Cameron Highlands - grüne Berglandschaft

Bei den Cameron Highlands handelt es sich um eine grüne Bergkette mit einer durchschnittlichen Höhe von 1.500 Metern, die aufgrund der angenehmen Temperaturen ein bevorzugtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen ist.

Cameron Highlands
Cameron Highlands - grüne Berglandschaft

Die Region der Cameron Highlands umfasst ein Gebiet von 712 Quadratkilometern im Bundesstaat Perak. Namensgeber für die Bergkette war der britische Landvermesser William Cameron, der die grünen Berge im Jahr 1885 bei einer Expedition ins Landesinnere von Malaysia entdeckte. Die Berglandschaft wurde für die britische Kolonialbevölkerung zur Hill Station erklärt. Damit wurden im britischen Kolonialreich Regionen bezeichnet, die den Beamten als Rückzugsort und Naherholungsgebiet in den Kolonien dienten. In den Cameron Highlands entstanden Bauwerke und Gärten, die den charakteristischen Baustil des britischen Empires widerspiegelten. Heute werden die Berge vor allem für touristische Zwecke und für die Landwirtschaft genutzt. Die bedeutendsten Orte in den Cameron Highlands sind über eine gut ausgebaute Straße zu erreichen. Einige Sehenswürdigkeiten wie der Sam Poh Tong Höhlentempel, die Teeplantagen und der Moonlight Bungalow werden im Rahmen einer organisierten Rundreise durch Malaysia angefahren.

Die Anreise in die Cameron Highlands kann sowohl über die Ost- als auch die Westküste erfolgen. Die Stadt Ipoh liegt rund 80 Kilometer von der Region entfernt und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für eine Reise in die Berglandschaften. Die Stadt Tanah Rata gehört zu den wichtigsten Ansiedlungen in den Cameron Highlands. Sie liegt auf einer Höhe von 1.400 Metern über dem Meeresspiegel. Die Mehrzahl der Einwohner besitzt indische Vorfahren, die einst als Teepflücker in diese Region geholt wurden. Der Nachbarort Brinchang ist stark von chinesischen Einflüssen geprägt. Zwischen diesen beiden Orten erwarten Sie die meisten Sehenswürdigkeiten in den Cameron Highlands. Obwohl sich die Bergkette in der tropischen Klimazone befindet, sind die Temperaturen vergleichsweise kühl. Tagsüber klettert das Thermometer auf Werte zwischen 22 und 25 Grad, während die Temperaturen nachts bis auf 10 Grad absinken können. Regenschauer sind keine Seltenheit und wärme Kleidung sollte bei einem Ausflug in die Berglandschaft nicht im Gepäck fehlen.

Die Mehrheit der Besucher kommt wegen der faszinierenden Naturlandschaften in die Cameron Highlands. Mehr als 700 Pflanzenarten sind in den tropischen Wäldern der Bergkette beheimatet. Große Gebiete werden darüber hinaus für den Teeanbau genutzt. Die Anbaugebiete ziehen sich terrassenförmig an den Hängen der Hügel entlang. Zahlreiche seltene Vogelarten sind in den Wäldern und Feuchtgebieten der Cameron Highlands beheimatet. Einige stehen auf der Roten Liste für gefährdete Arten. In Tanah Rata nehmen Wanderpfade ihren Ausgang, auf denen Sie die Flora und Fauna der Region bewundern können. Daneben gibt es einige Sehenswürdigkeiten und religiöse Bauwerke, die Sie während Ihres Aufenthaltes in der Bergwelt besichtigen können. In der Butterfly Farm und im Butterfly Garden sind zahlreiche farbenprächtige Schmetterlingsarten beheimatet, die Sie in der freien Wildbahn nur noch selten antreffen. Die Farm liegt in der Nähe von Brinchang, die mit dem Cactus Valley darüber hinaus eine Plantage zu bieten hat, in der exotische Kakteenarten gezüchtet werden.

In den Cameron Highlands stoßen Sie häufig auf Bauten, die unter britischer Kolonialherrschaft errichtet wurden. Dazu gehören die All Souls’ Church an der Jalan Pejabat Hutan, der Moonlight Bungalow bei Tanah Rata und der Cameron Highlands Golf Club. Letzterer wurde im Jahr 1935 als 6-Loch-Platz eröffnet und später ausgebaut und erweitert. Zu den bedeutendsten religiösen Bauwerken anderer Glaubensrichtungen gehört der chinesische Sam Poh Tong Höhlentempel bei Ipoh. Einen Eindruck von den Lebensverhältnissen in den Cameron Highlands zur britischen Kolonialzeit erhalten Sie in dem kleinen Time Tunnel Museum auf dem Gelände der Kok Lim Strawberry Farm in Brinchang. Dabei handelt es sich um die private Sammlung von See Kok Shan, der im Lauf mehrerer Jahrzehnte Bilder, Fotos und Gebrauchsgegenstände zusammengetragen hat und diese in einem Ausstellungsraum präsentiert. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist ein Bummel über den chinesischen Nachtmarkt in Brinchang, auf dem frisches Obst, Tee, Blumen und Honig angeboten werden.

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