Hammamet - beliebter, quirliger Badeort

Hammamet ist ein touristisches Zentrum im Norden Tunesiens, das mit seinen kilometerlangen Sandstränden am Mittelmeer Badeurlauber aus ganz Europa anzieht.

Hammamet
Hammamet - beliebter, quirliger Badeort

Der Badeort Hammamet liegt im Südosten der tunesischen Halbinsel Cap Bon und gehört zu den populärsten Touristenorten im Land. Rund 65.000 Einwohner leben in der Küstenstadt. In den Sommermonaten zur Hauptsaison erhöht sich die Zahl der Menschen um ein Vielfaches. Hammamet entwickelte sich aus einer kleinen römischen Siedlung mit dem Namen Pupput. Die Ausgrabungsstätten des antiken Ortes liegen etwas außerhalb des Stadtgebietes. Im 13. Jahrhundert wurde eine Festung eine Festung in unmittelbarer Meeresnähe errichtet. Im 15. Jahrhundert war der Ort ein Unterschlupf für Piraten und wurde mehrfach von den Spaniern angegriffen. Der touristische Aufschwung des ehemaligen Fischerdorfes begann am Anfang des 20. Jahrhunderts, als Schriftsteller und Künstler wie Guy de Maupassant, Paul Klee und Oscar Wilde die Reize Hammamets mit seinen langen Sandstränden entdeckten und an diesem Ort arbeiteten. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wuchs der Küstenort zu einem touristischen Zentrum heran.

Die Küstenregionen auf der Halbinsel Cap Bon gehören zu den landschaftlich reizvollsten Landstrichen Tunesiens. Das türkisblaue Meer funkelt in der Sonne und die breiten Sandstrände laden zum Sonnenbaden und Relaxen ein. Orangen- und Zitronenhaine ziehen sich in unmittelbarer Küstennähe entlang und an zahlreichen Orten wird Wein angebaut. Hammamet ist ein Paradies für Strandurlauber und Wassersportler. Der Strand von Yasmine Mammamet empfängt Sie mit weichem Sand und einem umfangreichen Sport- und Freizeitangebot. Vor Ort kann eine Surfausrüstung ausgeliehen werden und es gibt die Möglichkeit zum Banana-Riding und zum Beachvolleyball spielen. Sonnenschirme und Strandliegen können vor Ort gemietet werden und zahlreiche Snackbars, Cafés und Restaurants sorgen für das leibliche Wohl der Strandurlauber. In Ufernähe befinden sich zahlreiche Hotels und Appartementkomplexe sowie einige Vergnügungseinrichtungen wie eine Achterbahn und einen Zoo.

Zwischen den Stränden erstreckt sich mit der sogenannten Medina die kleine historische Altstadt von Hammamet. Sie ist vollständig von einer Mauer umgeben und wird im Westen von der Festung aus dem 13. Jahrhundert begrenzt. Zwei Moscheen gehören zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt. Die Große Moschee wurde im 15. Jahrhundert errichtet und die Sidi-Gailani-Moschee stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. In die kleine Altstadt gelangen Sie durch ein Stadttor, hinter dem sich die Straße zum Marktplatz anschließt. Hier drängen sich auf dem als Souk bezeichneten orientalischen Basar die Stände der Händler aneinander. In den überdachten Marktgassen herrscht reges Treiben, selbst wenn heute hauptsächlich Souvenirs angeboten werden. Neben Stoffen und Teppichen türmen sich Lederwaren, Messinggegenstände und bunte Keramik auf den Tischen der Händler. Unmittelbar vor dem großen Hauptplatz der Medina wurde ein Denkmal errichtet, das an den tunesischen Befreiungskampf erinnert und in der Konstruktion dem Pariser Eiffelturm nachempfunden ist.

Hier nimmt mit der Avenue Habib Bourguiba eine der zwei Hauptverkehrsstraßen von Hammamet ihren Anfang, die gleichzeitig den Mittelpunkt des touristischen Lebens in der Stadt bildet. In diesem Bereich befinden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Bars und Diskotheken. Nach Einbruch der Dunkelheit reißen die Besucherströme in den Sommermonaten nicht ab, denn die meisten Clubs und Dance-Bars haben bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Eine Attraktion für Kinder befindet sich in der Nähe der Hauptstraße, die die Städte Tunis und Sousse miteinander verbindet. Dort wurde ein großer Freizeitpark mit zahlreichen Fahrgeschäften, einer Go-Kart-Bahn und einem Autoscooter eingerichtet. Rund drei Kilometer außerhalb des Stadtzentrums liegt mit dem Centre Culturel International das Kulturzentrum des Badeortes. Es ist in der ehemaligen Villa des rumänischen Millionärs George Sebastian untergebracht und ist im Sommer Veranstaltungsort für ein internationales Folklore- und Theaterfestival. Trotz des boomenden Tourismus besitzt der Fischfang noch immer eine große Bedeutung auf der Halbinsel Cap Bon. In vielen Restaurants werden exzellente Fischgerichte und Kreationen aus verschiedenen Meeresfrüchten serviert.

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