Ubud - Kunst- und Kulturzentrum

Die rund 30.000 Einwohner zählende Stadt Ubud auf der indonesischen Insel Bali gilt als das Kunst- und Kulturzentrum der Ferieninsel im Indischen Ozean.

Ubud
Ubud - Monkey Forest Statue im Affenwald in Ubud

Die Kleinstadt Ubud liegt rund 30 Kilometer von der balinesischen Hauptstadt Denpasar entfernt und gilt als das kulturelle Zentrum der indonesischen Ferieninsel. Einst war die Stadt ein beliebtes Ziel von Backpackern, die ihren Urlaub in einer der zahlreichen kleinen Hostels und Pensionen verbrachten. Mittlerweile hat sich das Antlitz von Ubud gewandelt und es entstehen zunehmend mehr Hotelanlagen, die sich bei Badeurlaubern großer Beliebtheit erfreuen. In den unzähligen Bars und Restaurants der Stadt werden Ihnen traditionelle balinesische und asiatische Köstlichkeiten serviert. In den Straßen herrscht ein reges Treiben. Mit den sogenannten Bemos kommen indonesische Kleinbusse aus sämtlichen Himmelsrichtungen und transportieren Besucher in die Stadt. Auf einem Bummel durch Ubud treffen sie auf kleinere und größere Märkte, auf denen neben einheimischen Obst- und Gemüsesorten zahlreiche Statuen, Schnitzereien und Bilder einheimischer Künstler angeboten werden.

Ubud ist ein Ort auf Bali, in dem die Kunst einen hohen Stellenwert besitzt. Zahlreiche Steinmetze, Maler, Schnitzer und Schattenspieler haben sich in der Stadt niedergelassen. Die geschaffenen Kunstwerke werden mithilfe traditioneller Fertigungstechniken hergestellt und zeichnen sich durch ihr hohes Maß an Authentizität aus. In den Museen der Stadt können Sie zahlreiche von Meisterhand geschaffene Kunstwerke bewundern. Besonders sehenswert sind das Neka Art Museum, das Museum Puri Lukisan und das Agung Rai Museum of Art, das zu den meistbesuchten Museen der Insel Bali gehört. Hier haben Sie die Gelegenheit, dem Nachwuchs der Tanzgruppen beim Training über die Schulter zu schauen oder am Abend die Tanzprofis im Rahmen einer Showveranstaltung bei der Arbeit zu bewundern. Seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zog es immer wieder europäische und amerikanische Maler, Musiker und Schriftsteller nach Ubud. Vor der Kolonialzeit war die Stadt Sitz balinesischer Prinzen und Adliger. Bis heute genießen die Nachkommen der feudalen Herrscher gesellschaftliches Ansehen in Ubud.

Neben den künstlerischen Höhepunkten hat die Stadt zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Der Puri Saren in Ubud ist eine alte Palastanlage, die in Teilen noch immer von den Angehörigen der Königsfamilie bewohnt wird. Die Anlage wurde nach dem Erdbeben von 1917 errichtet und kann besichtigt werden. Im Palast werden feierliche Zeremonien abgehalten und Prozessionen durchgeführt. Abends finden häufig Tanzvorführungen statt. Die Eingangstore des Palastes gelten als die schönsten auf der Insel Bali. Sie werden eingerahmt von Statuen, die mit farbigen Stoffbändern und Schirmchen ausgestattet sind. Der Innenbereich ist mit weiteren Statuen, kleinen Pavillons und Schreinen verziert. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Wasserpalast von Ubud. An der Frontseite des Palastes befindet sich ein Lotosblütenteich, der gemeinsam mit dem kunstvollen Eingangsbereich eine romantische Stimmung erzeugt. Der Pura Taman Saraswati ist Aufführungsort für wöchentliche Tanzdarbietungen.

Eine Besucherattraktion in Ubud ist der Affenwald am Ende der Monkey-Forest-Straße. Der Wald gilt den Einwohnern Balis als heilig und wird von mehr als 300 Makaken bevölkert. Die flinken Baumbewohner gehören zur Familie der Meerkatzenverwandten und leben gern in der Nähe von Menschen. Im Affenwald können Sie drei Tempelanlagen besichtigen, die allesamt aus dem 14. Jahrhundert stammen. Riesige Banyanbäume mit ihren gewaltigen Luftwurzeln wachsen in dem Wald. Gegen eine geringe Eintrittsgebühr kann der Wald täglich besichtigt werden. Eine Attraktion in Ubud ist der Markt am anderen Ende der Monkey-Forest-Strasse. In den Markthallen und unter freiem Himmel herrscht ein unübersichtliches Getümmel aus Händlern, Einkäufern und Touristen. Auf den Auslagen türmen sich Korbwaren, Schuhe, Kleidung, Gewürze, Schmuck und Souvenirs. Kunstgewerbliche Gegenstände stammen zumeist aus den Werkstätten einheimischer Künstler. Feilschen ist ausdrücklich erwünscht und wird erwartet. Unmittelbar neben dem bunten Markt erhebt sich ein kleiner Tempel, der von den Einheimischen und Händlern aufgesucht wird, um Opfergaben darzubringen und um Beistand für gute Geschäfte zu bitten.

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