Petronas Towers - Wahrzeichen der Hauptstadt

Die Petronas Towers in Kuala Lumpur gehören zu den höchsten Gebäuden der Welt und sind das Wahrzeichen der Hauptstadt Malaysias.

Petronas Towers
Petronas Towers - Wahrzeichen der Hauptstadt

Mit einer Gesamthöhe von 452 Metern vom Boden bis zur Spitze sind die Zwillingstürme des Mineralölkonzerns Petronas das höchste Bauwerk in Malaysia. Sie galten bis zur Eröffnung des Taipei Financial Centers in Taiwan im Jahr 2004 als das höchste Bauwerk der Welt. Diese Einstufung war allerdings von Anbeginn umstritten, denn das Dach der markanten Türme befindet sich in einer Höhe von 378 Metern und liegt damit niedriger als der obere Abschluss einiger anderer Gebäude. Die Gesamthöhe von 452 Metern resultiert aus den Dachaufbauten mit spitz zulaufenden Masten. Die Petronas Towers wurden in einem modernen Baustil errichtet und bestehen aus Stahl, Beton, Glas und Aluminium. Knapp 37.000 Tonnen Stahl wurden für den Bau der Türme verwendet. Aus Kostengründen wurden zahlreiche Bereiche der Stahlkonstruktion durch preiswerteren Stahlbeton ersetzt, was ein deutlich höheres Gewicht zur Folge hat.

Das markanteste Merkmal der Petronas Towers ist die Skybridge in einer Höhe von 172 Metern. Die Stahlbrücke verbindet beide Türme miteinander und liegt zwischen dem 41. und 42. Stockwerk. Die Verbindungsbrücke ist begehbar und seit dem Jahr 2000 ist sie für Besucher geöffnet. Sie stellt die erste begehbare Brücke in einer solchen Höhe dar. Der Übergang wurde seitlich auf Kugellagern platziert, um Beschädigungen der Türme durch auftretende Schwingungen auszuschließen. Die Eintrittskarten für die Skybridge und die Aussichtsplattform im 86. Stock werden jeweils ab 8:30 verkauft und es dauert meist nur wenige Stunden, bis sämtliche Tickets vergriffen sind. Pro Tag dürfen 1.600 Besucher die Petronas Towers mithilfe der Hochgeschwindigkeitsaufzüge erklimmen. Dabei handelt es sich um einen Doppelstockaufzug, bei dem zwei Kabinen übereinander montiert sind. Sie besitzen ein Fassungsvermögen von 26 Personen. Insgesamt befinden sich 78 Aufzüge in den Petronas Towers, wovon einige als Lastenfahrstühle genutzt werden.

Die Räume der Petronas Towers werden in erster Linie als Geschäfts- und Büroräume genutzt. Darüber hinaus befinden sich mehrere Einkaufszentren in den Türmen. Zusätzlich ist mit dem Suria KLCC ein Shopping-Center mit Edelboutiquen und zahlreichen Restaurants angeschlossen. Weiterhin ist in den Türmen das Naturwissenschaftsmuseum "Petrosains", eine Kunstgalerie und ein Konzertsaal beheimatet. In dem 865 Besucher fassenden Saal gibt die Philharmonie Malaysia klassische Konzerte. Unter dem Gebäude befindet sich eine Tiefgarage mit rund 5.400 Stellplätzen für Pkws. Eindrucksvoll erheben sich die Spitzen der Türme mit einer Höhe von rund 74 Metern in den Himmel. Sie sind in ihrer Form einem Minarett nachempfunden und wurden in Japan bzw. Südkorea hergestellt. Insgesamt bestehen die Petronas Towers aus 86 Stockwerken. Jedes Stockwerk besitzt eine Höhe von vier Metern. Der Grundriss der Türme entspricht einem achteckigen Stern, wobei sich die Innenkanten nach außen wölben. Architekt César Antonio Pelli entnahm die Form der islamischen Bauweise mit einem polygonen Aufbau.

Zum Bau der Petronas Towers wurden zwei Bauteams eingesetzt, die jeweils mit der Errichtung eines der beiden Türme beauftragt wurden. Um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, ließen die Architekten beide Teams in einem Wettbewerb gegeneinander antreten. Bis zu 2.000 Arbeiter waren auf der Baustelle gleichzeitig im Einsatz. Baubeginn war im April 1994. Im Sommer 1995 stand das Gerüst der Türme und der Innenausbau begann. Im Juli des gleichen Jahres wurde die Skybridge montiert. Im Frühjahr des folgenden Jahres wurden die Spitzen auf dem Dach der Petronas Towers errichtet. Die feierliche Eröffnung erfolgte am 31. August des Jahres 1999. Das Gebäude gilt als außerordentlich sicher. Die Skybridge fungiert im Notfall als Fluchtweg zwischen beiden Türmen. Das Bauwerk ruht auf 16 unterirdischen Hauptpfeilern pro Turm. Das durch die verwendeten Materialien bedingte hohe Eigengewicht lässt das Gebäude bei Wind kaum schwingen und sorgt für zusätzliche Stabilität.

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