Nikko - drei Affen als Wahrzeichen

Die 94.000 Einwohner zählende Stadt Nikko liegt im Gebirge rund 140 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Tokio. Die Altstadt von Nikko wurde aufgrund zahlreicher historischer Tempel und Schreine von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Nikko
Nikko - drei Affen als Wahrzeichen

Die Stadt Nikko gehört zu den populärsten Ausflugszielen in Japan und hat eine Fülle an historischen Gebäuden und Baudenkmälern zu bieten. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt das Mausoleum des ersten Shogun Tokugawa leyasu. Die Stadt befindet sich direkt am Nikko Nationalpark, der mit seinen prächtigen Wasserfällen und einer malerische Landschaft beeindruckt. Die Besucher des Nationalparks erwartet ein Naturerlebnis der besonderen Art. Atemberaubende Berglandschaften, malerische Seen und spektakuläre Wasserfälle prägen das Bild des Nikko Nationalparks. Genießen Sie bei Ihrem Besuch in dem Naturschutzgebiet ein Bad in den heißen Quellen, die durch ihre verschiedenen Mineralien im Wasser eine wohltuende und entspannende Wirkung auf den Körper und Geist ausüben. Ein besonderes Highlight ist der Besuch eines Ryokan, ein Gasthaus ganz im traditionellen japanischen Stil gebaut. Meistens findet man solche Gasthöfe in der Nähe der heißen Quellen. Mit herzlicher Gastfreundschaft werden die Gäste empfangen und erhalten einen Einblick in die traditionelle japanische Lebensart.

Die im Nationalpark befindlichen Taiyuin Tempel und Toshogu Tempel gehören zu den meistbesuchten Stätten im Nationalpark. Im Toshogu Tempel befindet sich das Grab von Tokugawa Ieyasu, dem Begründer des Tokugawa Shogunats, das Japan von zwischen 1618 und 1868 regiert hat. Die spektakuläre Tempelanlage besteht aus mehr als einem Dutzend Gebäuden und ist reich mit Blattgold und Holzschnitzereien verziert. Einzigartig ist, dass der Tempel sowohl Elemente aus der Shinto Religion als auch des Buddhismus miteinander vereint. Der Taiyuin Tempel ist die Grabstätte des dritten Enkel Tokugawa Ieyasu. Dieser Tempel wurde aus Respekt zum Großvater weniger prunkvoll und bescheidener erbaut. Auch hier vereinen sich Shinto und Buddhismus. Früher war es üblich, beide Religionen miteinander zu vereinen. Während der Meiji Periode wurde der Buddhismus streng von der Shinto-Religion getrennt. Im Taijuin Tempel wurde die Trennung der Religionen nur zum Teil durchgeführt, während im Rest des Landes alle buddhistischen Elemente aus den Schreinen der Shinto entfernt wurden.

Geschichtlich wird die Stadt Nikko mit der Errichtung des Rinno-ji Tempels im Jahr 766 erstmals in Verbindung gebracht. Den Status einer Stadt erreichte Nikko jedoch erst im Februar 1954. In Nikko erwartet die Besucher eine Vielfalt an kulturellen Erlebnissen. Historische Schreine und Tempel erinnern an alteingesessene Rituale und Bräuche aus längst vergangener Zeit. Sie lernen die traditionelle Lebensart und buddhistischer Bräuche kennen. Die berühmten drei Affen, die nichts ,,Böses" sehen, hören und sagen, sind das Wahrzeichen der Stadt und finden sich als Fassadenschnitzerei auf dem "Stall der heiligen Pferde des Nikko Toshogu" wieder. Die sogenannten Japan-Makaken werden von den Menschen als heilig verehrt und haben ihren natürlichen Lebensraum in den Bergen gegen die Stadt eingetauscht. In ihrem neuen Lebensraum werden die Affen zunehmend zu einer Belastung für die Menschen, denn sie suchen ihr Futter in den Straßen und belästigen Touristen und Lebensmittelhändler.

Die Stadt Nikko liegt 530 Meter über dem Meeresspiegel und wird von hohen Bergen eingerahmt. Erwähnenswert sind vor allem der Berg Nantai mit einer Höhe von 2.486 Metern und der Schrein mit 2.578 Meter Höhe. In den Bergen befinden sich große malerische Bergseen. Zu den meistbesuchten Seen gehört der in 1.269 Meter Höhe liegende Lake Chuzenji und der in 1.478 Meter Höhe befindliche See Yunoko. Beide Seen unterstreichen mit ihrer Schönheit das malerische Landschaftsbild. Im Oktober ist die Landschaft rund um die Seen am reizvollsten, da die ganze Farbenpracht des Herbstes sich in seiner einzigartigen Vielfalt entfacht. Genießen Sie eine Fahrt mit dem Ausflugsschiff über den See und entdecken Sie die landschaftliche Vielfalt von der Wasserseite aus. Für eine individuelle Tour eignet sich die 350 Kilometer lange "romantische Straße", die an zahlreichen UNESCO-Welterbestätten vorbeiführt.

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