Impfungen und Gesundheit in Tunesien

Bei der Einreise nach Tunesien aus Deutschland sind keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Erfolgt die Einreise aus Infektionsgebieten, ist eine Impfung gegen Gelbfieber Pflicht.

Generell wird empfohlen, den bestehenden Impfschutz gegen die Standardimpfungen zu überprüfen und gegebenenfalls eine Auffrischung vornehmen zu lassen. Zu den Standardimpfungen gehören für Erwachsene der Schutz gegen Tetanus, Keuchhusten, Diphterie und Kinderlähmung (Polio). Das Auswärtige Amt rät darüber hinaus zum Impfschutz gegen Hepatitis A und bei einem längeren Aufenthalt im Land zur Impfung gegen Hepatitis B und Tollwut.

Die Qualität des Leitungswassers hat in Tunesien seit dem Jahr 2011 konstant abgenommen. Um Durchfallerkrankungen zu vermeiden, sollten Sie auf den Genuss von nicht abgekochtem Leitungswasser grundsätzlich verzichten. In Supermärkten erhalten Sie abgefülltes Mineralwasser mit oder ohne Kohlensäure, das bedenkenlos konsumiert werden kann. Im äußersten Notfall sollte Leitungswasser desinfiziert oder abgekocht werden.

Beim Verzehr von Nahrungsmitteln ist Vorsicht geboten. Sie sollten unbedingt geschält, gekocht oder desinfiziert werden und Fliegen müssen von Lebensmittel ferngehalten werden. Gründliche Handhygiene ist die Grundlage zur Vermeidung von Erkrankungen des Verdauungsapparates. Vor der Speisenzubereitung müssen Sie die Hände mit Seife waschen und nach Möglichkeit Einweghandtücher benutzen.

In Einzelfällen werden durch Mücken oder Zecken Infektionskrankheiten wie Phlebotomus Fieber und Leishmaniose übertragen. Beim Aufenthalt im Freien darf Insektenschutzmittel im Gepäck nicht fehlen, das die Quälgeister fernhält. Ein Moskitonetz leistet wertvolle Dienste bei einer mehrtägigen Wüstensafari in der Sahara. Darüber hinaus muss der intensiven Sonneneinstrahlung in Tunesien Rechnung getragen werden. Die Hautpartien sollten mit einer Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor gegen Sonnenbrand geschützt werden.

Die medizinische Versorgung in der Hauptstadt Tunis ist mit europäischen Verhältnissen vergleichbar. Außerhalb der Metropole müssen Sie mit deutlichen Einschränkungen in der Versorgungssicherheit rechnen. Generell empfiehlt sich vor Reiseantritt eine Beratung durch einen Tropenmediziner, der die gesundheitlichen Risiken in Tunesien objektiv einschätzen kann.

Dringend angeraten ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung vor Reisebeginn. Zwar besteht zwischen Deutschland und Tunesien ein Sozialversicherungsabkommen, doch die Kosten für den Besuch in einer Privatklinik oder einen eventuell fälligen Krankenrücktransport nach Europa werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen. Niedergelassene Ärzte sprechen nur in Einzelfällen deutsch. Die meisten Mediziner sprechen ausgezeichnet französisch und ein passables Englisch. Medizinische Leistungen müssen vor Ort in bar bezahlt werden und werden nach Ihrer Rückkehr in das Heimatland von der Krankenkasse erstattet.

Stand: Mai 2014

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/. Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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