Kilimandscharo - der höchste Berg Afrikas

Der Kilimandscharo ist mit einer Höhe von 5.895 Metern der höchste frei stehende Berg der Erde. Er ist von Gletschern bedeckt und gehört zu einem Bergmassiv, das aufgrund seiner Höhe als das Dach Afrikas bezeichnet wird.

Kilimandscharo
Kilimandscharo - der höchste Berg Afrikas

Der schneebedeckte Kilimandscharo zieht seit jeher Wanderfreunde und Bergsteiger in seinen Bann. Der höchste Berg Afrika befindet sich im Nordosten von Tansania und ist vulkanischen Ursprungs. Er liegt unmittelbar an einem kontinentalen Grabenbruchsystem, das Ostafrika durchzieht. Das Kilimandscharo-Massiv besteht im Wesentlichen aus den drei Schichtvulkanen Kibo, Mawenzi und Shira. Der Kibo-Krater bildet mit 5.895 Metern die höchste Erhebung des Massivs. Sein Gipfel ist vergletschert. In einer Entfernung von rund 10 Kilometern östlich des Kibo-Kraters erhebt sich der 5.148 Meter hohe Gipfel des Mawenzis. Der Kratergipfel ist eisfrei und von steilen Felswänden geprägt. Die älteste Erhebung des Kilimandscharo-Massivs bildet der Shira. Der Berg befindet sich rund 15 Kilometer westlich des Kibo-Kraters und sein Gipfel besitzt ein plateauartiges Erscheinungsbild.

Der Kibo ist ein Vulkan, der auf einem niedrigen Niveau immer noch aktiv ist. Vulkanische Aktivitäten sind jederzeit nachweisbar, selbst wenn der letzte große Ausbruch mehr als 300 Jahre zurückliegt. Die Faszination des Kilimandscharos besteht in seiner eindrucksvollen Kegelform und der Tatsache, dass es sich um einen Gletschergipfel in einer tropisch-heißen Region der Erde handelt. Seine Vegetation wird durch unterschiedliche Klimazonen bestimmt. Bei einem Aufstieg auf den höchsten Berg Afrikas erwarten Sie Temperaturen zwischen +25 und –25 Grad Celsius. Die sogenannte Kulturzone erstreckt sich bis in eine Höhe von etwa 1.800 Metern. Auf den fruchtbaren Böden gedeihen Bananen, Kaffee und Mais. Anschließend geht die Landschaft in einen Regenwald mit einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt über. Die Zone ist geprägt von feuchten Luftmassen und erstreckt sich bis in eine Höhe von rund 2.800 Metern. Sanft erfolgt danach der Übergang in eine immergrüne Heide- und Moorlandschaft. Sie reicht hinauf bis auf 3.500 Meter und die Temperaturen können nachts unter den Gefrierpunkt sinken. Nach der sogenannten alpinen Wüste mit spärlichen Vegetationsresten schließt sich ab einer Höhe von 5.000 Metern die Gipfelzone an.

Auf dem Gipfel öffnet sich der grandiose Blick auf die mächtigen Gletscher und die Weiten der afrikanischen Savanne. Ein Feuerwerk der Farben erwartet Sie in den Morgen- und Abendstunden beim Anblick der gewaltigen Eismassen. Der Gipfel des Kibo ist von vier verschiedenen Gletschern geprägt. Das Nördliche und das Südliche Eisfeld befinden sich unmittelbar auf dem Gipfel. Die senkrechten Eiswände am Gletscherrand erreichen stellenweise eine Höhe von mehr als 30 Metern. Langjährige Messungen haben ergeben, dass die Lufttemperatur nie über –2 Grad Celsius ansteigt. Bedeutend kleiner als das Nördliche und das Südliche Eisfeld sind das Östliche Eisfeld und der Furtwängler Gletscher. Letzterer hat seit Beginn der achtziger Jahre rund die Hälfte seines Volumens verloren und es wird befürchtet, dass sich der Schmelzprozess in Zukunft beschleunigen wird.

Der Kilimandscharo gehört zu den meistbesuchten Attraktionen in Tansania. Der Nationalpark Kilimandscharo wurde im Jahr 1973 gegründet und seit 1987 gehört die einzigartige Gebirgslandschaft zum Weltnaturerbe der UNESCO. Der Besuch des Parks und damit verbundene Wanderungen und Klettertouren sind kostenpflichtig. Für eine erfolgreiche Besteigung des höchsten Berges Afrikas müssen Sie mehrere Tage einplanen. Generell hat sich die Vorhersage bestätigt, je mehr Tage Sie einplanen, desto größer die Erfolgsaussichten, den Gipfel zu erreichen. Die Routenplanung orientiert sich an Ihrer individuellen Kondition und Ausdauer. Es gibt Wanderer, die für den Aufstieg nur fünf Tage benötigen, andere sind wenigstens acht Tage unterwegs. Ein leicht unterschätztes Risiko bildet die langsame Anpassung des Körpers an die Höhenluft. Zur Akklimatisierung in der Höhe haben sich ein bis zwei Ruhetage während des Aufstiegs bewährt. Die Städte Arusha und Moshi liegen an den Ausläufern des Vulkans und bieten sich als Basis für Ausflüge in den Nationalpark Kilimandscharo an.

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