Impfungen und Gesundheit in Japan

Für eine Reise nach Japan sind keine Schutzimpfungen zwingend vorgeschrieben. Die empfohlenen Standardimpfungen sollten vor Reiseantritt überprüft und gegebenenfalls aufgefrischt werden.

Zum Standardschutz gehören Impfungen gegen Keuchhusten, Diphterie, Tetanus und Polio. Darüber hinaus sollte Impfschutz gegen Röteln, Masern und Mumps vorhanden sein. Bei einem längeren Aufenthalt im Land empfiehlt das Auswärtige Amt Impfungen gegen Hepatitis B und die Japanische Enzephalitis Impfung. Derzeit besteht in Japan ein erhöhtes Risiko, sich mit Röteln zu infizieren. Zur Vorbeugung gegen die endemische Hand-, Fuß- und Mundkrankheit sollte auf die entsprechende Hygiene geachtet und der Kontakt mit Erkrankten vermieden werden.

Zwischen Juni und September besteht in den subtropischen Klimazonen des Landes ein erhöhtes Risiko, an japanischer Enzephalitis zu erkranken. Gegen die Tropenerkrankung bietet eine Impfung wirkungsvollen Schutz. Vereinzelt kann es im Buschland der Flusstäler zum Ausbruch von Fleckfieber kommen, das durch Kleiderläuse übertragen wird. Regelmäßige und gründliche Körper- und Kleiderhygiene minimiert das Risiko einer Infektion.

Die medizinische Versorgung in Japan befindet sich auf einem hohen Niveau und ist mit europäischen Standards vergleichbar. Fremdsprachige Ärzte sind vor allem in den Ballungszentren der großen Städte zu finden. Sind keine japanischen Sprachkenntnisse vorhanden, kann sich die Kommunikation in ländlichen Regionen als schwierig erweisen.

Eine besondere gesundheitliche Gefährdung besteht in der Roten Zone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima I im Norden der Insel Honshu. Die Strahlenbelastung ist in den evakuierten Gebieten auch Jahre nach der Katastrophe enorm hoch. Das Auswärtige Amt hat für diese von der japanischen Regierung ausgewiesenen Region eine Teilreisewarnung ausgesprochen. Längere Aufenthalte in der Gelben und Grünen Zone sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Für eine Reise nach Japan wird empfohlen, eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Diese übernimmt im Notfall die Kosten für eine privatärztliche Behandlung und einen eventuell erforderlichen Rücktransport nach Europa. Für diese Kosten kommen die gesetzlichen Krankenkassen nicht auf. Die Rechnung für eine medizinische Behandlung ist in der Regel sofort vor Ort zu begleichen. Über die Krankenkasse erfolgt anschließend die Rückerstattung der entstandenen Kosten.

Stand: Juni 2014

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/. Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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