Wetter, Klima und Reisezeit in Israel

Israel liegt im Übergangsbereich vom maritimen zum Wüstenklima. Die Sommermonate sind trocken und heiß, im Winter – von November bis März – dagegen ist das Wetter mild und feucht. Wer von den Golanhöhen im Norden nach Eilat in den äußersten Süden reist, durchquert in wenigen Stunden mehrere Klimazonen. Die Spannbreite reicht dabei von den alpinen Bedingungen der Bergregionen, über das Mittelmeer- und Subtropenklima bis zu den Trockengebieten der Wüstenregionen.

Der Januar ist mit Durchschnittstemperaturen zwischen sechs und 15 Grad Celsius der kälteste Monat, im Juli und August hingegen sind die Temperaturen mit bis zu 33 Grad Celsius am höchsten. In dem in der Negev-Wüste gelegenen Eilat muss man in der Sommerzeit sogar mit Temperaturen bis zu 46 Grad Celsius rechnen.

Der meiste Niederschlag fällt zwischen November und März, wobei der Süden deutlich weniger Regen erhält als der bewaldete Norden. In den nördlichen Bergregionen ist während des Winters sogar mit Schnee zu rechnen und an den Hängen des Hermon befindet sich das einzige Skigebiet Israels. Die drei Gipfel des Hermon am nordöstlichen Zipfel der Golanhöhen sind über mehrere Monate mit Schnee bedeckt. Sogar Jerusalem wird in der Winterzeit gelegentlich von leichten Schneefällen überrascht, da die Stadt in den Bergen Judäas in einer Höhe von 610 bis 826 Metern liegt.

Intensive Landwirtschaft kann nur in Gebieten mit jährlichen Niederschlagsmengen von mehr als 300 mm besonders gut betrieben werden, also vor allem im hügeligen Landesinneren und im Norden, aber auch im Küstenbereich des Mittelmeers. Obwohl die Negev-Wüste und das mittlere und südliche Jordantal praktisch regenfrei sind und diese Regionen die höchsten Temperaturen des Landes verzeichnen, kann es dort in den Winternächten kühl und windig werden. Im Bereich der Mittelmeerküste werden die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht hingegen durch das maritime Klima abgemildert. An einigen Tagen im Jahr können extreme heißtrockene Sandstürme, die el-Chamsin, auftreten, die aus der Arabischen Wüste im Südwesten kommen.

Das Wetter in Israel ist somit von zwei Hauptjahreszeiten geprägt: den warmen, niederschlagsarmen Sommern und der regenreichen Winterzeit mit verhältnismäßig milden Temperaturen.

Israel ist ein sehr sonniges Land und eignet sich prinzipiell das ganze Jahr hindurch für einen Urlaub. Allerdings gelten die Monate zwischen Mai und Oktober als die optimale Reisezeit, wenn Sie einen ausgedehnten Badeurlaub am Mittelmeer oder am Roten Meer planen. Für Aktivurlauber könnte dieser Zeitraum zu warm sein, daher sollten sie das Frühjahr und den Herbst für ihre Reiseplanung in Betracht ziehen. Dann sind die Temperaturen in allen Landesteilen angenehmer, wobei das Wetter im äußersten Süden grundsätzlich warm und trocken ist – auch in den Wintermonaten, wenn entlang der Küste viel Regen fällt und das Hochland von Frost und Schnee bedeckt ist.

Die durchschnittliche Wassertemperatur des Mittelmeeres in den Sommermonaten liegt bei sehr angenehmen 25 bis 29 Grad Celsius. Das Rote Meer erreicht in dieser Zeit etwa die gleichen Temperaturen, kühlt sich allerdings im Herbst, Winter und Frühling weniger ab als das Mittelmeer. Auch das Wasser des Toten Meeres verfügt über ganzjährig angenehme Badetemperaturen, die lediglich von Januar bis April auf bis zu 19 Grad zurückgehen können. Der im Norden gelegene See Genezareth eignet sich in den Sommermonaten mit durchschnittlichen 28 Grad Celsius ebenfalls für einen Badeurlaub, wobei die Temperaturen von Januar bis März auf 15 Grad fallen können.

Obwohl die Monate Juni bis März als eher regenfrei gelten, können, wenn auch selten, im Norden des Landes plötzliche heftige Regenfälle auftreten. Im regenreichen Monat Januar sollten Sie die Talregionen möglichst meiden, da hier vermehrt starke Überschwemmungen auftreten können. Auch Unwetter und Hagel sind während der Regenzeit möglich, Tornados hingegen treten äußerst selten auf. Solche Stürme erlebte das Land zuletzt 2006.

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