Arusha Nationalpark - faszinierende Flora und Fauna

Der Arusha Nationalpark liegt nahe am internationalen Flughafen von Kilimandscharo und wird dominiert vom 4.562 Meter hohen Berg Mount Meru.

Arusha Nationalpark
Arusha Nationalpark - faszinierende Flora und Fauna

Der Arusha Nationalpark wartet mit einer ungeheuren landschaftlichen Vielfalt auf. Anders als die Serengeti und der Tarangire Nationalpark mit den weiten grasbewachsenen Savannen finden Sie hier ganz unterschiedliche Vegetationsformen. Der Nationalpark erstreckt sich rings um den erloschenen Vulkan Mount Meru, der 4.562 Meter hoch in den Himmel ragt. Die ehemalige Vulkanlandschaft umfasst mit dem Kleinen Mount Meru, den Aschekegeln Ash Cone und dem Ngurdoto Krater weitere Höhenzüge. Die Hänge der Berge sind von tropischem Regen- und Nebelwald bewachsen. Mit einer Größe von 137 Quadratkilometern gehört der Arusha Nationalpark zu den kleineren Naturschutzgebieten dieser Art in Tansania. Die unterschiedlichen Landschaftsformen ließen eine ganz eigene Flora und Fauna entstehen. Der Grund des Ngurdoto Kraters ist zum Teil mit sumpfigen Feuchtgebieten bedeckt. Zwischen dem Krater und dem höchsten Berg der Region erstreckt sich das Gebiet der Momella-Seen, die einen hohen Fluorgehalt besitzen und schwach salzhaltig sind.

Nach dem Passieren des Eingangs zum Park gelangen Sie in einen schattigen Bergregenwald. In den dichten Baumwipfeln tummeln sich neugierige Meerkatzen, flinke Colobus-Affen und farbenprächtige Tukane. Nach dem Durchqueren des Waldes öffnen sich die weiten Ebenen des Ngurdoto Kraters. Er ist von steilen, baumbewachsenen Felswänden umgeben. Der Boden besteht aus ausgedehnten Sumpf- und Graslandschaften. In den Weiten ziehen Büffelherden entlang und Warzenschweine halten sich in den Feuchtgebieten auf. Unweit des Kraterrandes schmiegen sich die ruhigen Momella-Seen in die hügelige Landschaft. Sie sind die Heimat für Tausende Wasservögel, die an den Ufern der Gewässer ihre Brutreviere haben. Rosafarbene Flamingos setzen bunte Farbtupfer in die Gegend. Zebras und Antilopen weiden in der fruchtbaren Gegend friedlich nebeneinander und Giraffen zupfen die Blätter vom Geäst der Bäume. Neben diesen Vertretern aus der Gattung der Pflanzenfresser leben im Arusha Nationalpark Elefanten, Wasserböcke, Flusspferde und Mangusten. Auf Löwen werden Sie bei einem Besuch des Parks nicht treffen, doch in der Morgendämmerung machen sich Leoparden und Streifenhyänen auf die Suche nach Nahrung.

Wenn die Wolkendecke aufreißt, haben Sie im Arusha Nationalpark einen herrlichen Blick auf den Kilimandscharo mit seinem schneebedeckten Gipfel. Der mächtige Berg liegt nur 50 Kilometer Luftlinie vom Park entfernt. Beherrschender Berg im Arusha Nationalpark ist der Mount Meru. Insbesondere in den östlichen Ausläufern des erloschenen Vulkans finden Sie einige hervorragende Wanderwege, die immer wieder den Blick auf den Gipfel freigeben. Auf diesen Wanderungen begegnet Ihnen eine abwechslungsreiche Tier- und Pflanzenwelt. Im Tal herrscht bewaldete Savanne vor, in der sich afrikanische Büffel und Giraffen tummeln. In höheren Lagen schließen sich dichte Wälder mit zahlreichen Lilienarten und Riesenlobelien an. Unter dem Gipfel verschwinden die Wälder und machen einer offenen Heidelandschaft Platz. Auf dem zerklüfteten Gipfel öffnet sich ein grandioser Blick über die Weiten der Savanne und auf den Kilimandscharo.

Die beste Reisezeit für den Arusha Nationalpark liegt in der Trockenzeit. In dieser Zeit lohnt sich eine Besteigung des Mount Meru. Die Chancen, einen Blick auf den majestätischen Kilimandscharo zu genießen, stehen von Dezember bis Februar am besten. Im Nationalpark selbst gibt es zwei Berghütten, zwei Rasthäuser und eine Lodge mit Übernachtungsmöglichkeit. Am Usa-Fluss außerhalb des Parks finden Sie zwei weitere Lodges. Die Stadt Arusha können Sie als Ausgangspunkt für eine Erkundung des Areals ebenfalls wählen. Nach einer Fahrzeit von 40 Minuten haben Sie vom Stadtzentrum den Eingang des Naturschutzgebietes erreicht. Im Park gibt es zahlreiche Picknickplätze und Möglichkeiten zu rasten. Die Hauptattraktionen können Sie im Rahmen eines Tagesausfluges besichtigen. Für eine Besteigung des Mount Meru müssen Sie etwa 3-4 Tage einplanen. Alpinisten bereiten sich an diesem Berg auf eine Besteigung des Kilimandscharo vor. Obgleich dieser rund 1.300 Meter höher ist, sind die Voraussetzungen im Gelände an beiden Bergen vergleichbar.

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