Die Halbinsel Samosir - üppige tropische Vegetation

Samosir ist eine Halbinsel im Tobasee, die durch vulkanische Aktivität im Norden der indonesischen Insel Sumatra entstanden ist.

Halbinsel Samosir
Halbinsel Samosir - üppige tropische Vegetation

Eine Reise auf die Halbinsel Samosir führt Sie in eine Gegend, die vor Jahrtausenden durch vulkanische Aktivität entstanden ist. Experten schätzen, dass es vor etwa 75.000 Jahren zu einem verheerenden Vulkanausbruch auf der Insel Sumatra kam, in dessen Folge der Tobasee entstand. Der See ist rund 90 Kilometer lang und ca. 30 Kilometer breit. Er ist der größte und tiefste Kratersee der Welt und entstand durch einen Kratereinbruch. Die Halbinsel Samosir ragt als höchste Erhebung der Vulkankuppe heute aus dem Wasser. Sie ist mit dem Festland über eine schmale Landenge verbunden, die an einigen Stellen nicht mehr als 700 Meter breit ist. Am Ufer des Tobasees ziehen sich ein paar Dutzend Dörfer entlang. Die Halbinsel Samosir erreichen Sie vom Hafenort Parapat, der sich am Festlandsufer befindet. Es verkehren regelmäßig Personenfähren in die Dörfer Tuk Tuk, Ambarita und Tomok. Letzteres besitzt darüber hinaus eine Autofährverbindung mit dem Festland.

Die Region rund um den Tobasee und die Halbinsel Samosir sind ein Siedlungsraum der indonesischen Volkesgruppe Batak. Die Angehörigen der Volksgruppe haben eine ganz eigene Architektur zur Errichtung ihrer Häuser entwickelt. Die Gebäude sind in drei Stufen aufgebaut. Der untere Bereich besteht aus Pfahlbauten, unter denen sich ein Hohlraum befindet. Nicht selten werden Schweine in dem Unterbau gehalten und Unrat gelagert. Darüber befindet sich der Aufenthaltsbereich der Bewohner, der von Holzwänden umgeben ist. Den Abschluss finden die Häuser mit einem ausladenden Satteldach, dessen Giebel sich in einem sanften Schwung nach außen biegen und in die Höhe strecken. Die Dachzone nimmt optisch zwar den meisten Raum des Hauses ein, wird in der Praxis jedoch kaum genutzt. Die außergewönliche Bauweise der Batak-Häuser ist Teil der kulturellen Identität dieser Volksgruppe und wird selbst bei modernen Bauten berücksichtigt.

Die Überfahrt mit der Fähre zur Halbinsel Samosir ist ein eindrucksvolles Erlebnis. Dunkel glänzt die Wasseroberfläche des Tobasees in der Sonne und an den Ufern zieht sich eine üppige grüne Vegetation entlang. Oft ziehen Nebelschleier über den See, die eine geheimnisvolle Stimmung erzeugen. Die Halbinsel Samosir besitzt etwa die Größe Singapurs, was die gewaltigen Dimensionen des Tobasees und der darin liegenden Landmasse unterstreicht. Eine Möglichkeit, die Halbinsel zu erkunden, besteht im Rahmen von Radausflügen. Einen Verleih gibt es in den Dörfern am Seeufer. Insbesondere in Tuk Tuk erwartet Sie eine gute touristische Infrastruktur mit Restaurants und zahlreichen Herbergen. Seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts zieht es Backpacker und Aussteiger aus der ganzen Welt in das kleine Dorf auf der Halbinsel Samosir. In den Dörfern leben die Menschen mit ihren alten Traditionen. Genießen Sie in einem Hafenrestaurant die frisch zubereiteten Gerichte. Die Zutaten stammen aus der unmittelbaren Umgebung. Passionsfrüchte, Mangos und Avocados können Sie direkt von den Bäumen pflücken und frischer Fisch aus dem Tobasee wird täglich von den Fischern angelandet.

Bei einem Ausflug auf die Halbinsel Samosir dürfen Sie sich nicht einen Besuch des alten Friedhofs von Tomok entgehen lassen. Die dortigen Steingräber sind fast 400 Jahre alt. Das Dorf Ambarita im Osten der Halbinsel empfängt Sie mit zauberhaften Batak-Häusern, die als Beispiel für die außergewöhnliche Architektur bereits auf zahlreichen Fotos verewigt wurden. Im äußersten Norden der Halbinsel haben Sie in dem Dorf Simanindo die Gelegenheit, ein perfekt erhaltenes altes Batak-Haus zu besichtigen, in dem heute ein Museum untergebracht ist. Hier finden häufig Tanzaufführungen statt, die von einigen Musikern mit selbst hergestellten Instrumenten begleitet werden. Bei Ausflügen mit dem Fahrrad empfiehlt es sich, eine angemessene Geschwindigkeit zu wählen und jederzeit bremsbereit zu bleiben. Nicht selten werden die Straßen plötzlich von Ziegen und vereinzelt auch von Büffeln überquert. Sie durchqueren auf der Halbinsel Samosir überwältigende Naturlandschaften mit einer üppigen tropischen Vegetation.

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