Wetter, Klima und Reisezeit in Malaysia

Aufgrund der geografischen Nähe zum Äquator herrscht in Malaysia generell ein tropisch-äquatoriales Klima mit ganzjährig hohen bis sehr hohen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit. Reisen im Land sind das ganze Jahr über möglich, die Temperaturen und das Klima schwanken jedoch in den verschiedenen Regionen des Landes, die sich in ihrer Topografie stark unterscheiden. So kann es vor allem im Hinterland und in den Bergen, sowohl auf dem Festland als auch auf Borneo, vor allem nachts empfindlich kühl werden.

Die unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse werden in erster Linie von zwei Faktoren bestimmt. Neben dem Höhenunterschied zwischen den Küsten und dem gebirgigen Hinterland ist vor allem die Ausrichtung der Küstengebiete mit ihren Inseln – entweder Richtung Südwestmonsun oder Richtung Nordostmonsun – ausschlaggebend für die Gestaltung der Regenzeiten. Während der Südwestmonsun von April bis September an der Westküste vorherrscht, sorgt der Nordostmonsun an der Ostküste und auf Borneo von November bis Februar für vermehrten Niederschlag.

An der Westküste und auf den vorgelagerten Inseln Langkawi, Penang und Pangkor scheint auch während des Monsuns häufig die Sonne und die Niederschläge sind weitaus moderater als an der Ostküste. Meiden Sie die Ostküste mit ihren vorgelagerten Inseln Perhentian, Rehang, Tioman und Lang Tengah während des Monsuns. Vor allem, wenn Sie sich nach Sonne und Strand sehnen, werden Sie während dieser Zeit enttäuscht sein.

Im Landesinneren, besonders in den Gegenden um die Cameron Highlands und um den Taman Negara Nationalpark, kann es das ganze Jahr über immer wieder zu ausdauernden Regenfällen kommen. Die Luftfeuchtigkeit ist besonders im Taman Negara Nationalpark sehr hoch und Sie werden überrascht sein, wie schnell die schwüle Hitze ihre Wirkung zeigt – bereits nach nur wenigen Minuten Fußmarsch durch den Regenwald sind selbst die fittesten Besucher schweißgebadet.

Die Luftfeuchtigkeit kann für Europäer, die ein moderates und trockeneres Klima gewohnt sind, generell unangenehm sein. Oft hilft an besonders heißen Tagen nur mehr die Flucht in klimatisierte Räume. Neben den Einkaufszentren bieten sich dann unter anderem auch Kinos an, um der Hitze für ein paar Stunden zu entkommen und dabei gleichzeitig unterhalten zu werden. Klimaanlagen sind in Malaysia gang und gäbe, was oft so weit geht, dass es mitunter in geschlossenen Räumen schon wieder unangenehm kalt werden kann. Dies gilt vor allem für Busse, in denen die Klimaanlagen in der Regel auf vollen Touren laufen. An den Küsten sorgt generell eine leichte stetige Brise für Abkühlung und die Luftfeuchtigkeit ist hier weniger hoch, aber trotzdem noch stark genug, um sich durch vermehrtes Schwitzen bemerkbar zu machen.

Ein Besuch auf Borneo ist das ganze Jahr über möglich. Da es sich um die drittgrößte Insel der Welt handelt, herrschen auch hier unterschiedliche Klimazonen vor und auch die Regenzeiten unterscheiden sich: Während in Sarawak der meiste Regen von November bis Februar fällt, ist in Sabah der Oktober der regenreichste Monat. Von einer Besteigung des Mount Kinabalu, der mit 4.095 Metern den höchsten Berg Südostasiens darstellt, ist daher im Oktober eher abzuraten. Eine Tour auf den Gipfel dauert in der Regel zwei Tage; sie führt anfangs durch dichten Regenwald mit einer extrem hohen Luftfeuchtigkeit, je höher Sie kommen, desto trockener und kühler wird die Luft jedoch. Da der Gipfelsturm in der Nacht beziehungsweise am frühen Morgen erfolgt und auch die Unterkünfte nicht besonders gut isoliert sind, sollten Sie unbedingt ausreichend warme Kleidung mitbringen. Auch ein Regenschutz ist empfehlenswert.

Generell können Sie auf Borneo davon ausgehen, dass Sie selbst in der Regenzeit herrlichste Sonnentage genießen können und umgekehrt in der Trockenzeit immer wieder Regen fallen kann, wenn auch weniger stark als in der Regenzeit.

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