Wetter, Klima und beste Reisezeit für Kambodscha

Das Klima in Kambodscha ist bedingt durch die geografische Lage nördlich des Äquators tropisch-feucht. Der Monsun unterteilt das Wetter in eine Trocken- und eine Regenzeit.

Kambodscha Wetter
Kambodscha Wetter

Das tropische Monsunklima in Kambodscha sorgt das ganze Jahr über für gleichbleibend hohe Temperaturen, die lediglich zur während der Regen- und Trockenzeit geringfügig schwanken. Im April werden die höchsten Werte gemessen. In diesem Monat liegen die Tagestemperaturen deutlich über 30 Grad. In einigen Regionen im Binnenland können Temperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden. Nachts kühlt es bis auf 24 Grad ab. Der Dezember und der Januar sind die kühlsten Monate in Kambodscha. Die Temperaturen erreichen in den Wintermonaten bei durchschnittlich 26 Grad ihren Tiefststand im Jahresvergleich. Nachts wird es mit 20-22 Grad kaum kühler.

Die regionalen Klimaunterschiede innerhalb des Landes sind gering und werden von den Gebirgszügen beeinflusst, die die zentrale Tiefebene umgeben. In Höhen von mehr als 700 Metern ist es 1-2 Grad kühler als im Kambodschanischen Becken, das etwa zwei Drittel der Landfläche einnimmt. In dieser Höhe gedeiht ein immergrüner Bergwald mit bis zu 20 Meter hohen Bäumen. An den niederschlagsreichen Westhängen der Berge wächst tropischer Regenwald, während in der Tiefebene Monsun- und Trockenwälder das Landschaftsbild dominieren. Dichte Mangrovenwälder befinden sich an zahlreichen Küstenabschnitten des Golfes von Thailand.

Regenzeit herrscht in Kambodscha zwischen April und Oktober. Der feuchte Südwestmonsun bringt dem gesamten Land ergiebige Niederschläge. In den tiefer gelegenen Landesteilen im Kambodschanischen Becken liegt die jährliche Niederschlagsmenge zwischen 1.500 und 2.000 mm. An den westlichen Berghängen stauen sich die Wolken und regnen sich ab. Aus diesem Grund liegt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr mit rund 4.000 mm deutlich höher als im Flachland. Die höchsten Niederschlagsmengen werden im Elefanten- und Kardamomgebirge gemessen, wo sich mit dem 1.813 Meter hohen Phnom Aural der höchste Berg Kambodschas befindet. Dort fallen bis zu 5.300 mm Regen im Jahr.

Die geringsten Niederschlagsmengen gehen im Jahresvergleich am Tonle Sap nieder. Der größte Binnensee Südostasiens liegt im Zentrum des Kambodschanischen Beckens und durchschnittlich fallen 1.000 mm Niederschläge in dieser Region. 70-80 Prozent der jährlichen Niederschläge fallen in der Regenzeit zwischen April und Oktober. Meist kommt es in den Nachmittags- und Abendstunden zu kräftigen Schauern mit ergiebigen Wassermengen. In den restlichen Monaten bestimmen trockene Luftströmungen aus nordöstlicher Richtung das Wetter in Kambodscha. Die Nordostwinde führen trockene Kontinentalluft heran und die Trockenwälder in den Ebenen werfen in dieser Zeit das Laub ab. Während der Regenzeit liegt die Luftfeuchtigkeit in Kambodscha konstant über 90 Prozent. In der Trockenzeit geht sie auf Werte unter 50 Prozent zurück.

Die beste Reisezeit für Kambodscha liegt in der Trockenzeit zwischen November und März. In dieser Zeit dominieren trockene Nordostwinde und die Luftfeuchtigkeit sinkt auf ein erträgliches Maß. Die Tagestemperaturen fallen unter die 30-Grad-Marke, was den Aufenthalt im Freien angenehm gestaltet. Am trockensten bleibt es im Dezember und im Januar. Im März steigen die Tageshöchstwerte allmählich an und erreichen im April den Höhepunkt. Besonders reizvoll präsentiert sich die Natur nach den starken Monsunregenfällen im November. Wenn die Niederschläge abgeklungen sind, erstrahlen die Wälder in sattem Grün und im Dschungel leuchten unzählige Blüten in unterschiedlichen Farben.

Die Regenzeit bringt in Kambodscha nicht nur ergiebige Niederschläge, sondern erschwert auch das Vorwärtskommen im Landesinneren. Viele Straßen sind überflutet und mit dem Auto oder Bus unpassierbar. Hinzu kommt eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit von mehr als 90 Prozent. Nach der Regenzeit lohnt ein Besuch der Tempelanlage von Angkor Wat. Die künstlich angelegten Wasserbecken und Seen sind dann prall gefüllt und der Urwald erstrahlt in farbenfroher Pracht. Ein weiteres Phänomen ist während der Regenzeit am Fluss Mekong zu beobachten. Ab Juli führt der größte Strom Südostasiens so viel Wasser, dass die Wassermassen entgegen der Fließrichtung in den Binnensee Tonle Sap strömen. Dieser schwillt bis zum Vierfachen seiner normalen Größe an und überflutet ganze Landstriche.

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