Impfungen und Gesundheit in Jordanien

Zwingend vorgeschrieben ist für die Einreise nach Jordanien die Impfung gegen Gelbfieber, sofern die Einreise aus Infektionsgebieten erfolgt. Bei der Einreise aus Westeuropa ist keine Impfung vorgeschrieben.

Vor einer Reise nach Jordanien wird empfohlen, den Standardimpfschutz zu überprüfen und die Impfungen gegebenenfalls aufzufrischen. Zu den Standardimpfungen gehören Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten, Diphterie und Kinderlähmung (Polio). Insbesondere der Impfschutz gegen Polio sollte dringend überprüft werden, da berechtigte Befürchtungen bestehen, dass sich mit den Flüchtlingsströmen aus Syrien diese Erkrankung auch in Jordanien ausbreiten kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO führt in Zusammenarbeit mit den jordanischen Behörden eine groß angelegte Impfkampagne im Land durch.

Neben den Standardimpfungen sollte Impfschutz gegen Masern, Röteln und Influenza bestehen. Bei einem Langzeitaufenthalt in Jordanien empfehlen die Behörden Impfungen gegen Hepatitis A und B sowie gegen Tollwut. Durchfallerkrankungen können während eines Aufenthaltes in dem vorderasiatischen Land durch den Verzicht auf den Genuss von Leitungswasser weitestgehend vermieden werden. Nach Möglichkeit sollte auch zum Zähneputzen und Geschirrspülen ausschließlich abgekochtes oder desinfiziertes Wasser bzw. Mineralwasser benutzt werden. Fliegen und Insekten sind von Nahrungsmitteln fernzuhalten und eine gründliche Handhygiene ist unabdingbar.

Einige Infektionskrankheiten wie Phlebotomus Fieber und Leishmaniose werden in Jordanien von Mücken übertragen. Wirksame Insektenschutzmittel gehören aus diesem Grund in das Reisegepäck. Darüber hinaus bieten Moskitonetze und langärmelige Kleidung einen gewissen Schutz. Bei einem längeren Aufenthalt in Jordanien wird eine routinemäßige Untersuchung auf Darmparasiten empfohlen, die ein- bis zweimal im Jahr durchgeführt werden sollte.

Die HIV-Infektionsrate in Jordanien ist sehr gering und nur 0,01 Prozent der Bevölkerung sind mit nachgewiesenermaßen mit dem Virus infiziert. Allerdings müssen sich ausländische Staatsbürger bei einem mehr als dreimonatigem Aufenthalt im Land einer ärztlichen Untersuchung mit einem Aids-Test unterziehen. Ist das Ergebnis positiv, kann unter Umständen eine Ausweisung erfolgen.

Die medizinische Versorgung in Jordanien entspricht in den größeren Städten weitestgehend europäischen Standards. Auf dem Land muss mit Einschränkungen sowohl bei der Notfallversorgung als auch bei der Behandlung alltäglich auftretender Krankheiten gerechnet werden. Generell wird vor Reiseantritt der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung empfohlen, die im Ernstfall die Kosten für den Rücktransport nach Europa übernimmt. Bei Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen müssen die Kosten vor Ort beglichen werden. Eine Rückerstattung durch die Krankenkasse erfolgt nach der Rückkehr in die Heimat.

Stand: Juni 2014

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. Bitte bedenken Sie, dass sich die Bestimmungen und erforderlichen Vorkehrungen für die Einreise jederzeit ändern können. Aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/. Staatsangehörige anderer Länder wenden sich bitte an die für sie zuständige Botschaft.

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