. Im Jahr 1926 wurde das Wildreservat ein Nationalpark und erhielt seine heutige Bezeichnung. Der Krüger Nationalpark erstreckt sich vom Crocodile-River im Süden bis in das Grenzgebiet von Mosambique im Norden. In den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erfolgten großräumige Einzäunungen des Nationalparks, was die Wanderungen der Tiere stark einschränkte. In den vergangenen Jahren erfolgte ein Rückbau der Zaunanlagen an der Grenze zu Mosambique, um den Wanderbewegungen der Wildtiere entgegenzukommen. In diesem Zusammenhang entstand ein grenzübergreifender Park mit dem Namen Great Limpopo Transfrontier Park. In der Folge wurden zwischen beiden Ländern neue Grenzübergänge eingerichtet, um den Besuchern des Nationalparks einen Wechsel nach Mosambique zu erleichtern.

Den Krüger Nationalpark durchzieht ein Netz von rund 2.300 Kilometern Straßen, auf denen Sie individuelle Entdeckungstouren unternehmen können. Ein Teil des Straßennetzes ist asphaltiert, ein anderer Teil besteht aus befestigten Schotterpisten. Der Krüger Nationalpark ist berühmt für seine unvergleichliche Artenvielfalt und den hohen Wildbestand an den "Big Five" des afrikanischen Kontinents. Zu diesen fünf Tierarten zählen Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel. Auf Expeditionen im Nationalpark stehen die Chancen gut, dass Ihnen einer von rund 11.500 Elefanten, 1.500 Löwen oder etwa 1.000 Leoparden begegnet. Am häufigsten treffen Sie im Krüger Nationalpark die sogenannten Impalas an. Rund 150.000 Exemplare dieser Antilopenart leben in dem riesigen Areal. Zu den größten Vögeln im Park gehört der Strauß. Mit dem Marabu und verschiedenen Adler- und Geierarten gehören weitere imposante Vogelarten zu den ständigen Bewohnern. Nilpferde, Krokodile und Warane bevölkern die Gewässer im Krüger Nationalpark.

Impalas in Südafrika
Impalas in Südafrika

Wenn Sie den Park auf eigene Faust erkunden wollen, empfiehlt sich ein Besuch der südlichen Bereiche. In dieser Region ist die Infrastruktur am besten ausgebaut. Als Übernachtungsmöglichkeiten im Krüger Nationalpark empfehlen sich zahlreiche Lodges oder eines von 20 sogenannten Rest Camps. Dabei handelt es sich um eingezäunte Areale, die neben einer Übernachtungsmöglichkeit meist über Einkaufsgelegenheiten, Tankstellen und ein Schwimmbad verfügen. Hier können Sie sich über die Flora und Fauna des Parks informieren und Souvenirs erwerben. Die Privat-Lodges im Krüger Nationalpark verfügen über eine gehobene Ausstattung und bieten in der Regel den Unterbringungskomfort eines guten Hotels. Sie können den Park über mehrere Eingänge betreten. Die Eingänge Malelane und Crocodile Bridge befinden sich im Süden und liegen rund 500 Kilometer von der südafrikanischen Metropole Johannesburg entfernt. Eine gesundheitliche Gefahr geht von der im Park heimischen Stechmücke aus. Die Insekten gelten als Überträger der Malaria. Eine entsprechende Prophylaxe ist jedem Südafrika-Urlauber vor Reiseantritt dringend angeraten.

Sie können sich auf vielfältige Weise den Attraktionen im Krüger Nationalpark nähern. Eine Möglichkeit, die faszinierende Flora und Fauna zu erkunden, bietet sich Ihnen auf einem der mehrtägigen Wilderness-Trails. In kleinen Gruppen bewegen Sie sich unter der Führung erfahrener Ranger zu Fuß in die entlegenen Regionen des Parks. Wege existieren in der Regel nicht und Sie übernachten in Zelten oder unter freiem Himmel. Auf dem Lebombo Motorised Eco-Trail kommen Offroad-Fans auf ihre Kosten. Die klassische Entdeckungsreise im Nationalpark ist eine geführte Jeep-Safari. Mit einer begrenzten Anzahl an Mitreisenden brechen Sie unter fachkundiger Leitung zu Ausflügen in die Wildnis auf und nähern sich den Giganten im Park bis auf wenige Meter. Neben der unvergleichlichen Artenvielfalt lädt der Krüger Nationalpark auch zu einer archäologischen Entdeckungsreise ein. Rund 12 Kilometer vor dem Tor von Phalaborwa befindet sich eine Ausgrabungsstätte der Masorini aus der Eisenzeit.

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