Mount Bromo - eindrucksvolle Kraterlandschaft

Der Mount Bromo gehört zu den aktivsten Vulkanen auf der indonesischen Insel Java. Der Berg ist vom Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark umgeben und sein Gipfel kann erklommen werden.

Mount Bromo
Mount Bromo - eindrucksvolle Kraterlandschaft

Mit einer Höhe von etwas mehr als 2.300 Meter gehört der Mount Bromo zwar nicht zu den höchsten Vulkanen Indonesiens, aber die eindrucksvolle Kraterlandschaft zählt zu den spektakulärsten Ausflugszielen des südostasiatischen Landes. Der Krater des Mount Bromo ist die jüngste Öffnung des Tengger-Vulkan-Massivs im Osten der Insel Java. Die Umgebung des Vulkans wurde zum Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru ernannt. Der Semeru gehört wie der Mount Bromo zu einer ganzen Kette Feuer speiender Berge, die sich an einer tektonischen Plattengrenze entlangziehen. Entlang des Sundagrabens schiebt sich die Indoaustralische Platte unter die Eurasische Platte, was ein beschleunigtes Aufsteigen von Magma aus großer Tiefe zur Folge hat. Über die Vulkane entlädt sich der Druck aus dem Erdinneren und ließ in Jahrtausenden die bizarren Kraterlandschaften im Nationalpark entstehen.

Eine gespenstische Atmosphäre empfängt Sie am Mount Bromo in den Morgenstunden. Die sanftgrünen Berghänge rund um den Vulkankegel leuchten bereits im Licht der aufgehenden Sonne, während die kargen Gipfel der Berge aus dem Nebel schauen. Eine Besichtigung des spektakulären Vulkanmassivs ist ein fester Programmpunkt bei einer Individualreise durch Indonesien und der Berg wird im Rahmen zahlreicher Rundreisen angefahren. Der Mount Bromo gilt als einer der am besten zugänglichen aktiven Vulkane Indonesiens. Die Anreise zum Berg erfolgt über eine abwechslungsreiche Strecke, die über die Orte Pasurua und Tosari führt. Alternativ können Sie die Route über die Provinzstadt Probolinggo nutzen. Anschließend erreichen Sie die Tengger-Hochebene, die von rund 35.000 Menschen bewohnt wird. Am Tengger-Krater passieren Sie eine Ebene, die nahezu komplett mit vulkanischen Ablagerungen bedeckt ist. Die Temperaturen steigen hier selbst im Hochsommer selten über 20 Grad und sinkt nachts häufig unter den Gefrierpunkt ab. Die Ebene befindet sich rund 2.000 Meter über dem Meeresspiegel.

Die gute Zugänglichkeit des Bromo-Vulkans macht ihn zu einem beliebten Ausflugsziel in- und ausländischer Touristen. Nehmen Sie sich Zeit für eine ausgiebige Besichtigungstour im Bromo-Tengger-Semeru Nationalpark. Traumhafte Aussichten erwarten Sie häufig bereits wenige Meter abseits der touristischen Pfade. An stillen Plätzen können Sie das gewaltige Ausmaß dieser grandiosen Berglandschaft auf sich einwirken lassen und die Natur in vollen Zügen genießen. Ein gewisses Maß an Vorsicht sollten Sie auf Ihren Exkursionen walten lassen, denn nicht alle Wege sind befestigt und ein Ausbruch des Vulkans kann jederzeit erfolgen. Die letzten Teilstücke bis zum Kraterrand sind die beschwerlichsten Abschnitte des Weges. Das erste Teilstück bis zu einem Plateau unterhalb des Gipfels können Sie mit einem Führer auf dem Pferderücken zurücklegen oder zu Fuß bewältigen. Der letzte Abschnitt führt Sie über mehrere Hundert Stufen, die teilweise stark beschädigt sind, bis zum Kraterrand. Gutes Schuhwerk und Trittsicherheit sind beim Aufstieg und auf dem Weg am Kraterrand unerlässlich.

Oben angekommen erwartet Sie eine der spektakulärsten Aussichten Ihres Urlaubs in Indonesien. Um den Kraterrand führt ein schmaler steiniger Pfad. Wie ein Höllenschlund gähnt der steile Abgrund des Kraters auf der einen Seite, während auf der anderen Seite die Außenwände des Kraters steil abfallen. Ein herrlich gelegener Aussichtspunkt ist der Gunung Penanjakan. Der Mount Bromo bricht in unregelmäßigen Abständen aus. Im Jahr 2012 musste nach heftigen Erschütterungen und Eruptionen ein Gebiet im Umkreis von zwei Kilometern rund um den Berg gesperrt werden. An die Bewohner der Region wurden Staubmasken verteilt. Im Jahr 2004 kamen bei einem Ausbruch des Vulkans zwei Menschen ums Leben. In geringem Abstand vom Mount Bromo erhebt sich der Vulkankegel des Semeru. Mehrmals in der Stunde stößt der Berg eine Dampfwolke aus, die hin und wieder kleineres Eruptivgestein und Asche enthält. Mit einer Genehmigung der Nationalparkverwaltung kann auch dieser Vulkan bestiegen werden.

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