Arbeiten in Indien

Die Wirtschaft in Indien boomt und die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften ist entsprechend hoch. Die Kenntnis der indischen Kultur ist für die erfolgreiche Arbeitsaufnahme von enormer Bedeutung.

Indien gehört einem anderen Kulturkreis an. Wenn Sie sich entscheiden, in Indien zu arbeiten, ist eine ausführliche Beschäftigung mit den Sitten und Bräuchen im Land eine wichtige Voraussetzung. Das Lohn- und Gehaltgefüge unterscheidet sich wesentlich von europäischen Maßstäben. Einstiegsgehälter für Ingenieure und Informatiker liegen umgerechnet selten über einigen Hundert Euro. Durch die niedrigen Lebenshaltungskosten werden die finanziellen Einbußen nur zum Teil ausgeglichen. In den boomenden Metropolen von Delhi bis Kalkutta verschlingen die hohen Mieten einen Großteil der Einnahmen.

Die größten Aussichten für die Aufnahme einer Tätigkeit in Indien bieten sich Ihnen über ausländische Firmen, die in dem Land Niederlassungen unterhalten oder über Entwicklungshilfeorganisationen. Da offizielle Stellenausschreibungen selten sind, bietet eine Initiativbewerbung die größten Chancen. Die deutsch-indische Handelskammer hält für Interessierte eine Liste mit zahlreichen deutschen Unternehmen bereit, die bereits in Indien agieren. Verwandschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen zu Indern erleichtern zusätzlich den Einstieg ins Berufsleben. Im täglichen Arbeitsumfeld ist es wichtig, eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Das Aufbauen von persönlichen Beziehungen zu den Kollegen besitzt in Indien eine große Bedeutung. In Indien erwartet Sie ein anderes Arbeitsklima als in vielen europäischen Ländern. Pünktlichkeit spielt eine eher untergeordnete Rolle und feste Geschäftszeiten sind die Ausnahme.

Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme in Indien ist eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung der indischen Behörden. Ein sogenanntes Arbeitsvisum wird maximal für die Dauer eines Jahres ausgestellt und muss danach verlängert werden. Im Vorfeld muss bei den Behörden ein gültiger Arbeitsvertrag vorgelegt werden. Nach der Einreise in das Land gilt eine vierzehntägige Frist, in der Sie sich beim jeweiligen Einwohnermeldeamt melden müssen. Ein längerfristiges Visum erhalten Sie bei der indischen Botschaft. Anträge werden in der Regel schnell bewilligt. Bei einer schriftlichen Antragsstellung dauert die Bearbeitungszeit etwa eine Woche.

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