Feiertage, Events und Festivals in Israel

Israel hat eine Vielzahl an Feier- und Festtagen, von denen die religiösen Feiern mit dem Judentum verbunden sind, während sich die nationalen Feiertage auf die Geschichte des Landes seit seiner Gründung im Jahr 1948 beziehen. Die religiösen Feste werden landesweit normalerweise im Kreis der Familie oder der jeweiligen Gemeinde unter strenger Einhaltung der Traditionen begangen.

Das Judentum basiert auf dem jüdischen Mondkalender, der zwölf Monate kennt, die auf dem Mondzyklus basieren. Der Zyklus der jüdischen Feiertage beginnt mit Rosh Hashanah, dem jüdischen Neujahrsfest, im hebräischen Monat Tishrei, der auf den späten September oder den frühen Oktober fällt. Auf das Neujahrsfest folgen Yom Kippur – der Versöhnungstag – und fünf Tage später Sukkot – das Laubhüttenfest. Letzteres gehört zu den jüdischen Wallfahrtsfesten und dauert sieben Tage.

Die zweite Feiertagsperiode des jüdischen Kalenders beginnt im Frühling und beinhaltet das Purimfest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus der persischen Diaspora erinnert, und das Pessach-Fest, das einen besonders hohen Stellenwert hat und als gesetzlicher Feiertag anerkannt ist. Besucher des Landes sollten berücksichtigen, dass an den hohen jüdischen Feiertagen die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Das Purimfest wird im Gegensatz zu den meisten anderen religiösen Festen nicht still und besinnlich, sondern ausgelassen und in bunter Karnevalsatmosphäre gefeiert.

Von großer Bedeutung ist auch das Lichterfest Chanukka, das jedes Jahr am 25. Tag des Monats Kislew beginnt und insgesamt acht Tage dauert. Auch in dieser Zeit bleiben Schulen, Verwaltungen und die meisten Geschäfte geschlossen. Einige Hotels führen für ihre Gäste Lichterzeremonien durch, nach denen traditionelle Chanukka-Speisen serviert werden.

Zu den gesetzlich anerkannten Feiertagen gehört neben dem jüdischen Oster- oder Pessach-Fest der israelische Unabhängigkeitstag Jom haAtzma‘ut, der ebenfalls anhand des jüdischen Kalenders bestimmt wird und meist im April stattfindet. Zu diesem Anlass zieht es traditionell Tausende Israelis in Parks, Wälder und an die Strände. Auch Freiluftkonzerte und Aufführungen werden geboten.

Der Jerusalem-Tag, auch Jom Jeruschalajim, ist ebenfalls ein gesetzlicher Feiertag, an dem das Land die Befreiung der Stadt und ihre Wiedervereinigung nach dem Sechstagekrieg feiert. Nach dem jüdischen Kalender findet er alljährlich am 28. Ijjar, dem achten Monat, statt. Besucher der Stadt können an diesem Tag die Flaggen-Parade mit Tanz und Gesang erleben, die in einer zentralen Veranstaltung vor der Klagemauer mündet und tausende Teilnehmer aus der ganzen Welt anzieht.

Der Holocaust-Gedenktag Jom haScho’a fällt auf den 27. Nisan, der siebte Monat des jüdischen Kalenders, und beginnt schon morgens mit Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem, der bedeutendsten Gedenkstätte für Holocaust-Opfer in Jerusalem. Im gesamten Land heulen um 10:00 Uhr morgens für zwei Minuten die Sirenen, während die Bevölkerung schweigend verharrt und der Opfer gedenkt. Zwar ist der Jom haScho’a ein gewöhnlicher Geschäftstag, doch sollten Sie sich darauf einstellen, dass viele Restaurants dennoch geschlossen sind.

Da in Israel drei Religionen nebeneinander existieren, müssen sich Touristen im arabischen Teil Jerusalems darauf einstellen, dass dort der Freitag der wöchentliche Ruhe- und Feiertag der Muslime ist. Dann sind während der Gebetszeiten die religiösen Stätten geschlossen. Zu den wichtigsten muslimischen Feiertagen gehören Idh el Adha, das Opferfest, Mohammeds Geburtstag und die Fastenzeit Ramadan. Diese richten sich ebenfalls nach einem eigenen Mondkalender.

Das größte Kulturereignis des Landes ist das Israel-Festival vom 23. Mai bis 14. Juni, das in Jerusalem, aber auch in anderen Landesteilen stattfindet und zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik bietet.

Jedes Jahr am 6. Juli veranstaltet Tel Aviv die große Wasserschlacht "Water War" am Rabin Platz. Zu diesem kostenlosen Spektakel müssen die Teilnehmer Wasserpistolen und andere Gefäße mitbringen, um sich gegenseitig so richtig nass machen zu können.

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