Studieren in Japan

Die Studienordnung in Japan basiert auf dem Bachelor-Master-System und ist damit dem europäischen Studiensystem verwandt.

Die zunehmende Zahl an Auslandsstudenten hat dazu geführt, dass zwischen deutschen und japanischen Hochschulen mehr als 220 Partnerschaften existieren. In dem asiatischen Land werden zwei Arten von Hochschulen unterschieden. Universitäten werden als Daigaku bezeichnet und Kurzuniversitäten tragen den Namen Tandai. Grundsätzlich kann nach vier Studienjahren der Bachelorabschluss erworben werden. Zwei weitere Studienjahre sind erforderlich, um den Mastertitel zu erwerben. Der Doktortitel kann in einem anschließenden Studiengang erworben werden, der sich über einen Zeitraum zwischen drei und fünf Jahren erstreckt. Während in den ersten vier Semestern hauptsächlich Grundlagen- und Allgemeinwissen vermittelt wird, erfolgt in den anschließenden Studienjahren die Spezialisierung auf eine bestimmte Fachrichtung.

Für Auslandsstudenten gibt es die Möglichkeit, ein Gaststudium oder ein Vollstudium an einer japanischen Universität aufzunehmen. Ein Gaststudium ist zeitlich begrenzt und erstreckt sich über einen Zeitraum von 1-2 Semestern. Ein Vollstudium erstreckt sich über die gesamte Studienzeit mit dem entsprechenden Abschluss. Auslandsstudenten benötigen zum Aufenthalt im Land ein Visum, das bei der japanischen Vertretung im jeweiligen Land beantragt werden muss. Dazu wird die Bescheinigung einer japanischen Universität mit der Studienzulassung benötigt. Dauert der Aufenthalt in Japan länger als sechs Monate, muss bei den örtlichen Behörden ein Ausländerpersonalausweis beantragt werden.

Universitäten in Japan werden in staatliche und private Hochschulen unterteilt. Die Studiengebühren liegen bei staatlichen Universitäten etwas niedriger als bei privaten Institutionen. Im ersten Jahr liegen die Kosten zwischen 8.000 und 9.000 Euro. Bei privaten Universitäten variieren die Kosten in Abhängigkeit von der gewählten Fachrichtung. Für Sprachkurse werden rund 6.500 Euro pro Jahr fällig, während für Studiengänge mit medizinischer Ausrichtung bis zu 45.000 Euro pro Jahr anfallen können. Wegen der hohen Kosten studieren die meisten Auslandsstudenten mit Unterstützung eines Stipendiums. Über die Anerkennung eines Abschlusses an einer japanischen Hochschule entscheidet in der Regel die Heimatuniversität der Studierenden individuell.

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