Wetter, Klima und Reisezeit in China

Das Klima in der Volksrepublik China ist vielfältig und reicht von der sibirischen Kälte bis zur subtropischen Hitze. Das Land unterteilt sich in insgesamt sechs Klimazonen. Ein großer Teil des Landes liegt in der gemäßigten Zone, die ähnlich wie Deutschland vier Jahreszeiten besitzt, im Gegensatz zu unseren Breiten fallen in China jedoch rund 90 Prozent des Jahres-Gesamtniederschlags in den Sommermonaten.

Im Herzen Chinas herrscht in den Gebirgen des Himalaya kühles Gebirgsklima mit extrem kalten Wintermonaten, die aber fast jeden Tag von Sonne begleitet werden. Die Sommer sind hier mit fünf bis neun Regentagen im Monat relativ feucht und die Gegend ist sehr fruchtbar.

Der Nordosten des Landes an der Grenze zu Russland wird vom winterkalten Nadelwaldklima bestimmt. Die Winter sind in dieser Region besonders lang und unbarmherzig. Die Sommer sind hier sehr kurz, können dafür aber extrem heiß und durch den Sommermonsun auch besonders feucht sein. Die Jahresdurchschnittstemperatur erreicht hier aber trotzdem maximal 10 Grad. Der Nordosten Chinas ist außerdem mit rund 106 Regentagen im Jahr mit besonders viel Niederschlag gesegnet.

Von der Wüste Takla Makan bis zur Hauptstadt Peking herrscht ein trockenes Wüsten- und Steppenklima. Reisende finden hier heiße Sommer und niederschlagsarme Winter vor. Im Gegensatz zum Nadelwaldklima des Nordostens kommt es in dieser Klimazone zu durchschnittlich nur 14 Regentagen im Jahr. Die Temperatur kann, abhängig von der Tageszeit, starken Schwankungen unterliegen.

Der Osten Chinas ist vom kontinentalen Monsunklima geprägt. Bei einem Besuch erwartet Sie hier ein heißer Sommer mit starken Regenfällen (Sommermonsun) und drückender Schwüle. Ab Oktober herrschen für Europäer angenehme Temperaturen. Die Winter sind in diesem Teil des Landes kühl und in der Regel schneearm.

Vor allem der Südosten des Landes ist durch subtropisches Klima geprägt. Die tropischen Sommer bringen zahlreiche Niederschlägen mit sich, die Winter sind hingegen trocken und mild. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt hier zwischen 12,5 und 19,5 Grad.

Der Süden Chinas wird von einem tropischen Klima beherrscht, das ganzjährig eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist.

Insgesamt ist das Klima in China vorwiegend tropisch bis subtropisch geprägt. Die Winter sind recht mild und trocken, während die Monate von Mai bis September vom Monsun beherrscht werden.

Grundsätzlich nehmen die Niederschläge von Nord nach Süd und von West nach Ost zu. Die von China annektierte Provinz Tibet ist mit 100 Millimetern Niederschlag pro Jahr eine der trockensten Regionen innerhalb der Volksrepublik China. Die landwirtschaftliche Nutzung wird erst ab einer Niederschlagsmenge von etwa 400 Millimetern jährlich möglich. Aus diesem Grund sind weite Teile Chinas nicht für den landwirtschaftlichen Anbau geeignet. Im Südosten des Landes sowie auf der ebenfalls teilweise von China kontrollierten Insel Taiwan fallen bis zu 3000 Millimeter Niederschlag jährlich.

Die Monate Mai bis Juni und September sowie Oktober gelten als beste Reisezeiten. Einzelne Regionen bieten aber auch in den Sommer- oder Wintermonaten interessante Ausflugsmöglichkeiten. Für einen Besuch Tibets sind zum Beispiel die Monate August und September ideal und Südchina lockt vor allem in den Wintermonaten zahlreiche Besucher an.

Ein Wetterphänomen, das in China häufig auftritt, sind Taifune. Mit ihren großen Windstärken und starken Niederschlägen, die in kurzen Zeiträumen zu schweren Überschwemmungen führen können, sind Taifune eine verheerende Naturgewalt. Die tropischen Wirbelstürme treten ab Mai verstärkt an der Südküste Chinas auf und auch die Regionen weiter nördlich sind von Juni bis November von Taifunen betroffen. Die Ursache für diese Wirbelstürme liegt in den hohen Meerestemperaturen. Ein Taifun kann sich erst ab Wassertemperaturen über 25 Grad bilden.

Ein weiteres wetterbedingtes Phänomen in China sind Dürren. Besonders im Norden und im Herzen Chinas zerstören anhaltende Dürreperioden regelmäßig Millionen Tonnen Getreide und haben einen großen Einfluss auf die Trinkwasserversorgung der hier ansässigen Menschen. Die letzte schwere Dürreperiode gab es 2006. Sie vernichtete etwa zehn Millionen Tonnen Getreide.

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