Wetter, Klima und beste Reisezeit für Jordanien

Das Klima in Jordanien weist in Abhängigkeit von der Topografie und der Entfernung vom Mittelmeer deutliche Unterschiede auf.

Jordanien Wetter
Jordanien Wetter

Im Norden und Nordwesten Jordaniens dominiert Mittelmeerklima mit langen heißen Sommern und vergleichsweise feuchten und milden Wintern. Im Sommer steigen die Tageshöchstwerte auf über 30 Grad und liegen im Mittel um die 25 Grad. Nachts liegen die Werte zwischen 17 und 21 Grad. In den Wintermonaten zwischen Dezember und Februar liegen die Höchstwerte tagsüber zwischen 8 und 12 Grad. In den Hochlagen der ostjordanischen Bergregion kann es unter Umständen zu Schneefällen kommen. Davon betroffen ist hin und wieder auch die Hauptstadt Amman, die auf einer Höhe von knapp 800 Metern auf einer Hochebene im Gebirge liegt. Die Sommer in der jordanischen Hauptstadt sind aufgrund der Höhenlage nicht so heiß, wie im Flachland.

Die höchsten Niederschlagsmengen fallen im Norden und Nordwesten in den Wintermonaten. Im westlichen Bergland fallen über das Jahr verteilt durchschnittlich 300-800 mm Regen, wobei es zwischen Juni und September nahezu vollständig trocken bleibt. Eine deutliche Abnahme der Niederschlagsmengen ist in Jordanien von West nach Ost und von Nord nach Süd zu verzeichnen. Dieser Umstand beeinflusst maßgeblich das Klima im Land.

Jordanien liegt im Übergangsbereich zwischen mediterranem Klima und kontinentalem Wüstenklima. Im Süden und Osten des Landes fallen mit durchschnittlich zwischen 50 und 100 mm die geringsten Niederschläge. Entsprechend spärlich gedeiht die Vegetation in diesen Landesteilen. Ein charakteristisches Merkmal von kontinentalem Wüstenklima sind die deutlichen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Tageshöchstwerte von mehr als 45 Grad sind in den Sommermonaten keine Seltenheit. Nachts fällt das Quecksilber in der Regel unter die 20-Grad-Marke. In den Wintermonaten können die Nachttemperaturen in den Wüstenregionen bis auf unter 10 Grad absinken. Wegen der anhaltenden Trockenheit in diesen Regionen sind die hohen Tagestemperaturen erträglich.

Ein gänzlich anderes Mikroklima herrscht in den tiefen Lagen des Jordangrabens. Der Canyon durchschneidet Jordanien von Nord nach Süd und ist ein Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs. Große Abschnitte der Schlucht liegen unter dem Niveau des Meeresspiegels und im Sommer herrscht heißes Tropenklima. Am Toten Meer liegt der tiefste Punkt 425 Meter unter dem Meeresspiegel. Ausflüge in diese Region sind für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen in den Monaten Juli und August wegen der drückenden Hitze nicht zu empfehlen.

In der Hafenstadt Aqaba am Roten Meer liegen die Tagestemperaturen ganzjährig über der 20-Grad-Marke. Unerträglich heiß wird es in den Sommermonaten mit durchschnittlich 34-38 Grad. Die Wassertemperaturen liegen zwischen 21 Grad im Winter und bis zu 27 Grad im Sommer. Reisende, die einen Bade- oder Tauchurlaub in Jordanien planen, finden im Süden des Landes ganzjährig hervorragende Bedingungen.

Wechselnde Luftströmungen sorgen in Jordanien zu bestimmten Jahreszeiten für außergewöhnliche Wetterphänomene. Im Frühjahr und Herbst fegt regelmäßig der sogenannte Chamsin über das Land. Dabei handelt es sich um einen heißen Wüstenwind, der für kurze Zeit aus Richtung Süd-Südost weht. Er entsteht durch eine Umstellung der Großwetterlage in diesen Jahreszeiten und kann sich zu einem zerstörerischen Sandsturm auswachsen, der große Teile der Ernte vernichten kann. Der Chamsin kündigt sich durch ein Fallen des Luftdrucks und durch eine Eintrübung des Himmels durch Milliarden feiner Sandkörnchen an.

In den Sommermonaten zwischen Juni und September kann es in Jordanien zum Auftreten des Schamal kommen. Diese sommerliche Luftströmung zieht aus Richtung Nordwesten kommend über Jordanien und den Persischen Golf. Mitunter können mittlere bis schwere Sandstürme entstehen. Das Phänomen tritt in der Regel mehrmals in den Sommermonaten auf und kann bis zu zehn Tagen andauern. Der Wind führt große Hitze im Gepäck und sorgt innerhalb kurzer Zeit für einen deutlichen Temperaturanstieg. Nachts flaut der Wind ab und wird nur noch als kühlende Brise wahrgenommen.

Die beste Reisezeit für Jordanien liegt im Frühjahr in den Monaten von März bis Mai und im Herbst zwischen Ende September und Mitte November. Im Frühling erstrahlen weite Landstriche im Norden und Nordwesten in frischem Grün und selbst in den Wüstenregionen kämpfen sich einzelne Pflanzen ans Licht. Die Temperaturen in dieser Jahreszeit sind angenehm mild und lassen Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten des Landes zu. Die Küste des Roten Meeres ist ein Ganzjahresreiseziel, wobei Sie sich in den Sommermonaten auf extrem heiße Tagestemperaturen einstellen müssen. Die Wassertemperaturen fallen auch zwischen Dezember und Februar nicht unter 20 Grad und machen Tauch- und Schnorchelausflüge zu den Korallenriffen möglich.

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