Nagano - einzigartiger buddhistischer Tempel

Die Stadt Nagano liegt im Zentrum der japanischen Hauptinsel Honshu und war im Jahr 1998 Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur.

Nagano
Nagano - einzigartiger buddhistischer Tempel

Nagano ist eine Großstadt mit rund 400.000 Einwohnern, in der die Moderne des 21. Jahrhunderts auf alte traditionelle Kulturen stößt. Die Wirtschaft der Stadt wird vorwiegend durch die Seidenindustrie und den Maschinenbau geprägt. Hohe moderne Skylines prägen das Stadtbild ebenso wie traditionelle Teehäuser, Tempel und Schreine. Umgeben von malerischen Berglandschaften und traumhafter Natur liegt die Stadt eingebettet in eine reizvolle Landschaft. Nagano ist Produktionsstätte der Seidenindustrie, des Maschinenbaus und der Holzverarbeitung. Im Jahr 1949 wurde die Stadt durch die Eröffnung einer Universität aufgewertet. Das nahegelegene Erholungsgebiet Iizuna bietet den Besuchern das ganze Jahr über verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Im Sommer lädt die Hochebene zu ausgedehnten Bergwanderungen ein, bei denen Sie die Natur in ihrer Einzigartigkeit erleben. Im Winter locken die Skigebiete im Gebirge Tausende Besucher an.

Den Bekanntheitsgrad der Stadt verdankt Nagano dem berühmten Zenko Tempel. Der buddhistische Tempel beherbergt die größte Bronze-Statue Buddhas aus dem 7. Jahrhundert. Viele Legenden und Sagen beziehen sich auf den Tempel, doch niemand konnte bis heute in Erfahrung bringen, wo die erste Buddha Statue, die im Jahre 552 von Korea nach Japan gebracht wurde, verblieben ist. Nur alle sechs bis sieben Jahre kann eine Kopie der Statue von den Besuchern besichtigt werden. Durch mehrere Brände wurde die Anlage in der Vergangenheit teilweise zerstört und mithilfe von Spendengeldern wieder originalgetreu aufgebaut. Die aus dem Jahre 1707 stammende Haupthalle zählt heute zum nationalen Kulturschatz Japans. Der dunkle, hintere Teil der Halle birgt eine Besonderheit, den die Besucher sich ertasten müssen. Über eine dunkle Treppe tasten sich die Besucher an den Wänden entlang durch finstere Gänge, bis sie einen Schlüssel, der von der Decke hängt, berühren. Der sogenannte "Schlüssel der Erlösung" soll dem Menschen, der ihn berührt, die ewige Erleuchtung bringen. Ein weiterer Höhepunkt ist die Segnung buddhistischer Gebetsperlen die um 5:30 Uhr in der Morgenandacht Ojuzu Chodai stattfindet.

Ein Merkmal der heiligen Verehrung in Japan ist der Schneeaffe, auch Japanmakake genannt. Diese Affenart hatte ihren ursprünglichen Lebensraum in den Bergregionen der Hauptinseln Honshu, Shikoku und Kyushu. Durch das starke Touristenwachstum haben die Affen eine neue Futterstelle gefunden. In den Städten betteln sie Touristen um Nahrung an, die die Äffchen putzig und süß finden und sie gerne füttern. Bei den Einheimischen trifft dieses Verhalten auf kein Verständnis, da die Affen das Stadtgebiet nach und nach erobern und gegen ihren natürlichen Lebensraum in der Natur eingetauscht haben. Ein besonderes Naturereignis erwartet den Besucher in der Kirschblüten Zeit. In der Zeit von Ende März bis Anfang April blühen die Kirschbäume in Japan. Überall in den Regionen erstrahlt die Natur in hellrosa Farbe. Für die Japaner symbolisiert die Kirschblüte die "Vergänglichkeit des Lebens". Tauchen Sie ein in eine Welt voller Farbenpracht und besuchen Sie die Städte Japans zur Zeit der Kirschblüte.

Im Jahr 1998 erreichte die Stadt Nagano weltweiten Bekanntheitsgrad als Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Durch die verkehrsgünstige Lage lässt sich die Stadt von Tokio aus in gut zwei Stunden erreichen. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen möchte, hat die Möglichkeit, mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Tokio oder Takasaki aus anzureisen. Auch heute noch ist Nagano ein beliebtes Wintersportgebiet. Die Skisaison beginnt im November und begeistert Wintersportfans aus aller Welt bis in den Mai hinein. Nicht weit von Nagano entfernt liegt die Stadt Iizuna die in ihrem Wintersportgebiet den Besuchern eine außergewöhnliche Attraktion zu bieten hat. Iizuna verfügt über eine spiralförmige Rennrodel-, Skeleton-und Bobbahn. Die Bahn diente im Jahr 1998 als Wettkampfstrecken bei den Olympischen Winterspielen. Mit einer Länge von 1.360 Metern und 14 Kurven im Eiskanal ist sie eine Herausforderung für jeden Rennrodelsportler.

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