Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee

Die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee in der Hauptstadt Male ist die größte Moschee auf den Malediven und gleichzeitig ihr wichtigstes Wahrzeichen.

Malediven Sonnenuntergang
Ein Sonnenuntergang auf den Malediven

Im November 1984 wurde mit der Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee in der Hauptstadt Male ein islamistisches Gotteshaus eröffnet, das seither als das architektonische Wahrzeichen der Stadt gilt. Die Moschee ist das größte islamistische Begegnungszentrum auf der Inselgruppe. Das Bauwerk befindet sich direkt im Zentrum der Hauptstadt und bietet bis zu 5.000 Menschen Platz. Mit diesem Aufnahmevermögen gehört die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee zu den größten Moscheen im südasiatischen Raum. Neben ihrer Funktion als islamistisches Gotteshaus und Begegnungszentrum dient die Moschee auch als Konferenzsaal. Hier werden offizielle Treffen und verschiedene Zeremonien abgehalten. Das Gebäude beherbergt eine islamistische Bibliothek und zahlreiche Büros. Darüber hinaus ist die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee seit dem 11. November 2008 der Sitz des Ministeriums für Islamische Angelegenheiten. Dieses Ministerium ersetzte damals den Obersten Rat für Islamische Angelegenheiten, der von dem ehemaligen Präsidenten Maumoon Abdul Qayyoom gegründet wurde.

Die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee ist die wohl bedeutendste touristische Attraktion der Hauptstadt Male. Die eindrucksvolle Architektur findet ihren krönenden Abschluss in der prächtigen goldenen Kuppel, die alle anderen Gebäude in der Hauptstadt überragt und bereits aus großer Entfernung zu erkennen ist. Das schlanke, 40 Meter hohe Minarett ist eine weitere architektonische Besonderheit der Moschee. An wichtigen Feiertagen lässt ein Muezzin vom schlanken Turm seinen Ruf nach dem Gebet erschallen. An allen übrigen Tagen der Woche erfolgt der Aufruf über ein Mikrofon vom Erdgeschoss des Bauwerks aus. Neben der prächtigen goldenen Kuppel als äußeres Erkennungsmerkmal hat die Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee im Innenbereich prachtvolle Holzschnitzarbeiten zu bieten. Die Innenwände sind darüber hinaus mit aufwendiger arabischer Kalligrafie verziert. Bei einem Bummel durch die Straßen und Gassen von Male dient die weithin sichtbare Kuppel des Gebäudes als Orientierungspunkt.

Sie können in Ihrem Urlaub auf den Malediven der Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee außerhalb der Gebetszeiten einen Besuch abstatten. Allerdings müssen Sie vor dem Betreten des Gotteshauses einige Regeln und Vorschriften beachten, die durch die islamistische Religion vorgegeben werden. Frauen dürfen den Innenbereich nur mit entsprechender Bekleidung betreten. Das bedeutet, sie müssen eine lange Hose oder einen sargonähnlichen Überwurf tragen. Darüber hinaus müssen die Schultern mit einer Bluse bedeckt sein. Auch von Männern wird eine angemessene Kleidung erwartet, die alle freien Hautpartien bedeckt. Direkt vor dem Eingang zur Moschee haben Sie die Gelegenheit, die passenden Kleidungsstücke auszuleihen. Insbesondere Tagesbesucher von den Ferieninseln führen aufgrund der hohen Temperaturen zumeist keine entsprechenden Kleidungsstücke mit. Das Gotteshaus liegt in der Nähe des Marine Drive. In diesem Hafen legen die Ausflugsboote von den Hotelinseln an. Sie schlendern zunächst durch das Hafengelände, das nach der Jahrtausendwende den Charakter einer Flaniermeile erhielt. Nach dem Passieren des Fischmarktes und des Obst- und Gemüsemarktes gelangen Sie in die von weißen Gebäuden gesäumten Gassen, in denen sich zahlreiche Geschäfte aneinanderdrängen. Schließlich erreichen Sie am Sultan Park den Eingang zur Sultan-Mohammed-Thakurufaanu Moschee.

Das islamistische Gotteshaus wurde nach dem ersten Sultan der Malediven benannt. Unter Führung von Muhammad Bodu Thakurufaanu wurden im Jahr 1573 die portugiesischen Eroberer erfolgreich von den Malediven vertrieben. Er gilt bis heute als Befreier und wird als Nationalheld verehrt. Die portugiesischen Seefahrer gingen im 16. Jahrhundert mit großer Grausamkeit gegen die einheimische Bevölkerung vor und versuchten sie mit Gewalt zum Christentum zu bekehren. Muhammad Thakurufaanu verließ die Malediven gemeinsam mit seinen Brüdern und kehrte mit mehreren Anhängern wenig später zurück. Es gelang Ihnen, die portugiesische Garnison zu vertreiben. In der Hauptstadt Male können Sie noch heute das Grabmal des ersten maledivischen Sultans besuchen. Darüber hinaus befindet sich die historische Residenz des Herrschers in Male. Verehrt wird von den Einheimischen auch der sogenannte Kaani Baum des Maroshi. Dort wurden der Überlieferung zufolge die Segel für die Schiffe der Befreier genäht.

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