Dana - Hochplateaus, Felsmassive und tiefe Canyons

Das Dana Biosphärenreservat ist das größte Naturreservat Jordaniens. Es erstreckt sich von der Wüstenebene des Wadi Araba bis zum Qadisiyah-Plateau, das auf einer Höhe von 1.500 Metern über dem Meeresspiegel liegt.

Jordanien Dana
Dana - Hochplateaus, Felsmassive und tiefe Canyons

Das Dana Biosphärenreservat erstreckt sich auf einer Fläche von 308 Quadratkilometern und wurde nach dem kleinen Beduinendorf Dana benannt. Die abwechslungsreiche Landschaft schließt wüstenähnliche Hochplateaus, schroffe Felsmassive und tiefe Canyons ein. Mit Granit, Sandstein und Kalkstein finden sich drei unterschiedliche Gesteinsarten in dem Naturreservat. Die ungeheure Artenvielfalt schließt mehr als 800 Pflanzenarten, rund 200 verschiedene Vogelarten und knapp 40 Säugetierarten ein. Daneben leben einige Reptilienarten in dem Naturschutzgebiet. Zu den größten Säugetieren gehören Wölfe, Hyänen und Wildkatzen. Die Flora umfasst einige endemische Arten, die allein im Biosphärenreservat Dana vorkommen. Das Naturschutzgebiet liegt im Westen Jordaniens unweit der antiken Felsenstadt Petra. Vom Grund des Jordangrabens bis in die höher gelegenen Regionen des ostjordanischen Berglandes erwartet Sie eine kontrastreiche Landschaft, die über Wanderwege und Kletterpfade mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden erschlossen ist.

Im Jahr 1993 stellte die jordanische Regierung das Naturreservat unter den Schutz der Royal Society for the Conservation of Nature. Seither ist die Königliche Gesellschaft für Naturschutz bestrebt, einen sanften ökologischen Tourismus in der Region zu fördern. Das Dana Biosphärenreservat war das erste Naturschutzgebiet in Jordanien, in dem die einzigartigen Landschaften in eine nachhaltige touristische Nutzung einbezogen wurden. Aus diesem Grund bemühte man sich, die Bevölkerung weitestgehend in die Projekte einzubinden. Eine Überweidung der Flächen und ein Abholzen der Wälder durch ortsansässige Farmer muss vermieden werden und bei den Einwohnern muss die Einsicht für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen geweckt werden. Der Tourismus übernimmt dabei die Funktion einer alternativen Einkommensquelle für die Bewohner des Naturschutzgebietes. Dabei geht es auch um den Schutz bedrohter Tierarten wie den nubischen Steinbock, der in den Wüstenregionen des Dana Biosphärenreservates heimisch ist.

Das Dana Naturreservat lernen Sie auf einer Trekkingtour oder im Rahmen einer Jeep-Safari kennen. Wanderwege führen durch die Gebirgsregionen und durch die Täler. Es werden geführte Tagestouren und mehrtägige Trekking-Ausflüge durch das Naturschutzgebiet angeboten. Die Guides sind häufig ortskundige Beduinen, die das Naturreservat bestens kennen. Sie halten zahlreiche Hintergrundinformationen bereit und können zur Geologie, zu den Ökosystemen und zur Flora und Fauna konkrete Aussagen machen. Ausgangspunkt für Trekking-Touren im Dana Biosphärenreservat ist oft das Rummana-Camp. Dabei handelt es sich um ein Zeltdorf in der Wildnis, das für Übernachtungen im Naturschutzgebiet genutzt wird. Das Camp liegt am Fuß des Berges Jerbel Rummana und von seinem Gipfel haben Sie bei klarem Wetter eine fantastische Sicht bis zur israelischen Negev-Wüste. Rund 2,5 Kilometer vom Rummana-Camp entfernt befindet sich das Besucherzentrum des Dana Naturreservates. Es liegt am Rande einer tiefen Schlucht und ist mit dem Auto oder dem Bus zu erreichen. Zahlreiche Jordanien Rundreisen schließen einen Zwischenstopp an diesem Ort ein.

Trekking-Touren im Naturreservat führen unter anderem zu archäologischen Ausgrabungsstätten. In Feynan wurden Reste einer Kupferhütte entdeckt, in der bereits vor rund 6.000 Jahren Kupfererz gefördert und anschließend verhüttet wurde. Stillgelegte Minen, Berge aus Abraummaterial und ein Aquädukt erinnern noch heute an die geschäftige Betriebsamkeit, die einst in diesem Bergwerk geherrscht hat. In der Nähe befindet sich mit der Feynan Eco Lodge eine weitere Übernachtungsmöglichkeit im Dana Biosphärenreservat. Die Lodge setzt auf umweltfreundliche Energiegewinnung durch Sonnenkollektoren. Die Unterkünfte sind einfach und zweckmäßig. Vor der Hitze schützen die dicken Mauern der Gebäude und abends tauchen Öllampen und Kerzen die Umgebung in ein geheimnisvolles Licht. Die beste Reisezeit für eine Entdeckungstour im Dana Naturreservat liegt im Frühjahr und im Herbst. In den Sommermonaten kann es in der Region sehr heiß werden und die Wanderungen im unwegsamen Gebirge werden schnell zu einer Strapaze. Naturliebhaber und Aktivurlauber kommen im Dana Biosphärenreservat gleichermaßen auf ihre Kosten.

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