Xian - erste Hauptstadt des Kaiserreichs

Xian gehört zu den kulturell bedeutendsten Städten Chinas. Mehr als 1.000 Jahre lang war sie Hauptstadt von verschiedenen Dynastien und besaß als ein Hauptort der Seidenstraße große Bedeutung als Handelszentrum.

Xian
Xian - erste Hauptstadt des Kaiserreichs

Während der Zeit der Qin-Dynastie wurde Xian zur ersten Hauptstadt des Kaiserreichs "China (China – Gesichter der Volksrepublik)":"/gebiet-a-z/asien/china.html. Diese Funktion übernahm die Stadt für einen Zeitraum von mehr als 1.000 Jahren. Xian ist heute die Hauptstadt der chinesischen Provinz Shaanxi. In der Metropole leben rund 4 Millionen Einwohner. Im erweiterten Umland der Stadt leben weitere 4,8 Millionen Menschen. Xian besitzt einen unvergleichlichen Reichtum an Kulturdenkmälern, Kunstgegenständen, Tempelanlagen und Gärten. Die Stadt zählt heute zu den wichtigsten Industriestandorten Chinas und ist ein wissenschaftliches Zentrum des Landes. Die Universität Nordwestchinas hat in Xian ihren Sitz und die Stadt ist Ausgangspunkt für Besichtigungstouren zu der weltberühmten Terrakotta-Armee. Xian liegt in der warmen gemäßigten Zone. Bedingt durch die Lage im Landesinneren herrscht kontinentales " Monsunklima (Wetter China)":/gebiet-a-z/asien/china/china-informationen/wetter-china.html. In den Sommermonaten liegt die durchschnittliche Tagestemperatur über 30 Grad. Im Winter sinkt sie nicht selten auf unter 0 Grad ab.

Xian lag an der wichtigsten fernöstlichen Handelsroute, der Seidenstraße. Hier starteten die Karawanen mit Handelsgütern in Richtung Europa. Xian ist von einer mächtigen Stadtmauer umgeben, die nahezu vollständig erhalten ist und damit eine Einmaligkeit in China darstellt. Sie wurde während der Zeit der Ming-Dynastie errichtet und die Bauarbeiten dauerten acht Jahre an. Im Jahr 1370 begannen die Arbeiten an dem Bauwerk. Die Stadtmauer umschließt die Innenstadt in Form eines Rechtecks auf einer Länge von mehr als 13 Kilometern. Die vier Tore waren nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet und die Zugänge wurden von Zugbrücken geschützt. Mit einer Höhe von 12 Metern war sie ein zuverlässiges Bollwerk gegen Angreifer und Eindringlinge. Zu den bekanntesten Türmen in China zählt der Glockenturm von Xian. Er im Jahr 1384 wurde am Kreuzungspunkt der innerstädtischen Straßen errichtet, die die Stadt von Stadttor zu Stadttor durchzogen.

Xian Terrakotta Armee
Die Terrakotta Armee in Xian

Die Entdeckung der Terrakotta-Armee in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts war eine archäologische Sensation und das größte Ereignis auf diesem Gebiet im gesamten 20. Jahrhundert. Die Terrakotta-Armee zählt zu den wertvollsten und kulturhistorisch bedeutsamsten Funden weltweit. Sie ist die Grabbeigabe für den ersten chinesischen Kaiser Qin Shihuangdi, der vor 2.200 Jahren eine monumentale Begräbnisstätte errichten ließ. Nach seinem Tod sollten 7.000 Soldaten aus Terrakotta, 600 Tonpferde und 100 hölzerne Kriegswagen über ihn wachen. Zahlreiche Kriegswaffen aus Bronze fanden sich ebenfalls als Grabbeigaben. Die Entdeckung dieses Gesamtkunstwerks gelang einem Bauer durch Zufall im Jahr 1974. Eine weiter touristische Attraktion in Xian ist der sogenannte Stelenwald. Mehr als 3.000 steinerne Stelen werden heute in dem eigens eingerichteten Museum aufbewahrt. Die ältesten Relikte datieren auf die Zeit der Han-Dynastie. Die jüngsten Stelen stammen aus dem 19. Jahrhundert. Sie können die Stelen in sieben Hallen, sechs Galerien und einem Pavillon besichtigen.

Südlich von Xian befindet sich mit der Großen Wildgans-Pagode ein weiteres kulturgeschichtlich bedeutsames Bauwerk. Ursprünglich war die Pagode ein Tempel der Sui-Dynastie. Im Jahr 647 wurde er von Kaiser Gaozong aus der Tan-Dynastie um- und ausgebaut. Die Große Wildgans-Pagode besteht aus insgesamt sieben Stockwerken. Im Inneren verbirgt sich eine Holztreppe, über die Sie bis in das oberste Stockwerk gelangen. Von hier haben Sie eine traumhafte Aussicht bis nach Xian. 30 Kilometer östlich der Millionenmetropole befinden sich am Fuß des Huashan-Gebirges die Huaqing Chi-Themalquellen. Im 8. Jahrhundert ließ Kaiser Xuanzong einen Palast um den Berg errichten. Der Kaiser verbrachte viel Zeit in den weitläufigen Anlagen. Heute sind die Thermalquellen für die Öffentlichkeit zugänglich und Sie können ein Bad in dem warmen Wasser nehmen. Es gibt öffentliche Badehäuser und Tempel, die im Baustil der Tan-Dynastie errichtet wurden. Das Wasser in der Thermalquelle enthält seltene Mineralien und verschiedene andere Elemente, denen Heilkraft nachgesagt wird.

Zu Ihrer Orientierung finden Sie hier unsere Karte China.

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