Tarangire Nationalpark - Heimat für eine Tiervielfalt

Der Tarangire Nationalpark gehört zu den bedeutendsten Nationalparks Tansanias. Er wird vom gleichnamigen Fluss durchflossen, der selbst in der Trockenzeit Wasser führt und aus diesem Grund die Lebensgrundlage für unzählige Tierarten ist.

Tarangire Nationalpark
Tarangire Nationalpark - Heimat für viele Tiere

Der Tarangire Nationalpark erstreckt sich südwestlich der Stadt Arusha und liegt in der Nähe des Manyara-Sees. Er wurde im Jahr 1970 gegründet. Damals wurden verschieden Jagdreviere zu einem großen Wildreservat zusammengefasst. Im Tarangire Nationalpark erwartet Sie die größte Population wild lebender Tiere außerhalb des Serengeti-Ökosystems. Im Park leben riesige Herden Antilopen, Gazellen und Streifengnus. In der alljährlichen Regenzeit wandern die Herden weit über die Grenzen des Nationalparks hinaus, bis die saftigen grünen Ebenen leer gefressen sind. Dann kehren die Tiere an den Tarangire-Fluss zurück, der den Nationalpark durchfließt und selbst in der Trockenzeit Wasser führt. Der Nationalpark besitzt eine riesige Elefantenpopulation. Mehr als 4.000 Tiere leben in der Region des Flusses mit seinem Leben spendenden Nass.

Die Landschaft des Tarangire Nationalparks weist gegenüber allen anderen Parks in Tansania eine Besonderheit auf. In Abhängigkeit von der Regen- oder Trockenzeit breiten sich in den Ebenen riesige Sumpfgebiete aus, die Millionen Wasservögeln eine Heimat bieten. Darüber hinaus gibt es im Tarangire Nationalpark scheinbar endlos weite Baumsavannen. In dieser Region Tansanias wachsen zahlreiche Exemplare der gewaltigen Baobabs, die in Deutschland unter der Bezeichnung Affenbrotbaum bekannt sind. Die länglichen Früchte des Baumes sind essbar und schmecken leicht säuerlich. Sie dienen Elefanten und Pavianen aber auch Antilopen als Nahrungsmittel. Die Samen sind besonders fetthaltig und werden bei heruntergefallenen Früchten von zahlreichen Vogelarten herausgepickt. In den ausgedehnten Sumpflandschaften des Tarangire Nationalparks ist die Tsetsefliege beheimatet, die als Überträger der Schlafkrankheit gilt. Während die meisten wild lebenden Tiere gegen den Erreger immun sind, können sich Menschen damit infizieren.

Das Klima im Tarangire Nationalpark ist deutlich trockener als in anderen Regionen Tansanias. Die Niederschläge während der Regenzeit fallen geringer aus als im benachbarten Lake Manyara Nationalpark. Dennoch sind in den ganzjährig grünen Sumpflandschaften mehr als 550 verschiedene Vogelarten beheimatet. Zahlreiche Arten sind endemisch und kommen ausschließlich in dieser Region vor. Auf Safaris in diesem Naturreservat begegnen Ihnen Riesentrappen, kreischende Nashornvögel und mit dem Massai-Strauß der größte Vogel der Erde. Im Geäst der Bäume liegen Löwen und Leoparden auf der Lauer oder halten in der Mittagshitze Ruhe. Die riesigen Populationen an Pflanzenfressern haben eine gewaltige Raubtierdichte im Nationalpark zur Folge. Abgesehen vom Ngorongoro Krater leben hier die meisten Löwenrudel in Tansania auf verhältnismäßig kleiner Fläche zusammen. Die beste Reisezeit für einen Besuch des Parks liegt in der Trockenzeit zwischen Juni und Oktober. Zu dieser Zeit drängen sich die Bewohner der Savanne an den Wasserlöchern und am Flusslauf des Tarangire zusammen, immer auf der Suche nach dem kostbaren Nass. Zebras, Gnus, Elefanten, Giraffen und Antilopen können Sie während dieser Periode auf engstem Raum beobachten.

Zahlreiche Camps und Lodges im Tarangire Nationalpark dienen Ihnen während Ihres Aufenthaltes als Unterkunft. Häufig bilden befestigte Zeltanlagen die Übernachtungsmöglichkeit. In Lodges, die in der Nähe des Flusses liegen, haben Sie die Gelegenheit, wild lebende Tiere von der Terrasse Ihrer Unterkunft aus zu beobachten. Safaris werden von allen Lodges und Camps angeboten. Entweder werden die Ausflüge unter Führung erfahrener Guides mit geländegängigen Fahrzeugen oder zu Fuß durchgeführt. Darüber hinaus stehen Ausflüge zu den Dörfern der Massai auf dem Programm. Nicht nur für geschichtsinteressierte Urlauber ist eine Fahrt zu den prähistorischen Felszeichnungen in der Nähe von Kolo ein Erlebnis. Sämtliche Straßen im Park sind weder asphaltiert noch gepflastert. Die Fortbewegung erfolgt ausschließlich mit Allradfahrzeugen. Im Rahmen einer Rundreise durch Tansania ist oft eine Safari im Tarangire Nationalpark vorgesehen. Die Anfahrt erfolgt von der Stadt Arusha oder vom Nationalpark Manyara.

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