Nara - Tempel, Schreine und Ruinen

Nara ist eine japanische Großstadt voller historischer Kunst- und Kulturschätze. Die Stadt liegt im Süden der japanischen Hauptinsel Honshu und ist ein Zentrum des Buddhismus in Japan.

Nara
Nara - Tempel, Schreine und Ruinen

Die Stadt Nara bietet ihren Besuchern ein umfangreiches Angebot an historischen Schätzen. Alte Tempelanlagen, historische Schreine und gut erhaltene Ruinen lassen die Besucher in eine vergangene Zeit eintauchen. Damals wurde die alte Kultur Japans gelebt und bedeutungsvolle Tempel wurden errichtet. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten in Nara gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ein Besuchermagnet sind die Überreste des Heijo Palastes. Noch heute sind die Spuren vergangener Epochen in den Fundamenten des Bauwerkes zu erkennen. Wer die prächtigen japanischen Sika-Hirsche einmal aus nächster Nähe betrachten möchte, unternimmt einen Abstecher in den Nara Park. Dort beobachten Sie die Sika-Hirsche in freier Natur, die dem natürlichen Lebensraum der Waldbewohner angepasst ist. Die zahmen Hirsche gelten als Boten der Götter und lassen sich von den Besuchern des Parks streicheln und füttern. Nara besitzt mehrere Universitäten und ist wirtschaftlich richtungsweisend in der Textil- und Nahrungsmittelherstellung. Benannt wurde die Großstadt mit rund 360.000 Einwohnern nach der gleichnamigen Präfektur.

Nara war einst die Hauptstadt Japans und in der Zeit zwischen 710 und 784 n. Chr. unter dem Namen Heijo- Kyo bekannt. Sie wurde im späten 8. Jahrhundert von Kyoto als Hauptstadt abgelöst und verlor dadurch an Bedeutung. Die gut erhaltenen Tempelanlagen rund um Nara sind heute noch ein viel besuchtes Touristenziel. Besonders sehenswert ist der Todai-ji Tempel mit der größten Buddha-Statue. Die Bronzestatue besitzt eine beachtliche Höhe von 16 Metern und wiegt 452 Tonnen. Eindrucksvolle 8,50 Meter hohe Wächterstatuen aus dem Jahr 1199 befinden sich am Eingangstor und weisen bereits auf die gewaltigen Ausmaße des Tempels hin, der dem UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wer als Besucher durch den Tempel läuft, wird von seiner Größe und Einzigartigkeit gefesselt. Der in der Anlage befindliche Shinto Schrein der Gottheit Hachiman, wurde als Schutzgott des Großen Buddha ernannt. Dieser buddhistische Tempel zieht alljährlich Tausende Besucher in seinen Bann.

Ein außergewöhnliches Erlebnis ist ein Besuch im Kofuku-ji Tempel. Zur Nara-Zeit bestand die Anlage aus 150 einzelnen Gebäuden, die heute nur noch zum Teil erhalten sind und besichtigt werden können. Der Eintritt auf das Gelände ist frei. Für das Kofuku National Museum und den Goldenen Saal werden Eintrittsgelder erhoben. Beeindruckend ist die fünfstöckige Pagode, die gleichzeitig Symbol und Wahrzeichen der Stadt Nara ist. Mit 50 Meter Höhe ist sie der zweithöchste Tempel Japans. Im National Treasure Museum erwartet Sie eine eindrucksvolle Sammlung buddhistischer Kunst. Zu den bekanntesten und eindrucksvollsten Statuen Japans zählt die dreiseitige Ashura Statue. Im Goldenen Saal befindet sich eine große Holzstatue des Buddha Yakushi. In den drei goldenen Haupthallen der Tempelanlage befinden sich Kunstschätze, Statuen und Altäre, die alle zu den nationalen Kulturgütern Japans gehören. Das Hauptgebäude der Central Goldene Saal wurde bei einem Feuer 1717 zerstört und seitdem verheerenden Brand nicht mehr im Original aufgebaut. In den letzten Jahren wurde allerdings der Wiederaufbau der Goldenen Central Halle beschlossen, die bis zum Jahr 2018 fertiggestellt sein soll.

Großer Beliebtheit erfreut sich die Stadt Nara durch die günstigen Bahnverbindungen bei Backpackern. Sie ist durch eine Direktverbindung von Kyoto aus sehr gut zu erreichen und eignet sich hervorragend für Tagesausflüge und Besichtigungstouren. In der Innenstadt bieten sich Hostels und Pensionen als preiswerte Unterkunft an. Bei einem Bummel durch die Innenstadt Naras wird schnell klar, dass es zahlreiche Winkel und Stadtviertel gibt, die von Touristen kaum bemerkt werden. In den kleinen verwinkelten Gässchen findet das ursprüngliche japanische Leben statt. Versteckt liegen einige alte Bauwerke, Tempel und Schreine, deren Besuch jederzeit lohnt. Viele dieser Bauwerke gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die beeindruckende Leichtigkeit der Bauweise und Architektur und die zahlreichen typischen Häuser und kulturellen Rituale hinterlassen bei den meisten Besuchern dieser Stadt einen nachhaltigen Eindruck.

TOP