Arbeiten in Kambodscha

In Kambodscha gibt es die Möglichkeit, bei einem international tätigen Unternehmen eine bezahlte Tätigkeit aufzunehmen oder sich mit einer eigenen Geschäftsidee selbstständig zu machen.

Kambodscha gehört zu den ärmsten Ländern in Südostasien. Allerdings haben Europäer, die in dem Land einer bezahlten Tätigkeit nachgehen wollen, keine hohen bürokratischen Hürden zu überwinden. Dafür ist zunächst ein Einjahres-Business-Visums erforderlich, das bei den kambodschanischen Behörden beantragt werden muss. Wird eine bezahlte Tätigkeit in einem kambodschanischen Unternehmen angestrebt, müssen deutliche Abstriche beim Lohnniveau im Vergleich zu Europa gemacht werden. Etwas besser bezahlt ist die Tätigkeit in einem international agierenden Unternehmen, das in dem südostasiatischen Land eine Niederlassung betreibt. Die Lebenshaltungskosten in Kambodscha liegen etwas höher als in den Nachbarländern. Der Grund liegt in der großen Importabhängigkeit des Landes. Zahlreiche Lebensmittel, Kraftstoffe und technische Geräte müssen eingeführt werden.

Die Arbeitskultur in Kambodscha unterscheidet sich deutlich von europäischen Verhältnissen. Wirtschaftliche Strukturen befinden sich nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen erst im Aufbau und einzelne Arbeitsabläufe erscheinen häufig umständlich und unstrukturiert. Ausländische Unternehmen sind auf die enge Zusammenarbeit mit den Behörden angewiesen. Wer plant, sich in Kambodscha selbstständig zu machen, kann dieses Vorhaben vergleichsweise unkompliziert in die Tat umsetzen. Ansprechpartner für deutsche Unternehmen ist der Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft. Die Vereinigung steht deutschen Unternehmern unterstützend und beratend zur Seite und versorgt Sie mit Analysen zum Geschäfts- und Investitionsklima in Kambodscha. Weit verbreitet ist die Furcht vor unentgeltlicher Enteignung, wie sie unter der Herrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts an der Tagesordnung war. Der Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft unterhält Kontakte zu ranghohen Regierungsvertretern, um den Schutz vor willkürlicher Enteignung durchzusetzen.

Jobangebote für Kambodscha werden im Internet regelmäßig auf einigen asiatischen Jobbörsen veröffentlicht. Dort finden Sie auch Angebote für Praktika und Tätigkeiten in Entwicklungshilfeprojekten. Besonders bei jungen Menschen ist die Arbeit als Volontär beliebt. Im Rahmen dieser Tätigkeit unterstützen sie soziale Projekte in Kambodscha. Engagierte Mitarbeiter werden im Bereich der Bildung und in der Kinderbetreuung in Waisenhäusern gesucht. Die Mehrzahl der Auswanderer entscheidet sich für eine selbstständige Tätigkeit in dem südostasiatischen Land. Der aufstrebende Badeort Sihanoukville am Golf von Thailand lockt zahlreiche Auswanderer an, die dort ein Guest House, eine Bar oder ein Restaurant eröffnen. Dafür wird allerdings eine gewisse Menge an Startkapital benötigt. Grundsätzlich ist es Ausländern in Kambodscha untersagt, ohne Geschäftslizenz ein eigenes Bankkonto zu eröffnen. Die entsprechende Lizenz und die Arbeitsgenehmigung müssen in der Hauptstadt Phnom Penh bei den zuständigen Behörden beantragt werden.

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