Wetter, Klima und Reisezeit in Nepal

Das kleine Land Nepal gliedert sich in drei Klimazonen, die sich auf die drei naturräumlichen Hauptregionen des Landes verteilen. Das Terai, die fruchtbare Tiefebene des Landes, besitzt tropisches bis subtropisches Monsunklima und ist somit der wärmste und niederschlagsreichste Landesteil.

Er macht etwa 17 Prozent der Landfläche Nepals aus. Im zentralen Hügelland, in dem sich die beiden fruchtbaren Täler von Kathmandu und Pokhara befinden, herrscht sowohl tropisches als auch gemäßigtes Klima. Die Hochgebirgsregion wird dagegen von alpinem bis arktischem Klima beherrscht. Während in den Talflächen an den Südhängen der Himalaya-Region Monsunniederschläge vorkommen, gibt es in den im Regenschatten liegenden Nordseiten der Hauptgebirgskette nur sehr wenig Niederschlag (unter 200 Millimeter pro Jahr).

Während der Monsunzeit von Juni bis Mitte September können anhaltende Regenfälle jedoch zu plötzlich auftretenden Überschwemmungen und Erdrutschen führen, die das Reisen im Land stark behindern. Während der klassischen Reisezeiten im Vor- und Nachmonsun, also von März bis Mai und Oktober bis November, ist das Wetter in Nepal überwiegend freundlich und die Niederschlagshäufigkeit und -menge eher gering. Eventuell auftretende Schlechtwetterphasen in diesen Monaten sind zwar möglich, dauern in der Regel aber nicht allzu lange und fallen nicht übermäßig heftig aus.

Grundsätzlich kann man die Jahreszeiten in Nepal ähnlich wie in Zentraleuropa einteilen: das Frühjahr, das von Ende Februar bis Mai dauert, die Monsunzeit von Juni bis circa Ende September, der Herbst von Oktober bis November und die Winterzeit in den Monaten Dezember bis Mitte Februar.

Der Mai ist der heißeste Monat des Jahres, in dem auch die Nachttemperaturen im Gebirge am höchsten sind. Die Wetterbedingungen in diesem Monat schaffen gute Reisebedingungen bei Tageshöchsttemperaturen um 28 Grad Celsius. In den Folgemonaten dringt immer mehr feuchte Luft von Süden vor, die an den Bergketten des Himalayas aufsteigt und abregnet. Zudem kann es im Tiefland mit bis zu 40 Grad Celsius extrem heiß werden. Bis Ende August sorgt der Monsun für ergiebige Regenfälle, die mit dem Beginn der Herbstzeit im September wieder nachlassen. Im Herbst wird das Wetter dann deutlich klarer, wobei die Temperaturen tagsüber auch im Oktober/November noch relativ mild sind.

Dank anhaltender Schönwetterlagen ist diese Zeit für Reisende ideal, solange sie ausreichend Kleidung für die kühlen Nächte mit sich führen. Auch in den Wintermonaten ist das Wetter in und um Kathmandu überwiegend klar und trocken und für ausgedehnte Touren geeignet. Aufgrund der Kälte ist wärmende Kleidung jedoch unverzichtbar. Auch müssen Reisende jederzeit damit rechnen, dass Gebirgspässe durch Schnee unzugänglich werden, was ein Vorwärtskommen erheblich verzögern kann. Aufgrund der geschützten Lage ist es in der Hauptstadt ganzjährig immer etwas wärmer und trockener als in anderen Landesteilen. Zwischen April und Oktober liegen die Tagestemperaturen in Kathmandu daher immer über 25 Grad Celsius, während es nachts kaum kälter als 15 Grad Celsius wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Beginn der Trockenzeit im Oktober die beste Zeit für einen Besuch des Landes ist. Das Wetter ist dann mild, die Sicht klar und die Landschaft dank des vorangegangenen Monsuns üppig grün. So haben Sie nicht nur die perfekten klimatischen Bedingungen für Ihren Aufenthalt, Sie können auch täglich einen ungetrübten Ausblick auf den Himalaya genießen, denn mit Nebel ist nur in den Nacht- und Morgenstunden zu rechnen. Während der Regenphase sind die Berge dagegen fast ununterbrochen von Wolken verhüllt und Straßen können sich in regelrechte Schlammpisten verwandeln. Fliegen ist dann oft der einzige Weg, um entlegene Regionen zu erreichen und die westlichen Grenzübergänge nach Indien sind aufgrund der Schlamm- und Geröllmassen oft unpassierbar. Die zweitbeste Reisezeit bieten die Monate Februar bis April, denn auch dann sind die Temperaturen angenehm mild.

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